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Heidelberg: Klappstuhl-Krieg in Altstadt beigelegt! 104-Jähriger darf vorm Haus sitzen

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Von: Peter Kiefer

In der Heidelberger Pfaffengasse bedanken sich Anwohner für das Einlenken der Stadt in puncto Klappstühle vorm Haus.
In der Heidelberger Pfaffengasse bedanken sich Anwohner für das Einlenken der Stadt in puncto Klappstühle vorm Haus. © HEIDELBERG24/Celine Burghardt

Heidelberg – Weil ein 104-Jähriger und andere Altstadt-Bewohner auf Klappstühlen vor den Häusern sitzen, gab‘s Zoff mit dem Ordnungsdienst. Jetzt lenkt die Stadt ein. So bedanken sich Anwohner:

Update vom 20. Juli, 8:23 Uhr: Jetzt scheint das „Kriegsbeil“ endgültig begraben. Mit einer netten Geste bedanken sich Anwohner der Pfaffengasse für das Anlenken der Stadt Heidelberg in Sachen Duldung von Klappstühlen in der engen Gasse. So ist an einem Haus eine schwarz-gelbe Fahne mit dem Heidelberger Stadtwappen gehisst worden, auf er zu lesen ist: „Danke an die Stadt“.

In der Heidelberger Pfaffengasse bedanken sich Anwohner für das Einlenken der Stadt in puncto Klappstühle vorm Haus.
In der Heidelberger Pfaffengasse bedanken sich Anwohner für das Einlenken der Stadt in puncto Klappstühle vorm Haus. © HEIDELBERG24/Celine Burghardt

Heidelberg: Klappstuhl-Krieg in der Altstadt beigelegt! 104-Jähriger darf vorm Haus sitzen

Erstmeldung vom 16. Juli: In einem kurios anmutenden Disput mit Heidelberger Bürgern, die regelmäßig mit Klappstühlen vor dem Haus in der Altstadt sitzen, ändert der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) der Stadt Heidelberg jetzt seinen Kurs. „Künftig werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KOD nur noch bei Gefahr im Verzug, beispielsweise bei versperrten Rettungswegen, eingreifen“, teilte ein Sprecher der Stadt am Donnerstag (15. Juli) mit. Dort, wo es unkritisch ist, werde der KOD nicht aktiv. Der Ordnungsdienst sei aktiv geworden, „weil sich Anwohner über die draußen sitzenden Nachbarn beschwert hatten“, erklärte der Sprecher.

StadtHeidelberg
BundeslandBaden-Württemberg
Fläche108,8 km²
Einwohnerzahl161.485 (Stand: 31. Dez. 2019)
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Die „Rhein-Neckar-Zeitung“ hatte zuerst über den „Klappstuhl-Krach“ berichtet, von dem auch ein 104-jähriger Mann betroffen sei. Es solle sich kein „Biergarten-Chaos“ in der Stadt etablieren, hatte es dem Bericht zufolge geheißen. Es dürfe nichts die Gehwege blockieren, Rettungswege müssten frei bleiben und die Menschen sollten sich nicht daran gewöhnen, dass das Sitzen auf den Gehwegen geduldet werde. Der KOD habe die Personalien der Anwohner aufgenommen. Diese treffen sich der Zeitung zufolge auf der gepflasterten Gasse unter anderem, um freitagabends miteinander Wein zu trinken und zu plaudern. Das Sitzen vor der Haustür habe jahrzehntelang niemanden gestört, berichteten die Anwohner demnach.

Ein Klappstuhl steht in der Pfaffengasse. In einem kurios anmutenden Disput mit Bürgern, die regelmäßig mit Klappstühlen vor dem Haus sitzen, ändert der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) seinen Kurs und kontrolliert nur noch bei Gefahr in Verzug.
Ein Klappstuhl steht in der Pfaffengasse. In einem kurios anmutenden Disput mit Bürgern, die regelmäßig mit Klappstühlen vor dem Haus sitzen, ändert der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) seinen Kurs und kontrolliert nur noch bei Gefahr in Verzug. © Julia Giertz/picture alliance/dpa

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Heidelberg: Petition kämpft für 104-jährigen Klappstuhl-Rentner

Die Geschichte des 104-Jährigen zog im Internet große Kreise und löste sogar eine Petition aus: „Der älteste Heidelberger soll weiter vor seinem Haus sitzen dürfen!!!“ Bis Donnerstagnachmittag hatten schon 1.250 Unterstützer (Stand 16. Juli, 9 Uhr) digital unterschrieben. „Auch wenn es vielleicht gegen die geltenden Regeln verstoßen sollte, so geht man nicht mit seinen Bürgern um insbesondere nicht mit einem Menschen in diesem Alter. Das gehört sich nicht!!!“, heißt es zur Petition. „Es muss doch möglich sein, da eine Lösung zu finden, oder?!“ (dpa/pek)

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