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Heidelberg: Reaktionen zum Amoklauf – „Bis ins Mark erschüttert“

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Von: Daniel Hagen

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Heidelberg - Nach dem Amoklauf in einem Lehrsaal der Universität mit einer Toten und mehreren Verletzten steht die Region unter Schock. Das sind die Reaktionen.

Update vom 26. September: Für das Centre for Organismal Studies (COS), in dem die tödlichen Schüsse fielen, erklärt der Geschäftsführende Direktor Prof. Dr. Jan Lohmann: „Wir sind bis ins Mark erschüttert und aufgewühlt und trauern zutiefst um das Opfer. Wir sind aber auch bei den vielen Menschen, die von dieser schrecklichen Tat direkt oder indirekt betroffen sind: die Verletzten und Teilnehmer der Lehrveranstaltung, unsere Freunde und Kollegen in INF 360, die zum Teil unmittelbar Zeugen des Verbrechens wurden, sowie die Studierenden des Jahrgangs, aus deren Mitte Opfer wie Täter kommen.“ Angesichts einer solchen, eigentlich undenkbaren Situation müsse Trauer, Angst und Verunsicherung Raum gegeben werden. Prof. Lohmann: „Fest steht aber auch, dass wir uns aktiv gegen jede Form von Gewalt stellen und dass wir die Freiheit und Offenheit, die unsere Gemeinschaft so ausmacht, nicht einschränken werden.“

Heidelberg: Reaktionen zu Amoktat auf Uni-Campus – „Mein Herz blutet“

Update vom 25. Januar, 13:45 Uhr: Auch einen Tag nach dem Amoklauf in Heidelberg sitzt der Schock noch tief. Am Abend bekunden zudem noch weitere Personen und Institutionen ihr Beileid und ihre Betroffenheit. „Durch die schnelle Intervention der Einsatzkräfte der Polizei war der Tatort schnell großräumig abgeriegelt. Gleichzeitig drangen bewaffnete Einsatzkräfte der Polizei in das Gebäude, um den Amoktäter zu stoppen. Dennoch ist dies ein trauriger Tag für Heidelberg“, schreibt zum Beispiel Thomas Mohr, Vorsitzender der Mannheimer Gewerkschaft der Polizei.

„Ich bin entsetzt über dieses Attentat. Wie kommt ein Mensch dazu, solch eine Tat zu begehen? Ich bete für die Verletzten und die Angehörigen, die sich um sie sorgen. Ich denke an die Studierenden, die erleiden müssen, wie verletzlich das Leben ist“, sagt der badische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh. Die Peterskirche in den Plöck ist an diesem Abend bis 22 Uhr geöffnet, damit Trauernde dort Halt und Trost suchen können.

„Meine Anteilnahme in dieser furchtbaren Situation. So furchtbar. Ich bin fassungslos“, schreibt die Heidelberger Bundestagsabgeordnete Franziska Brantner auf Twitter. „Die Gewalttat traf Menschen, die zusammenkommen, um zu lernen und zu forschen - um wieder anderen zu helfen. Die Feigheit und Unmenschlichkeit solcher Taten erschüttert“, sagt Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz auf Facebook. Eine Chronologie des Amoklaufs in Heidelberg kannst Du hier nachlesen.

Amoklauf in Heidelberg: Reaktionen aus der Politik – Fassungslosigkeit und Trauer

Update vom 24. Januar, 18:30 Uhr: Mittlerweile haben sich weitere Politiker zu dem Amoklauf in Heidelberg geäußert. „Es zerreißt mir das Herz, solch eine Nachricht zu erfahren“, sagt Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nach einer Konferenz mit den Ministerpräsidenten in Berlin. Auch Winfried Kretschmann (Grüne) drückt nach der Konferenz seine Betroffenheit aus. Der 73-Jährige stehe an der Seite aller Familien und Angehörigen. „Unsere Polizei ermittelt unter Hochdruck und tut alles dafür, um die Hintergründe der Tat schnell aufzuklären“, betont der Ministerpräsident von Baden-Württemberg.

