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Corona in Heidelberg: Immer mehr Video-Verhandlungen an Gerichten

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Von: Marten Kopf, Eliran Kendi

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Heidelberg - Corona hat auch die Uni-Stadt weiterhin fest im Griff. Die aktuellen Regeln, Zahlen und Entwicklungen in der Corona-Pandemie im News-Ticker:

Update vom 17. Februar, 14:51 Uhr: Die Gerichte in Baden-Württemberg haben während der Pandemie verstärkt auf Videoverhandlungen gesetzt. Im Südwesten nahm die Zahl der Verhandlungen, der per Video durchgeführt worden sind, deutlich zu. Allein an den Arbeitsgerichten wurden laut einem Sprecher des Justizministeriums in Stuttgart während der Pandemie zwei Drittel aller Prozesse per Video verhandelt. Um die Digitalisierung der Justiz voranzutreiben, setzt Baden-Württemberg auf einen Ausbau der elektronischen Akte. In Baden-Württemberg ist diese bereits bei rund 70 Gerichten im Einsatz. 40 weitere sollen in diesem Jahr folgen.

Zudem plant BW noch in diesem Monat ein Pilotprojekt für die elektronische Akte im Strafverfahren, wie ein Sprecher sagte.
Um die elektronischen Akten auch aufrufen zu können, müssen zunächst noch weitere Standorte mit WLAN ausgestattet
werden. Im Südwesten sollen laut Plänen des Ministeriums bis Ende März alle 160 Gerichtsstandorte mit kabellosem Internet versorgt sein. Bislang ist dies in 700 Gerichtssälen der Fall.

Corona in Heidelberg: Viertimpfungen gestartet – Diese Personen sind berechtigt

Update vom 16. Februar, 14:05 Uhr: Das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis hat bereits Ende letzter Woche mit den Viertimpfungen für Alten- und Pflegeeinrichtungen begonnen. Das Gesundheitsamt steht seit Beginn der Impfungen in engem Austausch mit den Heimen und so hatten die Mobilen Impfteams (MIT) des Rhein-Neckar-Kreises bereits im September in allen Alten- und Pflegeheimen des Kreises und im Stadtgebiet Heidelberg Drittimpfungen durchgeführt bzw. ein entsprechendes Angebot gemacht.

Nachdem nun Anfang Februar die Ständige Impfkommission (STIKO) Empfehlungen zur zweiten Auffrischungsimpfung für gewisse Personengruppen herausgegeben hatte, hat die Koordinierungsstelle Impfen im Landratsamt bereits 68 Alten- und Pflegeeinrichtungen im Rhein-Neckar-Kreis sowie 15 im Stadtgebiet Heidelberg kontaktiert. Mit etwa der Hälfte wurden bereits Termine vereinbart. Inzwischen waren die MIT des Kreises auch schon in sieben Heimen vor Ort. Bei den bereits stattgefundenen Terminen wurden 322 Bewohnende sowie 75 Mitarbeitende geimpft, davon 302 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 67 Mitarbeitende zum vierten Mal.

Corona in Heidelberg: Vierimpfungen haben begonnen

Besonders in den Einrichtungen, in denen es unter dem Personal noch eine eher geringe Impfquote gibt, bietet das Gesundheitsamt für die Pflegerinnen und Pfleger bei Bedarf spezielle Beratungsgespräche an. „Nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der einrichtungsbezogenen Impfpflicht Mitte März appellieren wir an das Pflegepersonal, sich impfen zu lassen“, erklärt der ärztliche Leiter Impfen im Landratsamt, Christoph Schulze.

Die Mitarbeiterin eines mobilen Impfteams klebt im Alten- und Pflegeheim Bürgerheim nach einer Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer bei einer Bewohnerin ein Pflaster auf den Arm.
Auch in Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis haben jetzt die Viertimpfungen begonnen. (Symbolfoto) © Sebastian Gollnow/dpa

Er weist darauf hin, dass Viertimpfungen auch bei allen dauerhaften und mobilen Impfaktionen (DIA/MIA) sowie in den Impfstützpunkten des Kreises möglich sind. Ob jemand für eine vierte Impfung berechtigt ist und diese dann auch erhält, entscheidet der zuständige Arzt oder die Ärztin nach dem ärztlichen Aufklärungsgespräch im Impfstützpunkt, am DIA-Standort oder bei der mobilen Impfaktion. Der Link für die Online-Buchung von Impfterminen lautet https://c19.rhein-neckar-kreis.de/impftermin. Zudem ist die Terminbuchung telefonisch bei der Corona-Hotline des Gesundheitsamtes (06221/522-1881 – unter der Woche erreichbar von 7:30 bis 16 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 14 Uhr) möglich.

