Amokfahrt am Bismarckplatz

Öffentlichkeit vom Amokfahrer-Prozess ausgeschlossen

Öffentlichkeit am 22. August 2017 von Prozess um Amokfahrer vom Bismarckplatz ausgeschlossen. (C) HEIDELBERG24/PR-Video/Priebe
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Prozessauftakt um Amokfahrer vom Bismarckplatz.
Öffentlichkeit am 22. August 2017 von Prozess um Amokfahrer vom Bismarckplatz ausgeschlossen. (C) HEIDELBERG24/PR-Video/Marco Priebe
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Prozessauftakt um Amokfahrer vom Bismarckplatz.
Öffentlichkeit am 22. August 2017 von Prozess um Amokfahrer vom Bismarckplatz ausgeschlossen. (C) HEIDELBERG24/PR-Video/Marco Priebe
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Prozessauftakt um Amokfahrer vom Bismarckplatz.
Öffentlichkeit am 22. August 2017 von Prozess um Amokfahrer vom Bismarckplatz ausgeschlossen. (C) HEIDELBERG24/PR-Video/Priebe
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Prozessauftakt um Amokfahrer vom Bismarckplatz.
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Prozessauftakt um Amokfahrer vom Bismarckplatz.
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Prozessauftakt um Amokfahrer vom Bismarckplatz.
Öffentlichkeit am 22. August 2017 von Prozess um Amokfahrer vom Bismarckplatz ausgeschlossen. (C) HEIDELBERG24/PR-Video/Priebe
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Prozessauftakt um Amokfahrer vom Bismarckplatz.

Heidelberg-Weststadt – Der Andrang im Verhandlungssaal währt nur eine halbe Stunde. Dann schließt das Gericht die Öffentlichkeit vom Prozess um Amokfahrer Mathias K. (35) aus. Der Grund:

Riesiger Medienrummel am Dienstagmorgen um 8 Uhr am Landgericht...

+++ UPDATE (25. August): Das Urteil ist gefallen!

Der mit Spannung erwartete Auftakt im Mord-Prozess gegen Amokfahrer Mathias K. (35) sechs Monate nach der Tat ist für das Publikum schon kurz nach der Anklageverlesung vorbei.

Grund: Das Gericht hat die Öffentlichkeit von der Hauptverhandlung ausgeschlossen!

Damit folgten die Richter einem Antrag der Verteidigung – nach § 171a des Gerichtsverfassungsgesetzes kann die Öffentlichkeit von der Hauptverhandlung ausgeschlossen werden, „wenn das Verfahren die Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus zum Gegenstand hat“. 

Die Staatsanwaltschaft Heidelberg hatte in ihrer Anklageschrift eine dauerhafte Unterbringung des Amokfahrers im PZN Wiesloch gefordert. Auf Antrag der Nebenklage dürfen nur Angehörige der Betroffenen dem Verfahren weiter beiwohnen. Die Öffentlichkeit ist erst wieder zur Urteilsverkündung zugelassen.

„Akute paranoide Schizophrenie“

Die Staatsanwaltschaft wirft dem in Worms geborenen Studenten vor, am 25. Februar 2017 absichtlich am belebten Bismarckplatz mit einem Auto in eine Menschenmenge gefahren zu sein, dabei einen Rentner (†73) getötet sowie zwei Personen verletzt zu haben.

Die Anklage: Mord in Tateinheit mit versuchtem Mord in drei Fällen und mit gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen.

Nach der dringenden Annahme des vorläufigen Sachverständigengutachtens, Mathias K. habe die Tat aufgrund einer schweren psychischen Erkrankung begangen und sei somit womöglich schuldunfähig, ist er seit Mitte Mai vorläufig in einer Fachklinik untergebracht (WIR BERICHTETEN). Er soll die Tat unter einer „akuten paranoiden Schizophrenie“ begangen haben, „unfähig, seine Handlungen zu steuern“, so die Staatsanwältin.

Die Richter der Schwurgerichtskammer wollen sich drei Sachverständige und 26 Zeugen anhören – davon gleich zwölf am ersten Verhandlungstag.

Mann nach Amokfahrt niedergeschossen!

Rückblick

Am 25. Februar lenkt der 35-Jährige gegen 15:55 Uhr einen gemieteten Opel Astra von der Bergheimer Straße kommend auf den belebten Bismarckplatz, fährt vor dem Verkaufsstand der Bäckerei Grimminger an der „Galeria Kaufhof“ drei Passanten um.

Mit der rechten Frontseite des Autos ‚erwischt‘ er mit Tempo 20 bis 25 einen gehbehinderten 73-Jährigen. Der Mann prallt zunächst gegen die Windschutzscheibe des Fahrzeugs, wird dann gegen einen Betonpfosten des Kaufhauses geschleudert. Dabei erleidet er schwere innere Verletzungen, stirbt knapp zwei Stunden später trotz intensiver notärztlicher Betreuung.

Ein Pärchen (29/32) rammt er mit der linken Seite von hinten. Die beiden kommen glücklicherweise mit leichten Prellungen und leichteren Verletzungen davon. Eine vierte Person rettet sich in letzter Sekunde durch einen instinktiven Schritt zur Seite.

Der mutmaßliche Amokfahrer steigt danach aus und läuft mit einem Küchenmesser mit 15 Zentimeter langer Klinge bewaffnet die Bergheimer Straße entlang in Richtung Thibaut-Straße. An der Haltestelle „Altes Hallenbad“ wird er schließlich von mehreren Polizisten gestellt. Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte versucht haben, vor dem Hotel Bergheim 41 einen Polizisten mit einem Messer zu erstechen.

Trotz mehrfacher Aufforderung der Beamten legt der Beschuldigte nicht sein Messer weg. Auch der wiederholte Einsatz von Pfefferspray bleibt erfolglos. Der 35-Jährige zeichnet sich mit dem Finger ein Kreuz auf die Stirn und stürmt mit gezücktem Messer auf einen der Polizisten los. Dieser wehrt den Angriff durch einen Schuss aus der Dienstwaffe ab. Mit einem lebensgefährlichen Bauchdurchschuss wird Mathias K. in einer Heidelberger Klinik erfolgreich notoperiert.

OB Würzner und Bürger trauern um Opfer

Weitere Verhandlungstage sind für den 23. und 25. August (jeweils 8 Uhr) angesetzt – das Urteil soll voraussichtlich am 12. September 2017 (13 Uhr) fallen.

>>> HIER findest Du unsere THEMENSEITE zur Amokfahrt am Bismarckplatz in Heidelberg <<<

pek/rmx

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