1. Heidelberg24
  2. Heidelberg

Amoklauf in Heidelberg: War Studentin (†23) das Hauptziel? Polizei rekonstruiert Tatablauf

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Katja Becher

Kommentare

Heidelberg - Auf dem Uni-Campus im Neuenheimer Feld verletzt ein Amok-Schütze mehrere Menschen und tötet eine Person. Die Polizei will die Tat nun rekonstruieren.

+++ News-Ticker aktualisieren +++

Update vom 26. Januar, 15:20 Uhr: Auch zwei Tage nach dem Amoklauf in Heidelberg sind noch viele Fragen offen. „Je tiefer wir die Dinge untersuchen, desto mehr neue Fragen tun sich auf“, erklärt Polizeisprecher Patrick Knapp. Mittlerweile habe man alle rund 30 Biologie-Studenten vernommen, die sich während der schrecklichen Tat im Saal aufgehalten haben. Die Ermittlungen der Polizei Mannheim gehen aber noch weiter. Man wolle daher den Amoklauf so genau wie möglich rekonstruieren.

Eine Obduktion der getötet 23-Jährigen soll zeigen, wie nahe sie dem mutmaßlichen Schützen gekommen ist. So könnte geklärt werden, ob sie ein Zufallsopfer gewesen ist oder ob der 18-Jährige es auf sie abgesehen hatte. Zwar hätten beide dasselbe Fach studiert, es gebe derzeit aber keine Hinweise darauf, ob sie sich gekannt haben. Eine weitere große Frage ist, wie der Täter die beiden Langwaffen unbemerkt auf den Campus schmuggeln konnte. Die Polizei gehe aktuell nicht von einem politischen Motiv aus. Die Durchsuchung der elektronischen Geräte könnten des Amokläufers könnten Antworten auf das Motiv liefern. Das ist bislang über den 18-Jährigen bekannt.

Amoklauf in Heidelberg: Neues Detail zum Täter – Gedenkfeier für Opfer am Montag

Update vom 25. Januar, 19:34 Uhr: Der Amokläufer an der Universität Heidelberg stammt ursprünglich aus Berlin. Das will die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Polizeikreisen erfahren haben. Demnach soll der 18-jährige Schütze im Stadtteil Wilmersdorf aufgewachsen sein. Zunächst hatte der „Mannheimer Morgen“ darüber berichtet. 

Die Heidelberger Studierendenvertretung erinnert mit einer digitalen Gedenkfeier an die getötete Studentin (†23). Am kommenden Montag (31. Januar) ist in der Heidelberger Peterskirche eine zentrale Trauerfeier geplant. Wie der „Mannheimer Morgen“ berichtet, soll es außerdem zwei Gedenkorte geben: An der Neuen Universität in der Heidelberger Altstadt und am Gebäude „Im Neuenheimer Feld 360“, dem Ort des Geschehens. Das teilt der Vorsitzende der Verfassten Studierendenschaft, Peter Abelmann, am Dienstag in Heidelberg mit. (dpa/fas)

Amoklauf in Heidelberg: Wer hat mutmaßlichem Täter die tödlichen Waffen verkauft?

Update vom 25. Januar, 14:00 Uhr: Die Polizei in Heidelberg hat eine Ermittlungseinheit mit dem Namen „Botanik“ ins Leben gerufen. Diese 32 Beamten umfassende Gruppe soll schnell herausfinden, was den mutmaßlichen Amokläufer zu seiner grausamen Tat getrieben hat. Der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl sei sich sicher, dass es der Einheit gelingen werde, schnell Licht ins Dunkel zu bringen.

Die Ermittler konzentrieren sich nach dem Amoklauf mit zwei Toten und drei Verletzten vor allem auf das Motiv des Attentäters und die Herkunft seiner Waffen. Es werde auch mit den Angehörigen des jungen Mannes gesprochen, der am Montag in einem Hörsaal mehrfach auf Studierende geschossen hatte, sagt ein Polizeisprecher. „Die Eltern des Opfers haben ein großes Leid, aber auch die des Täters“, ergänzt der Sprecher. Eine Chronologie des Amoklaufs in Heidelberg kannst Du hier nachlesen. Wie die Polizei zudem mitteilt, sind die drei verletzten Studenten nach einer ambulanten Behandlung wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Amoklauf in Heidelberg: Biologie-Student (†18) eröffnete Feuer in Uni-Hörsaal

