Wegen umstrittener Äußerungen

In PHV: AfD-Kandidat von Flüchtlingshilfe ausgeschlossen

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In Patrick Henry Village arbeiten auch von der Bundeswehr eingesetzte Soldaten und Reservisten als Helfer bei der Registrierung von Flüchtlingen.

Heidelberg – AfD-Kandidat Günter Lehnardt darf wegen umstrittener Äußerungen nicht weiter bei der Registrierung von Flüchtlingen im Patrick Henry Village mithelfen. Die Hintergründe: 

Nach dem vielfach kritisierten Äußerungen von Frauke Petry (AfD) Ende Januar, hatte auch er sich im Gespräch mit den Stuttgarter Nachrichten positiv zum Schusswaffengebrauch an deutschen Grenzen geäußert. 

„Dem Flüchtling ist es doch egal, an welcher Grenze, an der griechischen oder an der deutschen, er stirbt“, sagt er der Zeitung. Wenn bewaffnete Grenzkontrollen gefordert würden, frage er sich: „Wozu ist eine Waffe da, wenn nicht zum Schießen?“

Lenhardt arbeitete zum Zeitpunkt des Interviews als freiwilliger Reservist in der Bundeswehr-Gruppe „Helfende Hände“ im Patrick Henry Village und war für das Röntgen der Flüchtlinge zuständig.  

Verbot politischer Äußerungen

Aufgrund seiner Aussagen wird Lenhardt nun in den Innendienst versetzt, bestätigt ein Bundeswehrsprecher am Dienstag einen Bericht der Rhein-Neckar-Zeitung.

„In der Bundeswehr gibt es ein Verbot, sich als Soldat politisch zu äußern“, erklärt er. 

Nach internen Gesprächen am Mittwoch wird entschieden, ob er an die Arbeit in Heidelberg zurückkehren kann. „Es sieht gerade aber nicht so aus“, so der Bundeswehrsprecher.

sag/dpa

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