Corona in Heidelberg: So hart erwischt Pandemie betroffene Familien

Update vom 14. Februar, 8:55 Uhr: Die Pandemie trifft uns alle hart und macht uns seit zwei Jahren schwer zu schaffen – doch auch in Heidelberg sind Familien besonders betroffen. „Wenn wir den Auswirkungen der Corona-Pandemie wirksam begegnen wollen, müssen wir die soziale Infrastruktur an die neu auftretenden Bedarfe anpassen“, bilanziert Sozialbürgermeisterin Stefanie Jansen (SPD) die Ergebnisse der zweiten Berichterstattung des Kinder- und Jugendamts zu den Folgen der Pandemie. Am 8. Februar stellte die Verwaltung den Bericht dem Jugendhilfeausschuss vor. „Insbesondere Kinder und Jugendliche, deren Familien bereits vorher mit Belastungen zu kämpfen hatten, sind deutlich schwerer von der Pandemie betroffen“, so Jansen. Fakt sei aber auch, dass viele Familien, die bislang nicht im Fokus der Kinder- und Jugendhilfe waren, verursacht durch die Pandemie verstärkt Unterstützungsbedarf hätten.

Für die Berichterstattung hatte das Kinder- und Jugendamt alle Leistungsbereiche der Kinder- und Jugendhilfe in den Blick genommen. Mehrere Studien sowie die Rückmeldungen der Träger, die Kinder- und Jugendhilfeleistungen erbringen, weisen darauf hin, wie massiv sich der immer noch andauernde Ausnahmezustand auf Kinder und Jugendliche auswirkt: Bildungsdefizite, Defizite in der Sozial- und Sprachkompetenz sowie psychische Belastungen treten verstärkt bei Kindern und Jugendlichen auf, insbesondere dann, wenn sich familiär bereits vor der Pandemie Belastungssituationen angedeutet hätten. 

Corona in Heidelberg: Handlungsbedarf bei Kitas und Schulen

Handlungsbedarf sieht das Kinder- und Jugendamt bei Förderangeboten in der Kindertagesbetreuung und in Schulen, aber auch bei Sport-, Kultur- und Freizeitangeboten. Eltern sollen überdies mit zeitnah verfügbaren, niedrigschwellig zugänglichen Beratungs- und Unterstützungsangeboten bei drängenden Erziehungsfragen und familiären Krisen unterstützt werden. Vorhandene Angebote und Strukturen sollen dazu qualitativ weiterentwickelt und quantitativ ausgebaut werden, so zum Beispiel das noch in diesem Jahr beginnende Projekt der sozialpädagogischen Begleitung von Familien mit Kindern von 0 bis 3 Jahren, die mit vielfältigen Belastungen zu tun haben. Dieses Projekt ist an die Anlaufstelle „Frühe Hilfen und Kinderschutz“ angegliedert. Oder die Verortung von Lotsendiensten und Angeboten für Familien in deren direktem Lebensumfeld.

Mit der Einrichtung des Sozialfonds „Sondermittel Corona“ zur Deckung zusätzlicher Bedarfe hat der Gemeinderat im vergangenen Jahr bereits einen wichtigen Baustein zur Stärkung der sozialen Infrastruktur gelegt. Bereiche wie Schulsozialarbeit, Frühe Hilfen und offene Jugendarbeit profitieren außerdem von den Bundes- und Landesförderprogrammen „Aufholen nach Corona“. „Es zeichnet sich aber schon jetzt ab, dass in Teilbereichen der Kinder- und Jugendhilfe das zur Verfügung stehende Budget nicht ausreichen wird“, erklärt Jansen. In vielen Bereichen brauche es über kurzfristige Hilfen hinaus eine Verstetigung von Angeboten für Familien.