Update vom 24. Januar, 19:38 Uhr: In einer Pressekonferenz haben Polizei und Staatsanwaltschaft am Abend weitere Details zum Ablauf des Amoklauf in Heidelberg genannt. Bei dem mutmaßlichen Tatverdächtigen habe es sich um einen 18-Jährigen Biologie-Studenten gehandelt. „Der 18-Jährige deutsche mutmaßliche Täter ging mit zwei Langwaffen bewaffnet, mit einer Doppelflinte und mit einer Repertierwaffe, in den Saal und hat mehrfach geschossen“, erklärt Polizeipräsident Siegfried Kollmar. Die Pressekonferenz zum Amoklauf im Ticker.

Update vom 24. Januar, 15:55 Uhr: Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur ist laut Sicherheitskreisen eines der vier Opfer seinen Schussverletzungen erlegen. Die junge Frau soll vom Täter einen Kopfschuss erhalten haben und wenige Stunden nach der schrecklichen Tat daran gestorben sein. Nach dem Amoklauf auf dem Gelände der Uni Heidelberg zeigen sich Studierende fassungslos. „Wir sind unendlich schockiert. Das ist eine Katastrophe, die sich allem Denkbaren zwischen Vorlesungen, Klausuren und Unileben entzieht“, sagte Peter Abelmann, Vorsitzender der Verfassten Studierendenschaft, am Montag.

Amoklauf in Heidelberg: Polizei gibt Entwarnung – „Gehen von Einzeltäter aus“

Update vom 24. Januar, 15:48 Uhr: Mittlerweile hat die Polizei endgültig Entwarnung gegeben:. „Wir gehen von einem Einzeltäter aus. Derzeit ist keine Gefahrenlage mehr gegeben.“ Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) schrieb nach dem Amoklauf auf Facebook: „Heutige Tag ist ein fürchterlicher für uns alle. Die Situation ist momentan undurchsichtig, deswegen bitte ich Sie, der Polizei Mannheim und Ihren Anweisungen zu folgen und keine vorzeitigen Spekulationen und Gerüchte zu verbreiten.“

Update vom 24. Januar, 15:11 Uhr: Wie die Polizei nun mitgeteilt hat, sei der Täter „bei laufender Vorlesung“ in einem Hörsaal der Uni mit einer Langwaffe um sich geschossen und dabei vier Personen teilweise schwer verletzt. Anschließend sei er in einen Außenbereich geflüchtet. „Derzeit ist keine Gefahrenlage mehr gegeben“, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Ermittlungen vor Ort laufen weiter auf Hochtouren. Mittlerweile wurde unter der Telefonnummer 0621/174-5055 ein Bürgertelefon für Angehörige eingerichtet. Hier findest Du außerdem eine Zusammenfassung, was zum Amoklauf in Heidelberg bisher bekannt ist.

Amoklauf in Heidelberg: Schüsse in Hörsaal – Täter soll selbst Student gewesen sein

Update vom 24. Januar, 15:07 Uhr: Laut dpa soll es nach dem Amoklauf in Heidelberg ingesamt vier Verletzte geben. Eines der Opfer sein beiden Schüssen im Hörsaal der Universität lebensgefährlich verletzt worden.

Update vom 24. Januar, 14:55 Uhr: Mittlerweile berichtet auch die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Sicherheitskreise, dass es sich bei dem Amokläufer selbst um einen Studenten gehandelt haben soll. Der Täter habe den dpa-Informationen zufolge habe mit einem Gewehr in einem Hörsaal der medizinischen Fakultät der Uni das Feuer eröffnet. Der Mann habe nach ersten Erkenntnissen keine politischen oder religiösen Motive gehabt. Er habe mehrere Gewehre bei sich gehabt und soll sich schließlich selbst erschossen haben. Diese Angaben wurden aber offiziell noch nicht bestätigt. Die Polizei erklärte: „Wir gehen nicht von weiteren Tätern aus.“ Zur Sicherheit werde das Gelände aber weiter abgesucht. Zur Identität der Verletzten gibt es weiterhin keine Angaben. Es gebe den Angaben zufolge auch einen Schwerverletzten.

