7-Jährige missbraucht: Prozessfortsetzung

„Ich weiß, was ich getan habe.“

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32-Jähriger soll die damals 7-jährige Tochter seiner Lebensgefährtin sexuell missbraucht haben (Symbolbild).

Heidelberg - Er soll sich an der damals 7-jährigen Tochter seiner Freundin sexuell vergangen haben – am Montagmorgen wurde der Prozess gegen Christian J. (32) im Heidelberger Landgericht fortgesetzt.

Der Angeklagte betritt am Montag mit Fußfesseln den Gerichtssaal.

Christian J. wird „in zwei Fällen pro Woche, also in insgesamt 46 Fällen des einfachen sexuellen Missbrauchs an der Tochter seiner damaligen Lebensgefährtin vorgeworfen. Die Taten fanden zwischen Juli 2011 und Januar 2012 statt. 

Christian J. hatte die Taten am Donnerstag (5.März) eingeräumt!

Doch noch weitere Details werden zu Beginn der Verhandlung offen gelegt: Der Angeklagte verbüßte bereits eine 1-jährige Haftstrafe wegen Besitzes und Verbreitung    kinderpornografischer Schriften!

Es wird ein Video abgespielt – zu sehen: Die polizeiliche Vernehmung des 7-jährigen Opfers. Aus Jugendschutzgründen wird die Öffentlichkeit beim Abspielen des Videomaterials ausgeschlossen. 

Ist Christian J. (32) voll schuldfähig? Auch diese Frage soll an diesem Tag geklärt werden.

Eine Untersuchung des Angeklagten durch den Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie ergibt, dass Herr J. „ein intensives und anhaltendes sexuelles Interesse an  ungewöhnlichen Objekten hat. Dies äußert sich bei Herrn J. in Form einer kinderbezogenen Sexualität besonders mit deutlich vorpubertärem Entwicklungsstatus. Vorzugsweise bei Kindern unter 3 Jahren.

Der Facharzt macht dennoch klar:

„Man kann bei Herrn J. NICHT von einer Persönlichkeitsstörung sprechen! Es liegt auch keine der großen psychiatrischen Erkrankungen vor – zum Beispiel Schizophrenie!“

„Seine sexuellen Vorlieben sind in eine ausgewogene Persönlichkeitsstruktur eingebettet. Pädophilie ist Schicksal und nicht Wahl – ausgesucht wird nur der indiviuelle Umgang damit“ so der Facharzt. Diese Fakten sprechen für eine Schuldfähigkeit!

Der Fund von 40 Schnullern in seinem Bett, wird ebenfalls einem besonders ausgeprägten Fetisch zugeordnet: Die Vorliebe an Schnullern-Flaschen-Windeln. 

Mit den letzten Worten des Angeklagten endet die Sitzung am Vormittag: „Ich weiß, was ich getan‘ habe.“ 

Eine Urteilsverkündung wird für Donnerstag, 12.3 erwartet. 

>>> soweit die Berichterstattung von HEIDELBERG24

lin

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