Restaurierung des Karlstors beendet

Geschafft! Wahrzeichen erstrahlt in neuem Glanz

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Endlich geschafft: Seit Dienstag (15. Januar) ist das Gerüst am Karlstor abgebaut.

Heidelberg-Altstadt - Seit August 2017 laufen die Restaurierungsarbeiten am Karlstor bereits – fast eineinhalb Jahre später nun die freudige Nachricht:

+++ UPDATE 17. Januar:

Es ist geschafft: Die Restaurierung des Karlstors ist abgeschlossen!

Seit dem 15. Januar ist das Gerüst abgebaut, der Blick auf das Wahrzeichen in der Altstadt endlich wieder freigelegt – sehr zur Freude aller Heidelberger und der zahlreichen Touristen der schönen Stadt am Neckar. Die Stadt Heidelberg hat seit August 2017 umfangreiche Naturwerksarbeiten am Karlstor durchgeführt, um das Gebäude zu erhalten und die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Dafür mussten unter anderem die Sandsteinornamente gesichert und ergänzt, die Stuckdecke im Durchgang instandgesetzt und der Anstrich erneuert, offene Fugen geschlossen und die Fassaden gereinigt werden. In den Innenräumen wurden die historischen Putze gesichert und die Originalholztüren repariert.

Besonderes Augenmerk lag auf den Löwenfiguren auf dem Karlstor: Alle vier Sandstein-Löwen des deutschen Bildhauers Peter Simone Lamine wiesen erhebliche Schäden auf. Die zwei auf der Ostseite des Tores konnten restauriert werden, die zwei Löwen auf der Westseite wurden im August 2018 durch Kopien ersetzt. 

+++ UPDATE (14:39 Uhr):

Nochmal zum Vergleich: Der alte Löwe und seine 1:1 Kopie

+++ UPDATE (12:50 Uhr):

Wenn alle Löwenteile oben sind, kann man sie leider aktuell noch nicht wirklich bewundern. Denn das Gerüst bedenkt die prächtigen Skulpturen. Erst im Oktober werden die Planen und das Gerüst verschwinden und die Heidelberger bekommen freie Sicht auf die Raubkatzen.

+++ UPDATE (12:30 Uhr):

Immer wieder halten Passanten an und verfolgen die Verladung. Ein Fußgänger bleibt bei uns stehen und meint: „So ein historisches Ereignis sieht man auch nicht alle Tage!

+++ UPDATE (11:45 Uhr):

Das Verladen dauert seine Zeit. Bislang sind die beiden Hinterteile der Löwen oben. Der erste Kopf wird nun befestigt und nach oben gebracht:

Löwe wird auf das Karlstor gehievt

+++ Bilder vom Verladen:

Fotos: Die Stein-Löwen kehren nach Heidelberg zurück!

+++ LIVE vom Karlstor: Die Löwen werden mit dem Kran an ihren Platz gesetzt!

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UPDATE (10:40 Uhr): Die Löwen rollen an! Sie werden jeweils in zwei Hälften transportiert, die je drei Tonnen wiegen. Anschließend hebt ein Kran sie an ihren Platz auf dem Karlstor.

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Das Karlstor wurde zwischen 1175 und 1781 für Kurfürst Karl Theodor errichten. Es war ein Dankesgeschenk der Heidelberger an den Fürsten. 

Mit den vielen Jahren setzte vor allem die Witterung dem Eingangstor ziemlich zu. Eine Sanierung war deshalb unausweichlich. Vor drei Jahren wurde das Gemäuer verpackt, um Fußgänger vor herabfallenden Steinen zu schützen.

Löwen hatten kein Gesicht mehr!

Die steinernen Löwen mussten im Oktober 2017 ebenfalls renoviert werden, da diese am schlimmsten zerstört waren. Die Fachspedition Fels übernahm den Transport. 

Der Projektleiter Gerd Grimm sagte damals: „Diese Projekt ist schon sehr außergewöhnlich, wann transportiert man schon einmal historische Skulpturen, die das erste Mal seit dem 18. Jahrhundert auf Reisen gehen.“ Damals bröselte der Sandstein der Löwen und die Gesichter waren schon nicht mehr erkennbar. 

Das Original, das letzten Jahr entfernt wurde.

Die Firma hatte die Löwen innerhalb weniger Stunden vom Eingangstor entfernt, verfrachtet und weggefahren.

Rund 40 Wochen später kehren die Löwen zurück!

Bei den Figuren, die am Montag (6. August) wieder auf dem Karlstor angebracht werden, handelt es sich nicht um die Original-Löwen. Klaus Locher, Steinmetz aus Fridingen, hat die zwei Meter langen und drei Meter hohen Raubkatzen 1:1 kopiert. 

Seit Dezember arbeitete er an dem authentischen Aussehen der Karlstor-Löwen. Die Originale befinden sich noch in seiner Werkstatt, sollen aber in Zukunft ebenfalls einen Platz in Heidelberg erhalten. 

jol

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