The Voice Australia

Annalisse: Der australische Star in Heidelberg!

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Annalisse Walker von „The Voice Australia“ kommt bei uns zu Besuch.

Heidelberg - Annalisse Walker ist in ihrer Heimat Perth schon eine Berühmtheit. Jetzt lebt sie hier und spricht mit uns über ihre Erfahrungen bei „The Voice“, ihren Coach Seal und ihre neue Heimat: 

Die 31-jährige Annalisse lebt seit ein paar Monaten in Heidelberg und ist zusätzlich Kandidatin bei „The Voice Australia“. Wie das geht? Sie erzählt es uns im exklusiven Interview, zu dem sie zusammen mit ihrer zehn Monate alten Tochter kommt.

Frage: Erzähl mal, was machst du in Heidelberg?

Annalisse: „Wir sind umgezogen und ich bin im Dezember mit meinen Töchtern angekommen. Mein Mann hat im Oktober bei HeidelbergCement angefangen. Also versuche ich hier gerade, mich niederzulassen, an die Gegend zu gewöhnen und die Sprache zu lernen. Ich habe einen Lehrer, der zu mir nach Hause kommt. Es war wirklich eine große Chance für uns, hierher zu kommen und Deutschland und auch den Rest von Europa zu entdecken. Weißt du, wir sind in Australien sehr isoliert. Vor allem in Perth, wo ich herkommen. Der Großteil der Bevölkerung lebt ja an der Ostküste.“ 

Wie bist du zu „The Voice Australia“ gekommen?

„Einer der Produzenten der Show hat mich dazu ermutigt, mich zu bewerben. Er hat mich per Mail kontaktiert und geschrieben, dass ich mich dafür bewerben sollte.“

Du hast davor schon gesungen?                 

Ja, ich hatte schon eine Gesangskarriere. Hauptsächlich bin ich auf Hochzeiten aufgetreten, aber wir haben auch produziert und elektronische Musik rausgebracht.“

Wie hast du die ersten Shows erlebt?             

„Das war eine Erfahrung, die ich noch nie so hatte, obwohl ich schon ewig singe. Es ist ein langer Weg zur Bühne und ich war so nervös. Zum ersten Mal im Fernsehen zu sein und dann auch noch diese unglaublich erfolgreichen Künstler auf ihren Stühlen, das beeindruckt dich wirklich. Und auch die Menschen daheim, ich wusste ja nicht, ob sie mich nach 90 Sekunden Gesang mögen würden. Aber immerhin habe ich es geschafft, alle vier Stühle für mich zu gewinnen.“

Alle vier Stühle haben sich zu dir umgedreht?

Ja, das war wirklich wunderbar. Und Seal sprach dann sehr lange, um mich von sich zu überzeugen. Er redete von Erfolg und internationaler Karriere und so. Aber wer mich wirklich überrascht hat in der Jury, war Kelly Rowland. Sie war so bodenständig und liebenswürdig. Sie hat immer gesagt, was sie dachte und ich fand das so erfrischend. Ich hatte immer dieses Bild in meinem Kopf, dass sie eine Destiny‘s Child Diva ist, aber sie ist einfach unglaublich. Auch Boy George war toll und ich glaube, dass sich ganz Australien in ihn verliebt hat. Ich hätte sie gern alle genommen, aber man darf ja leider nur einen Coach wählen.“

Was würdest du noch über Seal sagen?             

Er war sehr großzügig- Seal hat uns Kandidaten so viel Zeit gegeben, wie er erübrigen konnte. Gab uns Ratschläge und baute uns auf.“

Hat er dir etwas gesagt, das du niemals vergessen wirst?

Er hat mir mal gesagt, dass mich die Welt hören muss. Das war ein besonderes Feedback für mich. Ich hoffe, dass er es auch so gemeint hat.“

Am Sonntag ist das große Finale?                               

Ja genau, ich bin kurz zuvor rausgeflogen. In den Battle-Runden mussten wir im Team gegeneinander antreten. Als wir nur noch zu zweit waren, bin ich dann, als kleine, über 30 jährige, zweifache Mutter gegen eine umwerfende, junge Backgroundsängerin mit langen Beinen angetreten.“

Aber es geht doch nicht ums Aussehen.        

Nein, Quatsch, aber ich meine nur optisch im Fernsehen. Wir hätten kaum unterschiedlicher aussehen können. Sie ist dann eben weitergekommen und für mich war es vorbei.“

Wie sah dein Tag bei „The Voice“ so aus?              

„Es gab viele Proben, Shootings, Haar und Make-up wurde uns gemacht und natürlich haben wir einige Interviews gegeben.“ 

War deine Tochter nicht sehr jung, als du bei den Shows teilgenommen hast?

„Sie war ganz klein, und ich hatte sie immer dabei. Wir sind ein paar mal hin- und hergeflogen. Meine andere Tochter ist mit meinem Mann in Heidelberg geblieben. Meine Mutter ist zum Glück von Perth rüber geflogen, um mir beiseite zu stehen. Und natürlich haben sich die anderen Kandidaten total in sie verliebt, die ganze Zeit mit ihr Zeit verbracht und ihr vorgesungen. Sie hat dieses Publikum und die Aufmerksamkeit heiß und innig geliebt.“

Was vermisst du am meisten an Australien? 

„Meine Familie und die Strände. Und den Süden von Australien, wo mein Mann Familie hat. Dort ist es wunderschön und es fühlt sich wirklich an wie Heimat.“

Wann habt ihr vor, wieder nach Australien zu fliegen?

„Wir planen Weihnachten dort zu verbringen. Wir sind ja erst sechs Monate hier, deshalb hatte ich bisher nur die Chance für „The Voice“ zurückzufliegen.“

Was hast du in Zukunft vor, zu tun?                

„Ich mache auf jeden Fall weiter mit der Musik!“

Was liebst du an Heidelberg?                        

„Es ist wunderschön hier, so grün und hügelig und das Wetter ist gerade toll. Vor allem mag ich das Schloss. Für mich ist so viel Geschichte faszinierend, da Australien ja verhältnismäßig jung ist. Und ich liebe Schwarzwälder Schinken und Monkey 47 Gin. Auch dass es Alkohol in Supermärkten gibt, ist für mich neu.“

Was macht ihr als Familie an den Wochenenden?

„Letztes Wochenende haben wir eine Radtour gemacht. Und wir haben versucht, das „alla hopp!“ in Kirchheim zu finden. Ich hatte mein Google Maps offen und es hat mir gesagt, dass ich angekommen sei. Ich hab mich nur umgeguckt und nichts gesehen. Wir haben es auch nicht mehr gefunden...“

Zum Abschluss: Was würdest du einer Person sagen, die eine professionelle Gesangskarriere starten will?              

„Die Person muss Geduld und Hartnäckigkeit mitbringen und viel üben. Keine Angst haben, rauszugehen und es einfach zu tun. Außerdem muss man sich auf die Musik konzentrieren und etwas mehr Risiko eingehen.“

hew

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