Ausgebacken

Traditionsbäckerei insolvent! Bei Mantei ist zum Monatsende Schluss

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Das Aus für die Traditionsbäckerei Mantei ist besiegelt.

Heidelberg - Jetzt geht alles ganz schnell. Die Traditionsbäckerei Mantei ist nicht mehr zu retten und wird Ende Juni den Betrieb einstellen, berichtet der Insolvenzverwalter.   

Das Aus für die Heidelberger Traditionsbäckerei Mantei ist besiegelt.

Laut Holger Blümle, dem Insolvenzverwalter der Bäckerei, konnte keine Gesamtlösung für das finanziell angeschlagene Unternehmen gefunden werden. Da kein Investor den Gesamtbetrieb übernehmen wollte, wird der Betrieb nur noch bis 30. Juni aufrecht erhalten. „Auch eine Fortführung aus eigener Kraft ist nicht möglich“, sagt Blümle. 

12 Filialen, rund 70 Mitarbeiter

Die Mitarbeiter wurden am Donnerstagnachmittag (14. Juni) von Blümle in einer Betriebsversammlung über das Mantei-Aus informiert. „Derzeit sind noch rund 70 Mitarbeiter bei Mantei beschäftigt“, berichtet Ingo Schorlemmer vom Insolvenzverwalter Schultze & Braun. Genau könne man das allerdings nicht sagen, da man unterschiedliche Unternehmensangaben bekommen habe, so Schorlemmer.

Ob alle der derzeit noch zwölf Filialen bis Monatsende und zu den gewohnten Öffnungszeiten geöffnet sein werden, ist derzeit unklar. Das hänge von der Reaktion der Kunden ab, so Schorlemmer auf Anfrage von HEIDELBERG24. Zudem suchten die Angestellten nach neuen Stellen und würden dabei auch unterstützt. Sollten sie bei anderen regionalen Bäckereien fündig werden, könnte es sein, dass bestimmte Filialen schon vor dem 30. Juni schließen.

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Wie es für die Mitarbeiter weitergeht

Es laufen aktuell konkrete Gespräche mit einer Reihe von Investoren, die sich die Übernahme von Filialen vorstellen können“, sagt Blümle. „Für diese Filialen wollen wir schnell Klarheit schaffen.“ 

Auch die meisten Mitarbeiter können hoffen, bald in einer anderen Bäckerei unterzukommen. „Zahlreiche Bäckereien“ aus der Region hätten bereits Interesse an der Übernahme des Fachpersonals bekundet. „Insofern gehen wir davon aus, dass ein Großteil der Beschäftigten sehr schnell in neue Beschäftigungsverhältnisse wechseln kann und auf diese Weise kaum Arbeitsplätze in der Region verloren gehen“, so Blümle.

rmx

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