Unterrichtsbeginn am 10. September

Container nicht rechtzeitig fertig – Schulstart doch im unsanierten Hölderlin!

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Die Sanierung des Hölderlin-Gymnasiums sollte eigentlich in den Sommerferien beginnen.

Heidelberg-Altstadt - Eigentlich sollten die Ersatz-Container für das Hölderlin-Gymnasium zu Ferienbeginn stehen, damit das Gebäude saniert werden kann. Der Zeitplan verzögert sich: 

Jetzt heißt es doch für alle Schüler des Hölderlin-Gymnasiums: Schulstart im alten (unsanierten) Gebäude!

Das gibt die Stadt am Freitag (31. August) bekannt. Eigentlich sollte ein Teil der rund 850 Schüler in Ausweich-Containern in der Friedrich-Ebert-Anlage unterrichtet werden. Und das in 15 Klassenzimmern schon mit Unterrichtsbeginn am 10. September.

Doch die mit der Aufstellung der 84 Container beauftragte Firma konnte schon den ursprünglich zugesagten Termin zum Ende des abgelaufenen Schuljahrs nicht halten. Jetzt stellt sich heraus: Die Container werden auch zum zweiten Termin zum Ferienende nicht fertig! Die Ersatz-Klassenräume werden erst im Oktober bezugsfertig sein.

Ersatz-Container in der Friedrich-Ebert-Anlage.

Der Umzug in die Ersatzräume soll nach Rücksprache mit der Schulleitung in den Herbstferien (29. Oktober bis 2. November) erfolgen.

Stadt ist „not amused“

Wir ärgern uns sehr über diese Verzögerung, denn wir wissen natürlich um die Umstände, die das für Schüler, Lehrer und Eltern mit sich bringt. Alle Planungen waren darauf ausgerichtet, mit Beginn des neuen Schuljahres den Ausweichstandort zu beziehen“, sagt Dr. Joachim Gerner, Bürgermeister für Familie, Soziales und Kultur. 

Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck fügt an: „Eigentlich hatte die Firma uns die Fertigstellung zum Schuljahresende Ende Juli angekündigt. Wir haben mit der Geschäftsführung jetzt einen sehr strikten Zeitplan abgestimmt und erwarten die Fertigstellung definitiv bis Anfang Oktober – das sind dann über zwei Monate mehr als vereinbart.“ 

Verzögerungen bei der Container-Aufstellung

Laut Stadt laufen die Arbeiten an den Ausweichklassenzimmern seit dem 22. Mai. Insbesondere die Herstellung der Betonfundamente für die Container war offensichtlich aufwändiger als von der Firma eingeschätzt. Zudem kam es noch zu Verzögerungen bei der Anlieferung und Montage der Container, vor allem bei den Trockenbauarbeiten im Innenausbau. 

Das städtische Gebäudemanagement griff Anfang Juli erstmals ein und vermittelte hierfür eine zusätzliche Firma. In den folgenden Wochen gab es nahezu tägliche Baustellenbegehungen durch die Stadt. Ende August war dann aber offensichtlich, dass der Zeitverzug nicht mehr aufzuholen sein wird.

Hintergrund

Die Generalsanierung des Hölderlin-Gymnasiums ist mit 19,6 Millionen Euro Kosten die aktuell größte Modernisierungsmaßnahme im Schulbereich. Sie soll in zwei Bauabschnitten bis 2021 abgeschlossen sein. 15 Klassenzimmer samt Nebenräumen werden in dieser Zeit in Container ausgelagert. 

In einem ersten Bauabschnitt bis voraussichtlich Sommer 2019 soll zunächst die Tiefgaragenausfahrt aus dem Schulhof an die Friedrich-Ebert-Anlage verlegt werden. Die beiden Häuser 5 und 6 an der Ebert-Anlage 43 und 45 werden saniert. Saniert wird auch das zweite und dritte Obergeschoss der Häuser 1 und 2 in der Plöck.

Im zweiten Bauabschnitt bis Sommer 2021 wird ein eingeschossiger Anbau für die Theaterpädagogik errichtet mit Theatersaal, Bühne und Räumen für fachspezifischen Unterricht sowie Aufenthaltsflächen. Barrierefrei erschlossen werden die Häuser 3 und 4 an der Märzgasse mit Aufzug, barrierefreien Toiletten und barrierefreier Rampe zur Turnhalle. 

Die Sandsteinfassade von Haus 3 wird überarbeitet und erhält einen neuen Anstrich. In Haus 4 wird das Dach komplett saniert und die Lüftungsanlage in der Turnhalle erneuert. Die Neugestaltung des Schulhofs mit neuem Belag, Sitzgelegenheiten und Bepflanzung wird die Baumaßnahme abschließen.

pm/rmx

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