1. Heidelberg24
  2. Heidelberg

Ab Herbst in Heidelberg: 3-Euro für ÖPNV-Ticket für Kinder und Jugendliche

Erstellt:

Von: Florian Römer

Kommentare

Heidelberg – Die erste Phase des Gratis-ÖPNV war ein Erfolg. Ab Herbst können Kinder und Jugendliche zwar nicht kostenlos, aber dennoch günstig Busse und Bahnen nutzen:

Update vom 21. Juli: Der Heidelberger Gemeinderat hat am Mittwoch (20. Juli) das neue 3-Euro-Ticket auf den Weg gebracht. Das Projekt ist zunächst auf ein Jahr angelegt. Nach sechs Monaten will man sich im Rahmen einer Evaluation die Fahrgastzahlen genau anschauen.

Ab Herbst in Heidelberg: 3-Euro für ÖPNV-Ticket für Kinder und Jugendliche

Update vom 8. Juli: Kostenlos werden Kinder und Jugendliche ab Herbst zwar nicht den ÖPNV nutzen können, erschwinglich wird es dennoch werden. Der Haupt- und Finanzausschuss hat sich am Mittwoch (6. Juli) auf eine Lösung geeinigt. Demnach werden Kinder, Jugendliche und Schüler unter 21 Jahren ab Schuljahresbeginn 2022/23 drei Euro für ein Monatsticket im ÖPNV zahlen.

Auch Inhaber des „Heidelberg-Pass“ und des „Heidelberg-Pass+“ werden dann ein Jahresticket für drei Euro monatlich bekommen können. Senioren über 60 Jahre werden ab Herbst ebenfalls günstiger Bus und Bahn fahren: Die „Karte ab 60“ wird dann mit 200 Euro im Jahr bezuschusst. Der Gemeinderat muss dem Plan am 20. Juli noch zustimmen.

Heidelberg: OB Würzner kämpft um Gratis-ÖPNV für Kinder und Jugendliche

Erstmeldung vom 6. Juli: An vier Wochenenden im Frühjahr konnten Fahrgäste in Heidelberg den ÖPNV kostenlos nutzen. Laut Stadt war der Verkehrsversuch ein voller Erfolg. Im Herbst soll eigentlich die zweite Stufe folgen: Kinder und Jugendliche sollen gratis Bus und Bahn nutzen können. Aber dafür gibt es im Gemeinderat wohl keine Mehrheit.

StadtHeidelberg (Baden-Württemberg)
Einwohnerzahl158.741 (Stand: 31. Dezember 2020)
Fläche108,8 km²
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Heidelberg: Doch kein Gratis-ÖPNV für Kinder und Jugendliche ab Herbst?

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner macht sich dennoch weiter für die schrittweise Einführung des Gratis-ÖPNV in Heidelberg stark. Sein Vorschlag: Kinder und Jugendliche können Busse und Bahnen in der Universitätsstadt ab dem Herbst kostenlos nutzen. Für Senioren soll es ein 365-Euro-Ticket geben. Die Idee wird am Mittwoch (6. Juli, 17:30 Uhr) im Haupt- und Finanzausschuss diskutiert.

Eine Mehrheit dürfte sich im Gremium aber nicht finden. Vergangene Woche bügelte der Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobilität den Verwaltungsvorschlag ab. Rathauschef Würzner appeliert dennoch für die Umsetzung des Plans nach Vorbild der südfranzösischen Partnerstadt Montpellier: „Das dient sowohl dem Klimaschutz als auch der sozialen Gerechtigkeit.“

Würzner plädiert für Einführung des Gratis-ÖPNV in Heidelberg

„Ich finde es sehr schade, dass weite Teile des Gemeinderats beim kostenlosen Nahverkehr auf der Bremse stehen“, kommtentiert OB Würzner die ablehnende Haltung des Stadtgremiums. „Durch kostenlosen Nahverkehr steigt die Nutzung des ÖPNV und es gibt einen Umsteigeeffekt vom Auto auf Busse und Bahnen. Das hat unsere erste Stufe mit vier kostenlosen Samstagen gezeigt.“

Im Schnitt verschafften die Gratis-Samstage dem ÖPNV 15 Prozent mehr Fahrgäste, geht aus einer Erhebung hervor. zur Langen Einkaufsnacht waren es sogar 23 Prozent. Gleichzeitig ging die Zahl der Autos auf den Hauptverkehrsachsen an den betreffenden Samstagen um acht Prozent zurück.

Heidelberg: Gratis-ÖPNV „soziale Entlastung und Beitrag zur Mobilitätswende“

Bundesweit werde auch das 9-Euro-Ticket hervorragend angenommen, so Würzner weiter. Deshalb wolle er sich weiter für ein attraktives Angebot für Unter-18-Jährige und Senioren im Herbst einsetzen. Für die vier Gratis-Samstage im Frühjahr hatte der Gemeinderat 140.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Übrigens: Unser HEIDELBERG24-Newsletter informiert Dich regelmäßig über alles Wichtige, was in Deiner Stadt und Region passiert.

„Damit leisten wir nicht nur einen Beitrag auf dem Weg zur Klimaneutralität und zur Mobilitätswende. Es handelt sich auch um eine soziale Entlastung, die in diesen Zeiten dringend geboten ist“, sagt Würzner. (rmx/pm)

Auch interessant

Kommentare