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Heidelberg: Aggressive Jugendliche, Poser und Co. – Polizei hat erneut alle Hände voll zu tun

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Polizeikontrolle an der Neckarwiese in Heidelberg.

Polizeikontrolle an der Neckarwiese in Heidelberg. © HEIDELBERG24/PR-Video/Priebe

Heidelberg - Am Wochenende wurde die Einhaltung des Aufenthaltsverbots durch ein Großaufgebot der Polizei kontrolliert. An beiden Tagen fallen vor allem aggressive Jugendliche und Poser negtaiv auf:

Update vom 30. Mai: Wie angekündigt, setzten Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Mannheim auch am Samstag (29. Mai) und in der Nacht auf Sonntag (30. Mai) die Überwachungsmaßnahmen rund um die Neckarwiese und in der Altstadt fort. Bei sonnigem Wetter befanden sich ab den Mittagsstunden bis zu 3.000 Personen auf der Neckarwiese – hauptsächlich Familien und junge Erwachsene. Diese zeigten sich verständnisvoll und verließen kurz vor 22 Uhr ohne Zwischenfälle den besagten Bereich.

Jedoch machte den Polizisten wieder eine Gruppe alkoholisierter Jugendlicher und junger Erwachsener zu schaffen. Einige der 80 bis 100 Personen zeigten nur wenig Verständnis für die Maßnahme und zogen unter verbalem Protest weiter in Richtung Altstadt. Dort schlossen die Bars und Gaststätten pünktlich um 22 Uhr, die meisten Besucher verließen die gut besuchte Altstadt ohne Zwischenfälle – ganz anders als die oben genannte Gruppe!

Immer wieder suchten die Jugendlichen und Heranwachsenden die Konfrontation, zeigten sich nach Polizeiangaben „zunehmend aggressiv und provokant“. In der Folge kommt es schließlich zu drei körperlichen Auseinandersetzungen – gegen die Verursacher wird nun wegen Körperverletzung ermittelt. Erst gegen 2 Uhr war Ruhe, gab es kaum noch Personenaufkommen. Zuvor mussten 19 Platzverweise erteilt werden.

Indes wurden ab den Nachmittagsstunden auch die Poser im angrenzenden Bereich der Neckarwiese überwacht und kontrolliert. Diese wurden in zwei Kontrollstellen im Bereich der B37 und der Römerstraße sowie bei mobilen Kontrollen im Kernstadtgebiet Heidelbergs überprüft. Wie bereits am Tag zuvor musste ein Teilbereich der Uferstraße für den Verkehr gesperrt werden, nachdem dort ab 22:30 Uhr abermals auffällig laute Autos festgestellt wurden.

Die Bilanz: 74 Fahrer und 104 Personen wurden überprüft, dabei wurden 28 Verstöße festgestellt (4 erloschene Betriebserlaubnisse, u.a. wegen Überschreitung der Lärmbelästigungen). Drei Autofahrern wurden Platzverweise erteilt.

„Die Erfahrungen der letzten beiden Einsatztage zeigt, dass der überwiegende Anteil der Bevölkerung einfach nur das schöne Wetter und die Corona-Lockerungen genießen möchte und sich an die Regeln hält. Wir erhalten von diesen sehr viel Zuspruch und Unterstützung. Es gibt jedoch eine Gruppe von Jugendlichen und Heranwachsenden, die sich provozierend und aggressiv verhält und nicht davon zurückschreckt, auch Straftaten zu begehen,“ so der aktuelle Leiter des Polizeipräsidiums Mannheim, Polizeivizepräsident Siegfried Kollmar, und fügt hinzu: „Unsere ganze Anstrengung gilt es auch die nächsten Tage und Wochen gegen diejenigenvorzugehen, die nur Krawall im Sinn haben und Straftaten begehen wollen.“

Heidelberg: Erschreckende Bilanz nach Überwachung des nächtlichen Aufenthaltverbots

