„Wirtschaftlich unzumutbar“

Nach ‚Lux-Harmonie‘: Auch ‚Schlosskino‘ wird abgerissen!

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Das waren noch Zeiten! Im Jahr 1979 lief im Schlosskino der 2. Teil des Kassenschlagers „Eis am Stiel“.

Heidelberg-Altstadt - Ein Stück Kulturgeschichte wird aus der Altstadt bald verschwinden: Das ehemalige Schlosskino wird abgerissen! Gibt es schon neue Pläne für den Bauplatz?

Erst ‚Lux-Harmonie‘ und nun das ‚Schlosskino‘...

Das Kult-Kino kennen viele Heidelberger aus ihrer Kindheit und Jugend. Doch das ist bald Geschichte: Das ‚Schlosskino‘ in der Hauptstraße 42 wird abgerissen! 

Die Abbruchgenehmigung sei bereits erteilt worden, bestätigt uns die Stadt Heidelberg auf Anfrage. Wann es allerdings soweit sein wird, sei noch unklar.

Klar ist: Das Gebäude, das 1937/38 als Kino konzipiert wurde, steht als Kulturdenkmal zwar unter Denkmalschutz, doch der Erhalt des Gebäudes ist wirtschaftlich unzumutbar

Nach dem Ende des Kinobetriebs im Jahr 2009 wurden die Räume bis 2012 für Probezwecke des Theaters genutzt.

Nach dem Ende des Kinobetriebs im Jahr 2009 wurden die Räume bis 2012 für Probezwecke des Theaters genutzt. Jetzt steht das Kinogebäude samt Foyer bereits seit sechs Jahren leer

„Für die Weiterführung als Kino konnte kein geeigneter Betreiber ermittelt werden“, sagt eine Pressesprecherin der Stadt Heidelberg. Also wurde geprüft, ob eine andere denkmalgerechte Nutzung des Gebäudes in Frage kommt, damit das Denkmal erhalten werden kann.

Das ehemalige Schlosskino in der Hauptstraße 42 wird abgerissen.

Allerdings sei man hier zu dem Entschluss gekommen, dass die Sanierungskosten für jede mögliche Art der Nutzung viel zu hoch wären. Deswegen mussten die Denkmalschutzbehörden dem Abriss des Schlosskinos zustimmen.

Eigentümer des ‚Schlosskinos‘ ist seit 2008 die Volksbank Kurpfalz. Es gäbe bereits Vorüberlegungen seitens der Bank, was an dieser Stelle entstehen könnte. Konkrete Pläne soll es allerdings noch nicht geben. 

Diese müssen in Form eines Bauantrags, der den öffentlich-rechtlichen Vorschriften entsprechen muss, bei der Stadt gestellt werden. Da das Grundstück in der Altstadt liegt, müsse sich das neue Bauvorhaben auch in die Umgebung denkmalverträglich einfügen, heißt es von der Stadt Heidelberg.

jab

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