Vorläufiges Happy-End

Künstlerin bemalt falsche Unterführung: DAS soll jetzt damit passieren! 

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Künstlerin Marina Volkova hatte die falsche Unterführung bemalt. 

Heidelberg - Marina Volkova bemalt seit dem Sommer die Unterführung unter dem Adenauerplatz – doch wie sich herausstellt ist es die falsche! Ist das jetzt Kunst oder muss das weg? Das sagt die Stadt: 

Die Street-Art-Künstlerin Marina Volkova hatte während des Sommers die Wandflächen in der Unterführung am Adenauerplatz neu gestaltet – obwohl das gar nicht erlaubt war. Die für die Bemalung vorgesehene Unterführung befindet sich nämlich hundert Meter weiter östlich zwischen Friedrich-Ebert-Anlage und dem Gaisberg-Tunnel.

Durch einen HEIDELBERG24-Artikel über die Künstlerin erfuhr die Stadt, dass Volkova die falsche Unterführung bemalt hatte. Das Amt für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg wollte die Bemalungen erst entfernen lassen und Anzeige wegen Sachbeschädigung erstatten. Und das, obwohl ein Sprecher dieses Amtes, Jürgen Lang, durchaus Gefallen an der Kunst gefunden hatte. 

Street Art unter Adenauerplatz: Das steckt dahinter!

Doch jetzt scheint die Geschichte doch noch mit einem Happy End zu enden: 

Am Donnerstag (20. September) teilt uns die Stadt Heidelberg mit: Die Bemalungen können vorerst bleiben!    

Die Unterführung gehörte bislang nämlich nicht zu den Flächen, die für legale Bemalungen freigegeben sind. Volkova selbst hatte ihren Irrtum sofort zugegeben und war auf die Stadt zugegangen. „Wir haben jetzt einen Weg gefunden, der für alle Beteiligten eine gute Lösung darstellt“, sagt Bürgermeister Wolfgang Erichson, zu dessen Dezernat die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung gehört. 

Bemalte Unterführung wird Teil des Metropolink-Festivals!

Die Unterführung wird demnach ein Teil des Metropolink-Festivals – und daher können die gerade entstandenen Kunstwerke auch vorerst bleiben. Marina Volkova verpflichtet sich im Gegenzug, die verbliebenen Flächen auf eigene Kosten zu gestalten, so dass ein durchgehendes Kunstwerk entsteht. 

Eine „Ewigkeitsgarantie“ ist das für das Kunstwerk nicht – die Flächen des Metropolink-Festivals werden regelmäßig von anderen Künstlern neu gestaltet. 

„Ich danke dem Leiter des Metropolink-Festivals, Pascal Baumgärtner, der sich die Bilder in der Unterführung kurzfristig anschauen konnte. Seine Einschätzung, dass die Arbeiten künstlerische Qualität haben, war für uns sehr wichtig“, erklärt Erichson. 

Weniger Schmierereien durch Kunst in Unterführung? 

Auch das städtische Tiefbauamt und der zuständige Dezernent, Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck, hätten sich für die Beibehaltung des Kunstwerks ausgesprochen: „Die Hoffnung ist, dass bei einer künstlerisch hochwertigen Gestaltung der Unterführung die sonst üblichen Schmierereien zurückgehen. Es gibt Studien, die genau das belegen: Viele Sprayer respektieren herausragende Street-Art-Werke und halten sich mit Verunstaltungen zurück“, erklärt Erichson.

Ein (zumindest) vorläufiges Happy End also! 

kp

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