Uneinigkeit bei Stadt und Universtität

Der Streit ums Neuenheimer Feld geht weiter!

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Die Weichen für den geplanten Schienenbau im Neuenheimer Feld müssen noch gestellt werden.

Nachdem es erst nach einer gütlichen Einigung zwischen Universität und Stadt aussah, droht Prof. Dr. Bernhard Eitel, Rektor der Universität Heidelberg, nun mit einer Klage gegen das Tram-Projekt. 

Obwohl Stadt und Universität Heidelberg schon lange im Dialog stehen, ist auch jetzt noch keine Einigung in Sicht: Bei dem Großbauprojekt der neuen Tram-Linie durchs Neuenheimer Feld spalten sich die Geister.

Während Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner zunächst davon ausging, alle Uneinigkeiten ausgeräumt zu haben, sieht Prof. Dr Bernhard Eitel, Rektor der Universität Heidelberg, das gänzlich anders. 

Einige zentrale Forderungen der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg sind demnach nach wie vor nicht berücksichtigt worden, daher die Entscheidung der Universität Heidelberg, gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut gegen das Projekt zu klagen.

Zwar konnte die Stadt im Bereich der Kopfklinik auf die Bedürfnisse der universitären Einrichtung eingehen und so eine Beeinträchtigung durch den geplanten Schienenverkehr eindämmen, andere wichtige Bereiche wurden dabei jedoch außer Acht gelassen.

In einer gemeinsamen Stellungnahme zeigen sich Gemeinderat und Oberbürgermeister Dr. Würzner nun irritiert: "Für die Stadt ist es selbstverständlich, dass wir die Belange der Universität zwingend berücksichtigen müssen. Deshalb wurden auch die ursprünglichen Pläne entsprechend verändert", wird Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Würzner in einer Stellungnahme zitiert. 

Nach einem Telefonat zwischen dem Oberbürgermeister und Rektor Prof. Dr. Eitel konzentrieren sich die Bedenken der Universität auf den Bereich des Botanischen Gartens sowie den Streckenabschnitt zwischen der Kopfklinik und der Berliner Straße.

Auch wenn Würzner sich gesprächsbereit zeigt, hält er an dem umstrittenen Projekt fest. "Der Grundsatz, dass die Straßenbahn gebaut wird, darf nicht in Frage gestellt werden", so Würzner. 

Bis zum 30. Juli muss die Klage eingereicht sein – bis dahin wird sich zeigen, ob Stadt und Universität doch noch zu einer gütlichen Einigung kommen.

mk

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