Erstmeldung vom 29. Mai: Die Stadt Heidelberg ein nächtliches Aufenthaltsverbot für das Neckarvorland und die „Kastanienallee“ erlassen, nachdem es am vergangenen Wochenende im dortigen Bereich zu massiven Ausschreitungen gekommen war. Zur Überwachung der neu erlassenen Allgemeinverfügung sind in der Nacht von Freitag (28. Mai) auf Samstag (29. Mai) zahlreiche Polizisten des Polizeipräsidiums Mannheim im Einsatz. Bei anhaltend gutem Wetter und vorsommerlichen Temperaturen ist bereits am Freitagnachmittag vor allem in der Fußgängerzone und auf der Neckarwiese viel los.

Zunächst verlaufen die Kontrollen friedlich, der Großteil der Bürger*innen zeigt Verständnis und die Neckarwiese ist ab 21 Uhr wie vorgeschrieben leer. Doch nur wenige Stunden später gibt im Stadtgebiet die Stimmung, die Einsatzkräfte haben alle Hände voll zu tun. Es kommt zu Körperverletzungen, Ruhestörungen und Sachbeschädigungen. Die erschreckende Bilanz der Polizei!

StadtHeidelberg
Einwohner160.355 (2019, Eurostat)
Fläche108,8 km²
OberbürgemeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Heidelberg: Überwachung des nächtlichen Aufenthaltverbots – Polizei zieht Bilanz

Als Reaktion auf die Pfingst-Randale in Heidelberg darf die Neckarwiese und die angrenzende Kastanienallee zwischen 21 Uhr und 6 Uhr (ab Samstag bis 22 Uhr) von Donnerstag (27. Mai) bis Montagfrüh (31. Mai) sowie von Mittwoch (2. Juni) bis Montagfrüh (7. Juni) nicht mehr betreten werden. Wie die Polizei mitteilt, haben sich am Freitagabend rund 350 Personen in besagtem Bereich aufgehalten. Nach dem Hinweis auf die ab 21 Uhr geltende Allgemeinverfügung zeigten sich die Besucher überwiegend verständnisvoll und verließen die Örtlichkeit.

Auch bei der anschließenden Kontrolle in der Altstadt, wo es vor allem in der Unteren Straße zu einem höheren Besucheraufkommen gekommen war, gab es keine Besonderheiten. Doch ab Mitternacht ergibt sich schließlich ein völlig anderes Bild, die Beamten haben gleich an mehrere Stellen einiges zu tun.

Fazit der Polizei nach der Überwachung der Maßnahmen in Heidelberg: Über 160 kontrollierte Personen und rund 50 Fahrzeuge. 106 Personen wurde noch in der Nacht ein Platzverweis für das Stadtgebiet erteilt. Neben den drei Körperverletzungsdelikten, der Sachbeschädigung an einer Schaufensterscheibe sowie den fünf Sachbeschädigungen an Fahrzeugen, wurde auch ein Verstoß gegen das Waffengesetz durch das Mitführen eines Einhandmessers festgestellt.

Zwei weitere Strafanzeigen werden wegen Beleidigung von Polizeibeamten gefertigt. In vier Fällen wurden Autofahrer wegen unnötiger Lärmbelästigung angezeigt. In drei Fällen wurde festgestellt, dass die Betriebserlaubnis bereits erloschen ist, weshalb
ebenfalls eine Anzeige vorgelegt wird. Während in fünf Fällen ein Mängelbericht ausgestellt wurde, wurde der Betrieb eines Fahrzeugs in einem speziellen Fall komplett untersagt. Eine weitere Person gelangt zudem wegen Urinierens in der
Öffentlichkeit ebenfalls zur Anzeige.

Heidelberg: Diese Regeln gelten künftig auf der Neckarwiese

Auch in der Nacht auf Sonntag (30. Mai) wird das Polizeipräsidium Mannheim mit einem Großaufgebot vor Ort sein und die Einhaltung der Maßnahmen kontrollieren. (rob)

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