„Fischen ist Mord“

PETA demonstriert vor ‚Nordsee‘ in Altstadt

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Die Aktion von PETA vor der ‚Nordsee‘ in Heidelberg

Heidelberg-Altstadt - Mit menschlichen „Leichen“ im Fischernetz demonstriert PETA am Samstag in der Fußgängerzone. Was es mit dieser Aktion auf sich hat:

Das haben sich die Initiatoren der Protest-Aktion in der Altstadt am Samstag sicher anders vorgestellt. Angemeldet waren 15 Teilnehmer, tatsächlich dabei sind am Samstag weniger als die Hälfte. Auf Schildern zeigen sie Parolen wie „Fischen ist Mord“ und das Bild einer Forelle mit „Ich bin kein Fischstäbchen“. 

Zwei der Frauen stellten menschliche Leichen und Fischernetzen dar, ein Plüsch-Haifisch den Beifang, der bei der Fischerei anfällt. Anlass ist der zweite Internationale Welttag zur Abschaffung von Fischerei und Aquakultur.

Ihren Standort haben sich die Demonstranten ganz bewusst ausgewählt: Die „Nordsee“-Filiale in der Altstadt, wo an einem Samstag tausende Menschen vorbeilaufen.

Zum Internationalen Welttag zur Abschaffung von Fischerei und Aquakultur demonstrieren Mitglieder von PETA in der Altstadt.

„Wir sind ein Sprachrohr für die Tiere, die zwar getötet werden, aber kein Mitspracherecht haben“, erklärt Farzin Salimi, einer der Aktivisten des Heidelberger PETA Zwei-Streetteams. „Wir stellen fest, dass immer mehr Leute offen sind, wenn es ums Essen geht und wie wir Tiere behandeln“. Während er erzählt, verteilt er Flyer an die Passanten. Auch erläutert er den gesundheitlichen Aspekt beim Verzicht auf Fisch: „Durch die Verschmutzung und Vergiftung der Meere wird der Verzehr immer ungesünder.“

Die Wirkung der Aktion ist am Samstag – trotz Massen, die sich durch die Altstadt schieben – nicht wirklich groß. Die meisten Passanten nehmen kaum Notiz. Vom Besuch der „Nordsee“ lassen sich an diesem Tag wohl eher wenige abhalten...

chr

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