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Heidelberg: Politik-Sensation – Wird Franziska Brantner neue Grünen-Chefin?

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Von: Peter Kiefer

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146. Sitzung Bundestag
Beerbt die Heidelberger Abgeordnete Dr. Franziska Brantner (42) Annalena Baerbock (40) als Grünen-Chefin? (Fotomontage) © Britta Pedersen

Berlin – Gelingt der Heidelberger Abgeordneten Franziska Brantner der ganz große Wurf? Die Politikerin will Grünen-Chefin werden. Warum das von Annalena Baerbock abhängt:

Geht die Heidelberger Grünen-Bundestagsabgeordnete Dr. Franziska Brantner (42) schon bald den nächsten Karriere-Schritt? Und zwar nach ganz oben? Jetzt soll die 42-Jährige ihren Namen selbst als potenzielle Nachfolgerin von Grünen-Chefin Annalena Baerbock (40) ins Rennen geworfen, sollte diese in einer wahrscheinlichen Ampel-Regierung ein Ministeramt übernehmen. Baerbock ist seit Januar 2018 gemeinsam mit Robert Habeck (52) in einer Doppelspitze die Bundesvorsitzende ihrer Partei – so wie dies bei den Grünen längst Tradition ist.

Hintergrund: Eine Doppelfunktion von Partei-Vorsitz und Ministeramt untersagen die parteiinternen Regularien der Grünen. Gleich mehrere Medien haben über die Pläne von Franziska Brantner berichtet, den Platz an der Sonne anzustreben, sollte Annalena Baerbock zur Bundesministerin aufsteigen.

StadtHeidelberg
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohnerzahl161.485 (Stand: 31. Dezember 2019)
Fläche108,84 km²
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

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Franziska Brantner aus Heidelberg: Vom MdB zur Grünen-Parteivorsitzenden?

Bei der Bundestagswahl am 26. September 2021 hatte Dr. Franziska Brantner den Wahlkreis 274 Heidelberg/Weinheim mit 30,17 Prozent (53.288) der gültigen Stimmen souverän gewonnen – erstmals als Direktmandat. Mit deutlichem Vorsprung vor Alexander Föhr (CDU) mit 24,11 % und Elisabeth Krämer (SPD) mit 20,16 Prozent der Erststimmen. Brantner hatte in die Landesliste der Grünen gemeinsam mit Cem Özdemir (55) angeführt.

Wahlkampfauftakt der Grünen in Baden-Württemberg
Im Juli 2021 noch im Wahlkampf: Franziska Brantner mit Annalena Baerbock und Ministerpräsident Winfried Kretschmann. (Archivfoto) © Uwe Anspach

Ihr politischer Werdegang: Die promovierte Politikwissenschaftlerin Franziska Brantner ist im Jahre 1996 der Grünen Jugend beigetreten. Dort schaffte sie es schnell in den Landesvorstand (1996–1997) in Baden-Württemberg sowie in den Bundesvorstand (1997–1999).

Die im südbadischen Lörrach geborene Brantner ist nach zuvor vier Jahren im Europäischen Parlament bereits seit 2013 Bundestagsabgeordnete. Damit hat sie die Nachfolge von Fritz Kuhn (66) angetreten, für den sie über die Landesliste nachgerückt ist. Aus einer Beziehung mit dem Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (49) hat Franziska Brantner eine 11-jährige Tochter.

Die viersprachige Politikerin (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch) ist eine überzeugte Europäerin. Bei einigen der ‚Lieblingsthemen‘ der Grünen, wie etwa einer umstritten überkorrekten Gendersprache oder der Geschlechterquote, gilt Brantner als recht unkompliziert. Da kann‘s auch schonmal kontra geben. Auch ist sie keine Hardcore-Vegetarierin, die Fleischessern ihren Genuss verderben will – etwa durch fleischlose Tage in Kantinen. (pek)

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