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„Wie in ganz normalen Wohnvierteln“ – Parteien zu den abgeschalteten Lichtern in Heidelberg

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Von: Teresa Knoll

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Heidelberg - Öffentliche Plätze und Gebäude werden nachts nicht mehr beleuchtet, um Strom zu sparen. Aber was sagen die Parteien zu dieser Sparmaßnahme?

Die Städte werden dunkler: Seit dem 1. September werden auch in Heidelberg öffentliche Gebäude und Plätze nicht mehr angestrahlt, um Strom zu sparen und einem Gasmangel im kommenden Herbst und Winter vorzubeugen. Aber könnte die Stadt dadurch nicht unsicherer für Fußgänger werden? HEIDELBERG24 hat bei den Parteien und Fraktionen angefragt, ob sich durch die verminderte Beleuchtung eine Gefährdung für die Bürger ergibt.

Abgeschaltete Lichter in Heidelberg – „keine Gefährdung“

Die Sicherheits- und Notbeleuchtungen bleiben in der Stadt weiterhin angeschaltet. Die Fraktion DIE LINKE in Heidelberg sieht die Maßnahmen „als einen Beitrag zum Energiesparen und zum Umweltschutz“ an. Weiter heißt es in der Stellungnahme: „Insofern können wir keine Gefährdung durch die Maßnahme erkennen.“ Dagegen fühlen sich Bürger in Mannheim durch die abgeschaltete Beleuchtung nachts auf der Straße tatsächlich unsicherer.

Auch die CDU hält die „gemeinsamen Anstrengungen beim Einsparen von Energie“ für sinnvoll. Denkmäler und öffentliche Gebäude nicht zu beleuchten, sei zwar bedauerlich, aber vertretbar. Die Straßenbeleuchtung müsse selbstverständlich weiterhin angeschaltet bleiben, denn: „Es dürfen keine Angsträume im öffentlichen Raum entstehen.“

In Heidelberg gehen die Lichter aus – ist die Dunkelheit eine Gefährdung für die Bürger?
In Heidelberg gehen die Lichter aus – ist die Dunkelheit eine Gefährdung für die Bürger? © dpa/Uwe Anspach

Der gleichen Meinung sind auch die Grünen: Es komme nicht zu eienr Gefährdung, denn „es werden keine Lichter ausgeschaltet, die erforderlich sind, um Verkehrswege auszuleuchten“. Die Situation sei also „wie in ganz normalen Wohnvierteln, wo es weder Monumente noch Werbeflächen gibt.“ 

Abgeschaltete Lichter in Heidelberg – Ideen der SPD zur Verbesserung der Straßenbeleuchtung

Die Maßnahme ist notwendig, um die finanziellen Folgen der steigenden Energiepreise einzudämmen, findet die SPD-Fraktion Heidelberg. Man ist der Meinung, dass die Stadt hier mit gutem Beispiel vorangehen soll und die Beleuchtung an öffentlichen Gebäuden in der Nacht künftig abschaltet“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und OB-Kandidat Sören Michelsburg gegenüber HEIDELBERG24.

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Verbesserungen an der Straßenbeleuchtung könnten zum Sicherheitsgefühl der Menschen beitragen, heißt es weiter in der Mitteilung. „Durch gezielte Ausleuchtungen können Wegeführungen und auch mögliche Fluchtwege deutlich gemacht werden.“, so der stellvertretende SPD-Fraktionschef Mathias Michalski. Michelsburg schlägt vor, LED-Leuchten anzubringen, die tagsüber mittels Solarenergie aufgeladen werden. (resa)

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