Mehr Männer als Frauen abhängig

Drogen in Heidelberg: Fachstelle Sucht zieht Bilanz

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In Heidelberg auf Platz eins der konsumierten illegalen Drogen: Cannabis.

Heidelberg-Altstadt – In Heidelberg gibt es zwar keine ‚offene' Drogenszene. Dennoch sind auch hier viele Bewohner abhängig von illegalen Substanzen. Wir haben bei der Fachstelle Sucht nachgefragt:

Nach groben Schätzungen der Fachstelle Sucht Heidelberg sind 200 bis 300 Menschen in der Stadt abhängig von Opiaten und zwei bis drei Mal so viele Heidelberger von Cannabis. Die Experten betonen allerdings, dass es sich dabei um eine Dunkelziffer handelt.

Die offiziellen Zahlen von Polizei und Suchtberatung seien nur die Spitze des Eisbergs.

70 Prozent der Hilfesuchenden sind demnach  männlich, aber die Frauen seien „am Aufholen“, meinen die Zuständigen der Heidelberger Fachstelle Sucht auf Nachfrage von HEIDELBERG24. Die meisten der Drogenabhängigen kämen aus den Stadtteilen Wieblingen, Rohrbach, Boxberg und Emmertsgrund.

Überraschend: Der größte Teil der Klienten der kostenlosen Beratungsstelle geht einer normalen Beschäftigung nach. Lediglich ein geringer Prozentteil – insbesondere Langzeitabhängige – bezieht Arbeitslosengeld oder teilweise auch Rente.

Im Unterschied zu anderen deutschen Städten gibt es in Heidelberg keine ‚offene Drogenszene‘.

Die Fachstelle Sucht Heidelberg ist eine Anlaufstelle für alle, die professionellen Rat bei Suchtproblemen – bei sich selbst oder im Umfeld – suchen. Neben psychologischer Beratung bieten die Mitarbeiter auch begleitende Schulungen, Kurse und Präventionsmaßnahmen an.

eep

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