Großeinsatz im Neuenheimer Feld
Schüsse in Uni-Hörsaal im Neuenheimer Feld © PR-Video/Priebe

Update vom 24. Januar, 14:40 Uhr: Weiterhin kreist ein Polizei-Hubschrauber über dem Gelände im Neuenheimer Feld, wo der Amoklauf am Montagmittag in einem Uni-Hörsaal stattgefunden hat. Wie Stefan Wilhelm, Pressesprecher der für Heidelberg zuständigen Polizei Mannheim, vor Ort erklärt, sei der Schütze nach seiner Tat zunächst geflüchtet und habe sich nach derzeitigem Ermittlungsstand „selbst erschossen“. Das Motiv des Täters sei Wilhelm zufolge derzeit weiterhin unklar. Auch echo24.de berichtet über den Amoklauf in Heidelberg.*

Amoklauf in Heidelberg: Polizei nennt weitere Details – Uni-Gelände wird abgesucht

Update vom 24. Januar, 14:26 Uhr: Laut aktuellen Informationen bleibt das Gelände um den Hörsaal, in dem die Schüsse gefallen sind, weiterhin weiträumig abgesperrt. Die Polizei gehe zwar nach bisherigen Erkenntnissen weiter von einem Einzeltäter aus, berichtet unter anderem die Tagesschau, jedoch wolle man sicher gehen, dass sich auf dem Uni-Gelände in Heidelberg nicht noch weitere Täter aufhielten. Bestätigt wurde mittlerweile auch, dass sich Schwerverletzte unter den Opfern befinden. Spekulationen mehrerer Medien, dass es sich bei dem Schützen um einen Studenten handle, wurden bisher hingegen noch nicht bestätigt.

Update vom 24. Januar, 14:04 Uhr: Wie ein Sprecher der Polizei Heidelberg gegenüber der „Welt“ erklärt, gehe man nach dem Amoklauf in einem Uni-Hörsaal im Neuenheimer Feld von einem Einzeltäter aus. Weitere Infos zu den Hintergründen der Tat und ob es sich bei dem Täter selbst um einen Studenten handelte, nannte der Sprecher nicht. Dies sei aktuell noch Gegenstand der Ermittlungen. Auch zur Art der Verletzungen der Opfer wurden noch keine Informationen bekannt. Laut ARD werde derzeit noch das Gelände abgesucht. Eine akute Bedrohungslage besteht aber aktuell offenbar nicht mehr.

Heidelberg: Schüsse in Uni-Hörsaal am Neuenheimer Feld – Täter nach Polizei-Angaben tot

Update vom 24. Januar, 13:51 Uhr: Wie die Polizei nun mitgeteilt hat, habe ein „Einzeltäter“ in einem Hörsaal der Uni Heidelberg im Neuenheimer Feld mehrere Personen mit einer Langwaffe (Gewehr) verletzt. Der Täter sei den Angaben zufolge tot.

Update vom 24. Januar, 13:33 Uhr: „Bitte umfahrt/umgeht #NeuenheimerFeld in #Heidelberg weiträumig, damit Rettungskräfte und Einsatzkräfte freie Fahrt haben! Danke!“, lautet es im neuesten Tweet der Polizei Mannheim.

Update vom 24. Januar, 13:27 Uhr: In den sozialen Medien sprechen Zeugen ebenfalls von einer bewaffneten Person in der Umgebung Neuenheimer Feld. Diese Information wurde von der Polizei bisher allerdings noch nicht bestätigt, ebenso wenig, ob sich der Vorfall auf dem Uni Campus zugetragen hat. Völlig unklar ist außerdem, ob es sich dabei wirklich um einen Amoklauf handelt, wie es zum Beispiel aktuell auf Twitter heißt.

Schüsse im Neuenheimer Feld
Schüsse im Neuenheimer Feld © PR-Video/Priebe

Heidelberg: Schüsse im Neuenheimer-Feld – Polizei meldet mehrere Verletzte

Erstmeldung vom 24. Januar, 13:22 Uhr: Am Montag (24. Januar) kommt es zum Großeinsatz der Polizei auf dem Klinikgelände im Neuenheimer Feld. Nach HEIDELBERG24-Informationen sollen Schüsse gefallen sein. In einer ersten Mitteilung der Polizei heißt es, dass nach bisherigen Erkenntnisse „eine Person mehrere andere Personen verletzt“ habe. Das Neuenheimer Feld in Heidelberg ist aktuell weiträumig abgesperrt. Laut ersten Informationen sind neben Polizeikräften auch SEK und ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Weitere Informationen folgen. (kab) *HEIDELBERG24 und echo24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare