Adenauerplatz statt Friedrich-Ebert-Anlage

Wegen 100 Metern: Künstlerin irrt sich in Unterführung – droht eine Anzeige?

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In dieser Fußgängerunterführung zwischen Friedrich-Ebert-Anlage und Gaisberg-Tunnel ist das bemalen offiziell erlaubt!

Heidelberg-Altstadt - Marina Volkova verschönert seit Ende Juli die Fußgängerunterführung unter dem Adenauerplatz. Blöd nur, dass sie sich in der Unterführung geirrt hat! Droht ihr jetzt eine Anzeige?

Am Mittwoch (5. September) berichten wir über die Street Art in der Fußgängerunterführung unter dem Adenauerplatz. Marina Vokova arbeitet seit Ende Juli an den Malereien. Ihrer Meinung nach völlig legal. Ein Irrtum? 

Am Donnerstag (6. September) erfahren wir: Die Fußgängerunterführung unter dem Adenauerplatz ist keine der Flächen, die offiziell bemalt werden dürfen! Die vorgesehene Unterführung befindet sich nämlich Hundert Meter weiter östlich zwischen Friedrich-Ebert-Anlage und und Gaisberg-Tunnel.

Street-Art-Künstlerin Marina Vokova wollte nur die Fußgängerunterführung unter dem Adenauerplatz verschönern: Jetzt folgt die Anzeige wegen Sachbeschädigung!

Ist das Kunst oder kann das weg?

Blöd nur, dass das das Amt für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg es anders sieht: Es will nun eine Anzeige wegen Sachbeschädigung erstatten und das Kunstwerk selbst entfernen! Die Reinigung soll sich laut Angaben von Jürgen Lang, Amt für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg, auf schätzungsweiße 2.500 bis 3.000 Euro belaufen. 

Street Art unter Adenauerplatz: Das steckt dahinter!

Gute Kunst ist eben teuer! Manchmal auch für die Schöpfer selbst. Das Absurde: Jürgen Lang findet selbst Gefallen an der Malerei. Vergleicht das Kunstwerk auf der grauen Betonwand allerdings mit einem Gemälde auf dem Auto. Es sei zwar schön - will man aber nicht auf dem Auto haben, so der Mann.

Wiederholte Verwechslung

Bereits im letzten Jahr verwechselt eine Gruppe von Graffiti-Sprayern die offizielle Sprayfläche in der Friedrich-Ebert-Anlage, mit der Fußgängerunterführung unter dem Adenauerplatz. Auch sie muss fast 2.000 Euro für das Missverständnis blechen

Verständlich? Denn irgendwie sehen die weißen Kacheln in der Unterführung ja auch fast aus wie eine dafür gefertigte Leinwand. Vielleicht sollte die Stadt Hinweisschilder aufstellen...

jmb

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