Motiv weiterhin unklar

Amokfahrt am Bismarckplatz: 35-Jähriger in Haftanstalt!

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Am 25. Februar rast ein 35-jähriger Student aus Heidelberg in eine Menschenmenge am Bismarckplatz.

Heidelberg - Vor genau zwei Monaten rast ein 35-jähriger Student am Bismarckplatz in eine Menschengruppe, tötet einen 73-Jährigen. Nun wurde der Amokfahrer von Heidelberg in eine Haftanstalt eingeliefert.

Zwei Monate nach der tödlichen Amokfahrt in eine Menschengruppe in Heidelberg kommt die Justiz bei der Suche nach den Hintergründen nur schleppend voran. 

Der Beschuldigte sei wegen eines Untersuchungshaftbefehls nun in einer Justizvollzugsanstalt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. 

>>> Themenseite: Amokfahrt am Bismarckplatz in Heidelberg

Der Mann war nach der Tat am 25. Februar bei der Festnahme von der Polizei angeschossen und zunächst in ein Krankenhaus gebracht worden. 

Zu einem möglichen Motiv oder der Schuldfähigkeit des Verdächtigen gibt es nichts Neues“, so der Sprecher weiter.

Mann nach Amokfahrt niedergeschossen!

Der 35-jährige Informatikstudent hatte drei Menschen angefahren. Ein 73-jähriger Mann erliegt kurz darauf in einem Krankenhaus seinen Verletzungen, ein Pärchen (32/29) kommt mit Prellungen davon. Dem Heidelberger wird unter anderem Mord vorgeworfen. 

Ein Gutachten soll klären, ob der Mann zum Beispiel durch Depressionen vermindert schuldfähig oder schuldunfähig gewesen sein könnte. 

Der Beschuldigte habe nicht unter Drogeneinfluss gestanden. „Betäubungsmittel konnten keine nachgewiesen werden“, sagte der Sprecher. Allerdings seien Spuren von Medikamenten im Körper gefunden worden. 

Ob sich diese möglicherweise auf die Schuldfähigkeit ausgewirkt haben, wird Gegenstand des Gutachtens zur eingeschränkten beziehungsweise aufgehobenen Schuldfähigkeit sein“, hieß es.

OB Würzner und Bürger trauern um Opfer

Rückblick

Am 25. Februar lenkt der 35-Jährige kurz vor 16 Uhr einen gemieteten Opel Astra auf den belebten Bismarckplatz, fährt vor einem Bäckerei-Verkaufsstand an der „Galeria Kaufhof“ drei Passanten um – eine vierte Person rettet sich durch einen Sprung beiseite.

Der Fahrer steigt danach aus und läuft mit einem Küchenmesser bewaffnet die Bergheimer Straße entlang in Richtung Thibaut-Straße. An der Haltestelle „Altes Hallenbad“ wird er schließlich von mehreren Polizisten gestellt.

Doch statt sein Messer trotz mehrfacher Aufforderung niederzulegen, bedroht er die Beamten. Nach dem erfolglosen Einsatz von Pfefferspray fällt schließlich ein Schuss aus einer Dienstwaffe, um den potenziellen Angriff zu stoppen. Wie der Oberstaatsanwalt betont, läuft gegen den Polizisten ein Prüfungsverfahren – kein Ermittlungsverfahren!

Mit einem lebensgefährlichen Bauchdurchschuss wird der Student schließlich in einer Heidelberger Klinik erfolgreich notoperiert. Seither schweigt der mutmaßliche Amokfahrer zu den Vorkommnissen.

dpa/rob

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