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Nach Auszug des Karlstorbahnhof – wie das Ex-Gebäude in Altstadt genutzt werden könnte

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Von: Florian Römer

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Heidelberg - Das Kulturhaus Karlstorbahnhof ist in die Südstadt gezogen, seit Ende des Jahres steht das alte Gebäude in der Altstadt leer. Jetzt wird eine Zwischennutzung gesucht:

Über 25 Jahre lang war das ehemalige Bahnhofsgebäude am Karlstor Anziehungspunkt für Feiernde, Musik-, Kultur- und Kunstliebhaber in Heidelberg. Im Oktober zog das Kulturhaus Karlstorbahnhof dann in die Südstadt um und in der Altstadt eine Ära zu Ende. Seit Jahresende 2022 steht der alte Karlstorbahnhof leer und eine mögliche Nachnutzung wird gesucht.

Nach Auszug des Karlstorbahnhof – wie kann Ex-Gebäude in Altstadt genutzt werden?

Im Rahmen der Feuerwehrbedarfsplanung prüft die Stadtverwaltung aktuell, ob auf dem bisherigen Parkplatz neben dem S-Bahnhof Altstadt eine neue Feuerwache eingerichtet wird. In diesem Fall würden auch Teile des Gebäudes mitgenutzt werden. Bis 2025 könnte der ehemalige Karlstorbahnhof aber zwischengenutzt werden.

In den oberen Stockwerken könnten Verwaltungs- oder Büroräume eingerichtet, das Erdgeschoss für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zuvor müsste in der ehemalige Kulturstätte aber „im begrenzterem Umfang Renovierung- und Instandsetzungsarbeiten“ durchgeführt werden, schreibt die Stadtverwaltung in einer Beschlussvorlage, die am Donnerstag (19. Januar, 17 Uhr) im Ausschuss für Kultur und Bildung behandelt wird.

Was passiert mit dem Karlstorbahnhof, nachdem das Kulturhaus in die Südstadt gezogen ist?
Wie geht es mit dem ehemaligen Bahnhofsgebäude nach dem Umzug des Karlstorbahnhof in die Südstadt weiter? © HEIDELBERG24/Florian Römer

Nach Umzug des Karlstorbahnhofs – so könnte Gebäude genutzt werden

Der Ausschuss wird die möglichen Nutzungsmöglichkeiten besprechen, die für den Ex-Karlstorbahnhof denkbar erscheinen. Vorgeschlagen wird unter anderem die Einrichtung eines Bürgerzentrums unter Führung des Stadtteilvereins Alt-Heidelberg. Daneben wäre auch die Nutzung als Ausweichquartier für das Kurpfälzische Museum denkbar – das Verwaltungsgebäude der Abteilung Archäologie und Denkmalschutz in der Schiffgasse 10 muss dringend saniert werden.

Auch das Zimmertheater, das seinen bisherigen Standort in der Hauptstraße räumen muss, könnte vorübergehend im ehemaligen Kulturhaus am Karlstor untergebracht werden. Möglich wäre eine vorübergehende Unterbringung des Projekts InterActions oder die Schaffung eines „Queeren Begegnunsgraums“. Denkbar wäre auch, in den Räumen des ehemaligen Kulturzentrums Veranstaltungen für junge Menschen zu ermöglichen. Eine Fortführung des Kinos, das mit in die Südstadt gezogen ist, steht nicht im Raum.

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Sollte der Kulturausschuss der Vorlage zustimmen, wird die Verwaltung ein grobes Raum- und Finanzierungskonzept für diese Nutzungsmöglichkeiten erarbeiten. Dieses soll dann bis Ende 2023 dem Gemeinderat vorgelegt werden. (rmx)

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