5. Historischer Rückblick

Die Geschichte des Heidelberger Brückenaff‘

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Die Geschichte des Heidelberger Brückenaff'

Heidelberg-Altstadt - Alle Heidelberger kennen und lieben den Brückenaffen auf der Alten Brücke. Doch seit wann gibt es ihn eigentlich? Und warum wurde er überhaupt aufgestellt?

Der Heidelberger Brückenaff' ist aus der Stadt nicht mehr wegzudenken. Jeden Tag laufen hunderte Menschen an ihm vorbei und wer von uns hat nicht schon ein Foto von beziehungsweise mit ihm gemacht? 

Doch warum ist er überhaupt auf der Alten Brücke aufgestellt worden? Für diese Antwort reisen wir rund 530 Jahre zurück.

Bereits im Jahre 1481 gab es einen Brückenaffen in Heidelberg. Es saß im Turm der damaligen Brücke, wurde allerdings im Pfälzer Erbfolgekrieg zerstört.

Er wurde damals zum Spott aufgestellt und sein ,Kurpfälzischer Gruß', der Griff an sein blankes Hinterteil, galt besonders den Mainzer Bischöfen. Denn die Heidelberger wollten damit zeigen, dass ihre Stadt den Kurfürsten und nicht mehr den Bischöfen gehörte. Darüberhinaus hielt auch der ehemalige Affe einen Spiegel in der Hand, der die Bürger zur Selbstreflexion aufforderte.

Seit dem 17. Jahrhundert befindet sich das bis heute existierende Gedicht von Martin Zeiller neben dem Affen: 

„Was tust Du mich hier angaffen? Hast Du nicht gesehen den alten Affen. Zu Heidelberg sieh Dich hin und her. Da siehst Du wohl meines Gleichen mehr.“ 

Der Text bezog sich auf das studentische Treiben zur damaligen Zeit.

Der bronzene Affe

1977 entwarf Gernot Rumpf, ein deutscher Bildhauer, auf Wunsch des Vereins ,Alt Heidelberg‘ den bronzenen Brückenaffen, den wir bis heute kennen. 1979 wurde er auf der Brücke aufgestellt. 

Der neue ,Briggeaff‘ soll ein Sinnbild für Eitelkeit (Spiegel und Ring), Hässlichkeit und Lüsternheit (nacktes Hinterteil) sein. Die ausgestreckten Finger an seiner rechten Hand sollen die bösen Blicke abwenden. Wer also den Affen spöttisch anschaut, bekommt den Spott einfach wieder zurück.

Die Geschichte des Heidelberger Brückenaff'

Streichelst Du übrigens über den Spiegel, sollst Du Wohlstand bekommen. Streichelst Du über die ausgestreckten Finger, kommst Du wieder zurück nach Heidelberg und fasst Du die Mäuse an, wirst Du viele Kinder kriegen - so sagt es zumindest der Mythos. 

Wir von HEIDELBERG24 haben auf jeden Fall ganz oft über die Finger des Affens gestreichelt!

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jol

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