Politiker reagieren auf Amoktat an der Uni in Heidelberg.
Politiker reagieren auf Amoktat an der Uni in Heidelberg. © dpa-R.Priebe,Sebastian Gollnow,Marijan Murat,Michael Kappeler/Montage HEADLINE24

„Die Wissenschaft weltweit, wir alle hier in Baden-Württemberg und darüber hinaus sind in Gedanken bei den Opfern und denen, die das Geschehene heute miterleben, verarbeiten und bewältigen mussten und müssen“, erklärt Innenminister Thomas Strobl und bezeichnet den Amoklauf als „entsetzlich belastende Situation“. Deutliche Worte findet zudem der Oberbürgermeister von Heidelberg, Eckart Würzner. „Auf diesem Campus schlägt das Herz der Wissenschaftsstadt Heidelberg. Menschen aus aller Welt studieren, forschen und arbeiten dort an Lösungen für eine bessere Zukunft. Dass in diese Welt ein Gewalttäter eindringt und Menschen schwer verletzt, macht mich und unsere ganze Stadtgesellschaft fassungslos.“

Amoklauf in Heidelberg: So geschockt reagiert die Region – „Mein Herz blutet“

Erstmeldung vom 24. Januar, 17:05 Uhr: Heidelberg und die Metropolregion Rhein-Neckar stehen unter Schock. Aus bislang unbekanntem Grund stürmt am Montag (24. Januar) ein Mann eine Vorlesung der Universität im Neuenheimer Feld und eröffnet plötzlich das Feuer. Dabei sollen vier Studenten zum Teil schwer verletzt worden sein. Eine junge Frau ist sogar ihren Verletzungen erlegen. Der Amokläufer flieht anschließend und tötet sich nach ersten Ermittlungen selbst. Was nun bleibt sind Wut, Trauer und die Frage nach dem Grund. Schon kurz nach dem Amoklauf sind die sozialen Medien voll mit Solidaritätsbekundungen. Auch Politiker zeigen sich schockiert.

StadtHeidelberg (Baden-Württemberg)
Bevölkerung161.485 (Stand: 31. Dezember 2020)
Fläche108,84 km²
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)
Studierendeca. 39.000

Heidelberg: Politiker zeigen sich schockiert über Amoklauf an Uni

„Die Nachricht vom heutigen Amoklauf an der Universität Heidelberg erfüllt mich mit großem Entsetzen und tiefer Bestürzung. Wir stehen fassungslos und schockiert vor diesem tragischen Ereignis. Ich bin in Gedanken bei den Verletzten, deren Familien und Freunden“, schreibt zum Beispiel die Grünen-Politikerin Theresia Bauer auf Twitter. Ebenso entsetzt zeigen sich ihr Parteikollegen Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt, deren Gedanken bei den Mitarbeitern der Uni, der Polizei und allen Einsatzkräften seien.

Der Ortsverband der Grünen in Heidelberg reagiert ebenfalls mit „tiefer Bestürzung“ auf die schreckliche Tat im Neuenheimer Feld. „Unsere Gedanken sind bei den Verletzten und ihren Angehörigen. Wir wünschen ihnen schnelle Besserung und vollständige Genesung“, erklären die beiden Kreisvorsitzenden Monika Gonser und Florian Kollmann. Ähnlich äußert sich auch die Linke Heidelberg über den Amoklauf und bezeichnet diesen Montag als „schwarzer Tag für unser Heidelberg“. Über Twitter äußert sich zudem der Heidelberger und Finanzminister des Landes Baden-Württemberg Danyal Bayaz. „Mein Heidelberg, ich bin erschüttert und mein Herz blutet“, schreibt der 38-Jährige.

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Heidelberg: Christian Lindner und TSG Hoffenheim äußern sich zu Amoklauf

Der Amoklauf – über den sogar in den USA und Israel berichtet wird – hat aber auch Reaktionen über die Landesgrenze von Baden-Württemberg hinaus hervorgerufen. „Meine Gedanken sind in Heidelberg bei den Verletzten und Angehörigen. Spekulationen verbieten sich“, schreibt zum Beispiel Finanzminister Christian Lindner von der FDP. Ähnlich äußern sich auch seine Parteikollegin und Bundestagsabgeordnete Carina Konrad sowie die neue CDU-Vizechefin Karin Prien. Doch nicht nur aus der Politik gibt es Reaktionen zu dem Amoklauf in Heidelberg, sondern auch aus dem Sport. So twittert die TSG Hoffenheim darüber, dass ihr Gedanken bei den Betroffenen seien. (dpa/dh)

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