Corona in Heidelberg: So viele Testzentren gibt es in der Stadt am Neckar

Update vom 14. Februar, 10:58 Uhr: Sie schießen geradezu aus dem Boden, sind in null Komma nichts aufgebaut und eingerichtet: Corona-Teststationen. Doch wie viele gibt es eigentlich in ganz Heidelberg? Gefühlt sind es 1.000, doch in Wahrheit sind es deutlich weniger – wenn auch immerhin 199. Kein Wunder, wo der Bedarf nicht zuletzt aufgrund der hochinfektiösen Omikron-Variante sogar eher noch ansteigt. Und dank 3G-Regel im ÖPNV sowie am Arbeitsplatz sind Tests nach wie vor nerviger aber wichtiger Alltag. Das ist der Stand der Dinge gemäß einer Aufstellung des Gesundheitsamtes des Rhein-Neckar-Kreises vom 6. Februar, das auch für Heidelberg zuständig ist und das die Genehmigungen für Testzentren erteilt.

Corona in Heidelberg: Über eine Million Fahrgäste kontrolliert – Ministerium zieht Bilanz

Update vom 14. Februar, 10:21 Uhr: Rund 1,3 Millionen Reisende sind in Baden-Württemberg seit Ende November in Zügen aufgefordert worden, ihren 3G-Nachweis zu zeigen. Bei den Kontrollen habe sich herausgestellt, dass sich fast alle an die 3G Regelung - geimpft, getestet, genesen - hielten, teilte das Verkehrsministerium am Sonntag (13. Februar) in Stuttgart mit. Nur ein bis drei Prozent der Fahrgäste hätten keinen Nachweis mit sich geführt. Kann man keinen gültigen 3G-Nachweis vorlegen, wird man vom Personal aufgefordert den Zug am nächsten Bahnhof zu verlassen. Wer einen Schnelltest macht und negativ ist, kann seine Reise fortsetzen. Aggressive Fahrgäste sind nach den Erfahrungen der Bahnunternehmen eher Einzelfälle. Das Verkehrsministerium unterstützt die Kontrollen nach eigenen Angaben durch externes Personal mit bis zu sechs Millionen Euro.

Corona in Heidelberg: Regierungskritiker demonstrieren gegen „Angstpropaganda“

Update vom 12. Februar, 16:45 Uhr: In Heidelberg haben am Samstagnachmittag erneut Gegner der Coronamaßnahmen demonstriert. Die Kundgebung unter dem Motto „Aufzug gegen die Angstpropaganda der Regierung“ ist angemeldet worden. Nach Informationen der Rhein-Neckar-Zeitung haben sich zunächst etwa 300 Teilnehmer am Spielplatz an der Neckarwiese getroffen. Von dort sollen die Demonstranten gegen 14:30 Uhr über die Theodor-Heuss-Brücke in der Altstadt gezogen sein. Auf dem Universitätsplatz hat schließlich die Abschlusskundgebung mit knapp 400 Teilnehmern stattgefunden. Auf Anfrage von MANNHEIM24 konnte ein Polizeisprecher die Teilnehmerzahlen nicht bestätigen. Die Demonstration ist nach Polizeiangaben friedlich und ohne Zwischenfälle verlaufen.

Für den kommenden Sonntag (13. Februar) ist in der Heidelberger Innenstadt eine „Menschenkette für Solidarität – Gegen Verschwörungsmythen und rechte Ideologien“ angekündigt worden.

Corona in Heidelberg: Inzidenz-Schock! Alarmierender Wert erstmals überschritten

Update vom 11. Februar, 9:51 Uhr: Jetzt ist es also soweit! Dank der hochansteckenden Omikron-Variante klettert die 7-Tage-Inzidenz in Heidelberg erstmals überhaupt in der inzwischen bereits fast zweijährigen Corona-Pandemie über den alarmierenden Wert 1.000. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitagfrüh (11. Februar) meldet, ist der Wert im Vergleich zum Vortag um satte 87,6 gestiegen. Aufgrund von 404 Neuinfektionen an einem Tag beträgt die Gesamtzahl der Infizierten seit Ausrufung der Pandemie am 11. März 2020 jetzt 15.687. Und dennoch hat die Uni-Stadt nach Mannheim (925,3) und der Landeshauptstadt Stuttgart (991,7) die drittbeste 7-Tage-Inzidenz in ganz Baden-Württemberg überhaupt.

