Beschlossene Sache

Alternative zur Bettensteuer: Was sich ab 2018 ändern wird!

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Alternativkonzept statt Bettensteuer: Was sich ab 2018 ändern wird (Archivfoto)

Heidelberg - Seit Donnerstag sind die Diskussionen um die Bettensteuer Geschichte. Doch was bedeutet das Alternativkonzept konkret? Was wird sich ändern? Und ab wann? 

Am Donnerstag (16. November) hat der Gemeinderat mehrheitlich gegen die heiß umstrittene Bettensteuer und für das Alternativkonzept gestimmt. Was kommt jetzt aber auf Heidelberg, Bürger und Touris zu? 

Die Details zum Konzept

Während die Betten- beziehungsweise Übernachtungssteuer vor allem Touristen betroffen hätte, die länger in Heidelberg verweilen, legt das Alternativkonzept den Fokus auf Tagestouristen. 

Grund: Mehrtagesgäste geben durchschnittlich 170 Euro am Tag aus -  viermal so viel wie ein Tagestouri. Sie stärken damit die Wirtschaft und reduzieren außerdem den Verkehr in der Stadt. Eine Bettensteuer würde jedoch das Hotelgewerbe belasten und Gäste könnten auf das Umland ausweichen. Deshalb sollen sich lieber Tagestouristen stärker an die hohen Infrastrukturkosten in Heidelberg beteiligen. 

Das Alternativkonzept sieht dafür eine Erhöhung des Kombitickets für die Bergbahn und den Eintritt ins Schloss vor. 

Das heißt: Zum 1. Januar 2019 wird das Ticket für Erwachsene einen Euro teurer sein. 70 Cent von jedem Euro sollen dann an die Stadt gehen und eine jährliche Einnahme von rund 525.000 Euro erzielen. Im Jahr 2021 soll das Ticket noch einmal um einen Euro erhöht werden, wodurch weitere 220.000 Euro (30 Cent pro Euro) eingenommen werden können.

Außerdem sollen Hoteliers einen einmaligen und freiwilligen Beitrag in Höhe von insgesamt 300.000 Euro im Jahr 2018 an Heidelberg Marketing abgeben.

Ab wann wird sich die Alternative lohnen?

Das Alternativkonzept soll 2018 etwa 895.000 Euro, 2019 circa 1,12 Millionen Euro und 2021 rund 1,34 Millionen Euro erzielen. Ab 2019 ist die Summe damit annähernd so groß wie die Einnahmen, die durch die Einführung der Übernachtungsteuer jährlich zu erwarten gewesen wären. Ab dem Jahr 2021 übersteigt die Summe des Alternativkonzeptes gar die kalkulierten Einnahmen durch die Übernachtungsteuer.

pm/jol

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