Gut aber ausbaufähig

Neues Blinden-Leitsystem im Heidelberger Hauptbahnhof

Heidelberger Hauptbahnhof, Blinden-Leitsystem
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Neues Blinden-Leitsystem im Heidelberger Hauptbahnhof.
Heidelberger Hauptbahnhof, Blinden-Leitsystem
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Die genoppten Flächen weisen darauf hin, dass hier besondere Aufmerksamkeit nötig ist.
Heidelberger Hauptbahnhof, Blinden-Leitsystem
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Die Noppen-Flächen sind beispielsweise an den Treppenbereichen zu finden. Hier ist besondere Vorsicht geboten. 
Heidelberger Hauptbahnhof, Blinden-Leitsystem
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Die genoppte Fläche in der Mitte deutet darauf hin, dass von hier aus die Gleise zu erreichen sind. 
Heidelberger Hauptbahnhof, Blinden-Leitsystem
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Die Rillen leiten den Weg durch den Bahnhof.
Heidelberger Hauptbahnhof, Blinden-Leitsystem
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Neues Blinden-Leitsystem im Heidelberger Hauptbahnhof.
Heidelberger Hauptbahnhof, Blinden-Leitsystem
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Die genoppte Fläche in der Mitte deutet darauf hin, dass von hier aus die Gleise zu erreichen sind. 
Heidelberger Hauptbahnhof, Blinden-Leitsystem
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Die Noppen an den Treppenbereichen zeigen an, dass hier besondere Vorsicht geboten ist.

Heidelberg - Um auch Blinde und Sehbehinderte mobil zu machen, ist das neue Blinden-Leitsystem ein wichtiger Schritt. Doch auch jetzt verfügt das neue System über ein großes Manko...

Selbst für die Organisatoren und Bauherren waren einige Hürden zu überwinden, um die Barrierefreiheit für Sehbehinderte zu gewährleisten.

Das zentrale Problem: Die gesamte Bahnhofshalle ist denkmalgeschützt – das gilt auch für den Bodenbelag. 

Zunächst musste erst ein Antrag beim Denkmalamt gestellt werden und eine Genehmigung für einen Austausch der Fließen zu erhalten. Neben den neuen, dunkleren Fließen ist das Blinden-Leitsystem im Gegensatz zu den alten, helleren deutlicher erkennbar.

Ein weiteres großes Problem war die Logistik. Teilweise musste die Hälfte der etwa 1.000 Quadratmeter großen Halle abgesperrt werden - und schließlich wollen täglich etwa 45.000 Menschen schnellstmöglich von und zu ihrer Bahn. Insbesondere während des Weihnachtsgeschäfts. 

Letztlich ist jedoch alles gut gegangen: Nun weisen die etwa 30 Zentimeter breiten Rillen den Weg, während die großen Noppen-Felder auf die jeweiligen Gleise aufmerksam machen. 

Schwachpunkte im System: Bislang gibt es noch keine Hinweistafeln oder Markierungen an den Treppengeländern, die auch die Sehbehinderten oder Blinden Bahnhofsgäste aufklären, an welchem Gleis sie sich nun befinden. 

Das soll jedoch bereits in Planung sein: Künftig sollen ertastbare Tafeln den gesamten Bahnhof abbilden und so als Orientierungshilfe dienen. Ob und wann dieses System tatsächlich eingeführt werden soll, steht jedoch noch in den Sternen. 

Etwa 400.000 Euro hat das neue Leitsystem gekostet. Baubeginn war im November 2014, fertiggestellt wurde die Orientierungshilfe Ende Februar 2015.

Bereits 2004 wurde das Leitsystem an den Bahnsteigen erneuert. Etwa zehn Jahre später folgte nun auch die Querhalle. Ein wichtiger Schritt um Mobilität für alle zu schaffen. 

mk

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