Corona in Heidelberg: Entschädigung wegen Lockdown? So hat Gericht entschieden

Update vom 10. Februar, 9:21 Uhr: Wegweisender Beschluss am Oberlandesgericht Stuttgart: Das OLG hat die Klage einer Betreiberin eines Friseur-Salons auf Entschädigung wegen des Verdienstausfalls im ersten Corona-Lockdown abgewiesen. Das OLG bestätigte damit am Mittwoch (9. Februar) die Entscheidung des Landgerichts Heilbronn. Die selbstständige Friseurin aus dem Landkreis Heilbronn hatte 9.000 Euro an Soforthilfen vom Land Baden-Württemberg erhalten, die sie nun zurückzahlen muss. Sie verlangte in der Berufung vom Land eine Entschädigung in Höhe von 8.000 Euro.

Das Gericht argumentierte, die Schließung im Frühjahr 2020 sei verhältnismäßig gewesen, wie es auch das Bundesverfassungsgericht in vergleichbarer Rechtsprechung festgestellt habe. Das OLG schloss sich der Argumentation des Landgerichts an. Demnach sehe das Infektionsschutzgesetz zwar Entschädigungen vor, wenn durch gesundheitliche Maßnahmen berufliche Existenzen bedroht sind. Die Friseurin hätte daraus aber nur Ansprüche ableiten können, wenn sie ihren Laden wegen einer eigenen Erkrankung oder Quarantäne hätte schließen müssen. Bei von der Politik angeordneten allgemeinen Betriebsschließungen greife das Infektionsschutzgesetz dagegen nicht. Nach Angaben des Gerichts war es nur das erste in einer Reihe von vergleichbaren Verfahren gegen das Land. Die Friseurin kann Revision vor dem Bundesgerichtshof einlegen.

Corona in Heidelberg: Einzelhandel, Gastronomie, Maskenpflicht und Kontakte – was jetzt gilt

Update vom 8. Februar, 8:53 Uhr: Das Land Baden-Württemberg hat die Corona-Regeln angepasst und geht damit vorsichtige Öffnungsschritte. So entfällt ab dem heutigen Mittwoch (9. Februar) die 3G-Regelung im Einzelhandel in der aktuell geltenden Alarmstufe I, es sind wieder mehr Zuschauerinnen und Zuschauer bei Veranstaltungen zugelassen und die Kontaktdaten müssen in den meisten Bereichen nicht mehr erfasst werden. Lediglich in einzelnen infektiologisch riskanten Bereichen, wie beispielsweise Diskotheken und im Zusammenhang des Kontakts mit vulnerablen Gruppen, wird die Datenverarbeitung laut Mitteilung des Landes aufrechterhalten.

Die aktuell wichtigsten Regeln in Heidelberg sind:

Corona in Heidelberg: Ausbruch-Alarm! 36 Infizierte in Altenheim

Update vom 8. Februar, 7:22 Uhr: In einer Alten- und Pflegeeinrichtung in Heidelberg wurden nach aktuellem Stand der Ermittlungen 36 Personen (34 Bewohnerinnen und Bewohner sowie zwei Mitarbeitende) positiv auf das Coronavirus getestet, teilt das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises mit. Die Fälle beziehen sich auf verschiedene Wohnbereiche der Einrichtung. Das Gesundheitsamt ermittelt die Kontaktpersonen und entscheidet gemeinsam mit der Heimleitung über die weiteren Maßnahmen.

Corona in Heidelberg: Ob das reicht? So viel Geld hat Land BW noch in der Rücklage

Update vom 7. Februar, 10:13 Uhr: Das Land Baden-Württemberg hat noch 3,4 Milliarden Euro in seiner Rücklage für die Bewältigung der Corona-Krise. Die grün-schwarze Regierung hat seit Beginn der Pandemie den Topf für Haushaltsrisiken mit Hilfe von neuen Schulden auf 10,7 Milliarden Euro angefüllt. Davon seien bis Ende vergangenen Jahres gut 5,4 Milliarden Euro abgeflossen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem Finanzministerium in Stuttgart. Für das laufende Jahr seien bisher Ausgaben von rund 1,9 Milliarden Euro aus dem Topf bewilligt. Damit hat das Land noch einen Puffer von 3,4 Milliarden Euro.

Der Heidelberger Grünen-Politiker Danyal Bayaz, Finanzminister von Baden-Württemberg, bei einer Plenarsitzung im Stuttgarter Landtag. (Archivfoto)
Der Heidelberger Grünen-Politiker Danyal Bayaz, Finanzminister von Baden-Württemberg, bei einer Plenarsitzung im Stuttgarter Landtag. (Archivfoto) © Marijan Murat/picture alliance/dpa

Finanzminister Danyal Bayaz zeigte sich optimistisch, dass das finanzielle Polster genügt. „Stand heute gehen wir davon aus, dass unsere Rücklage reicht. Aber wir müssen vorsichtig sein“, sagte der Heidelberger Grünen-Politiker der dpa. „Ich bin weiterhin auch ein Risikomanager, die Pandemie belastet uns immer noch. Wir müssen auf Sicht fahren.“ Hintergrund ist, dass immer noch nicht ganz klar ist, wie die Pandemie weiter verlaufen wird. Zudem könnten Kosten für eine vierte Impfung oder eine Impfpflicht auf das Land zukommen. Die grün-schwarze Koalition beschloss Ende 2021 einen Etat ohne neue Schulden, auch weil die Steuerschätzung ein Plus von 2,5 Milliarden Euro für dieses Jahr ergeben hatte. Es wurde in der Koalition aber nicht ausgeschlossen, dass es im Notfall nochmal einen Nachtrag mit neuen Schulden geben könnte.

Corona in Heidelberg: Ab Dienstag – Impfungen auch in Apotheken möglich

Update vom 6. Februar: „Impfen ist unser Weg aus der Pandemie – und für diese Impfungen brauchen wir langfristig eine tragfähige Versorgung. Das Land freut sich daher sehr, dass der Bund es jetzt weiteren Berufsgruppen ermöglicht, Corona-Schutzimpfungen durchzuführen“, sagt Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha am Sonntag (6. Februar). Damit meint er, dass ab Dienstag (8. Februar) endlich auch in Apotheken gegen das Coronavirus geimpft werden darf. Weitere Berufsgruppen wie Zahnärzte und Tierärzte werden zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Update vom 5. Februar: Bis zu einem entspannten Umgang mit Corona wird es nach Einschätzung des Chefvirologen von der Universität Heidelberg, Hans-Georg Kräusslich, noch eine Weile dauern. „Ich glaube, wir werden Normalität nur dann erreichen, wenn wir anerkennen können, dass wir mit dem Virus umgehen können, auch wenn es weiter bleiben wird“, sagte Kräusslich der „Rhein-Neckar-Zeitung“. „Wir müssen in Zukunft in unsere Köpfe bringen, dass Corona auch eine gesellschaftliche und politische Normalität wird - und nicht nur eine medizinische Normalität, auch wenn es krank machen kann“, sagte der Mediziner. „Da sind wir im Moment weder medizinisch noch gesellschaftlich und politisch, aber das muss das Ziel sein.“

Corona in Heidelberg: Virologe stellt klar – Noch weit von Normalität entfernt

Wenn das Impfen vorankommt, Schutzmaßnahmen insbesondere in gefährdeten Bereichen eingehalten werden, keine Varianten mit ganz anderen Eigenschaften kommen und die Menschen Corona als eine Krankheit unter anderen auch im Kopf verankern, „erreichen wir die ersehnte Normalität“, sagte Kräusslich der Zeitung weiter. „Aber ich glaube, daran müssen wir noch arbeiten.“ Es werde dann immer noch Infektionen, schwere Verläufe und Todesfälle geben, räumte der Virologe ein. „Aber die gibt es auch bei anderen Erkrankungen.“ Die Gesellschaft müsse dann den Fokus nicht mehr so sehr auf dieses Virus richten.

„Erst wenn wir sagen können, dass dies eine Infektionskrankheit unter anderen ist und dies auch anerkennen, werden wir Normalität erreichen. Und dann nicht mehr wie das Kaninchen vor der Schlange auf die Sieben-Tage-Inzidenz starren.“ Dann würden auch asymptomatische Personen nicht mehr routinemäßig getestet, sagte Kräusslich im Interview. „Wir testen asymptomatische Menschen ja auch nicht auf Grippe oder ein anderes Virus.“ Gleichwohl sei Corona eine andere Krankheit mit einem anderen Verlauf.

Corona in Heidelberg: Nach STIKO-Empfehlung – Zweite Booster-Impfung möglich

Update vom 4. Februar: Die STIKO will eine zweite Booster-Impfung für bestimmte Personengruppe empfehlen. Das Sozialministerium Baden-Württemberg will diese Empfehlung folgen und arbeitet bereits an einer formalen Umsetzung. Aus diesem Grund ist es schon ab Freitag (4. Februar) möglich, sich eine zweite Booster-Dosis Impfstützpunkt im International Welcome Center Heidelberg abzuholen. Die Impfung wird für diese Gruppen empfohlen:

Corona in Heidelberg: Lebensgefahr für Tiere! Darum sind Schutzmasken eine Bedrohung

Update vom 3. Februar, 9:25 Uhr: Absichtlich weggeworfene, aber genauso auch versehentlich verlorene Corona-Schutzmasken sind eine lebensbedrohliche Gefahr für die Wildtiere in Baden-Württemberg – und natürlich auch in den Wäldern in Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis. Die Tiere verheddern sich in den Schlaufen der Masken oder fressen diese, mahnt Christoph Schramm vom BUND Baden-Württemberg gegenüber dem SWR. Besonders Allesfresser wie Füchse, Igel oder Wildschweine fressen die Masken mit, da sie den Plastikmüll mit Beute verwechseln. Jedoch leidet auch die Vogelwelt unter den am Boden liegenden Masken. Laut Naturschutzbund (NABU) käme es vor allem beim Nestbau oft vor, dass Masken mit in das Nest eingebaut werden. Der NABU berichtet von Funden in Horsten von Störchen. Die OP- oder FFP2-Masken verrotten sehr langsam und bleiben laut NABU daher viele Jahre liegen.

Coronavirus - Sachsen
Corona-Masken sind eine akute Bedrohung für die Tierwelt. (Fotomontage) © Robert Michael

Corona in Heidelberg: 125.000 Impfungen seit Schließung der Impfzentren

Erstmeldung vom 2. Februar, 14:03 Uhr: Vier Monate nach Schließung der Impfzentren und ein knappes Vierteljahr nach der Errichtung der ersten Impfstützpunkte zieht das auch für Heidelberg zuständige Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis eine Bilanz der Impfungen, die seit dem 1. Oktober 2021 über die Mobilen Impfteams, die mobilen und dauerhaften Impfaktionen sowie über die Impfstützpunkte stattgefunden haben. Insgesamt sind (Stand: 31. Januar) seit Schließung der Impfzentren am 30. September im Zuständigkeitsbereich des Amts exakt 125.011 Impfdosen verimpft worden.

StadtHeidelberg (Baden-Württemberg)
Einwohnerzahl158.741 (Stand: 31. Dezember 2020)
Fläche108,83 km²
OberbürgermeisterEckart Würzner (parteilos)

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Knapp 100.000 davon entfallen auf die Mitte November in Betrieb gegangenen dauerhaften Impfaktionen bzw. auf die wenig später gestarteten Impfstützpunkte – die restlichen Impfungen erfolgten mobil. Etwa ein Fünftel (20.223) der stationären Impfungen fanden im Impfstützpunkt Rhein-Neckar (PHV in Heidelberg) statt. Insgesamt verteilen sich die 125.011 verabreichten Impfdosen auf 12.849 Erstimpfungen, 7.791 Zweitimpfungen und 104.371 Drittimpfungen, womit die Quote für Booster-Impfungen bei 83,5 Prozent liegt. Seit dem Beginn der Kinderimpfungen am 16. Dezember erfolgten bislang in den Impfstützpunkten Rhein-Neckar und Sinsheim 3.807 Erst-und 2.257 Zweitimpfungen (diese sind in der Gesamtzahl enthalten). (mko/pek/PM/dpa)

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