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Heidelberg: Bäume fallen Hitze zum Opfer – Gefahr für den Verkehr droht

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Von: Teresa Knoll

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Heidelberg – Es wird Sommer und auch die Bäume in Heidelberg leiden unter der Hitze. Durch Parasitenbefall können sie sogar zur Gefahr für den Verkehr werden.

Es wird wärmer in Baden-Württemberg und viele Menschen stöhnen bereits jetzt unter der Hitze. Auch die Bäume leiden unter den sengenden Sonnenstrahlen. Manche sterben sogar den Hitzetod. Das Landschafts- und Forstamt der Stadt Heidelberg hat nun einen Bericht vorgelegt, wie das grüne Bild der schönen Großstadt trotz widriger Bedingungen erhalten werden soll.

StadtHeidelberg
Einwohner160.355 (Stand 2019)
Fläche108,8 km²
Gründung1196

Hitzerekord 2022? Bäume in Heidelberg leiden unter heißem Sommer

Das Jahr 2018 war seit Langem das heißeste Jahr in Deutschland. Die höchste gemessene Temperatur lag bei fast 40 Grad Celsius. Und 2022 ist ihm dicht auf den Fersen. So sagt es zumindest der Deutsche Wetterdienst (DWD) voraus. Nicht nur Mensch und Tier leiden, wenn die Sonne unbarmherzig scheint. Übrigens: Wer ein Sonnenbad nehmen will, ohne Sonnenbrand zu bekommen, muss einiges beachten.

Ein zu warmes Klima hat auch Auswirkungen auf Pflanzen und Bäume. Bereits in den letzten Trockenperioden hatte man sich auf das Gießen konzentriert. Andere Arbeiten, die nicht zwingend notwendig für die Verkehrssicherung waren, wurden dagegen zurückgestellt. Auch wir Menschen müssen uns bei der Hitze abkühlen. Bald beginnt in den Schwimmbädern der Rhein-Neckar-Region die Freibadsaison.

Hitzesommer 2022: Abgestorbene Bäume in Heidelberg werden zur Gefahr für den Verkehr

Dass die Bäume in Heidelberg umsorgt und erhalten werden müssen, ist eine Selbstverständlichkeit. Die Grünflächen verschönern die Umgebung und bieten einen schönen Kontrast zum Grau der Gebäude. Auch sind sie wichtig für die Sauerstoffproduktion. Sie schaffen so einen Ausgleich zu den städtischen Abgasen, die den Klimawandel fortschreiten lassen.

Durch die Trockenheit und den Wassermangel werden die Bäume geschwächt. Das Gefährliche daran: Sie werden so anfälliger für Pilze und Parasiten, die die Pflanzen angreifen. Dadurch können die Äste absterben und auf die Straße fallen, wo sie zu einer Gefahr beispielsweise für Autofahrer werden. Zwischen 2018 und 2020 mussten deswegen weit mehr Bäume gefällt werden als in den Jahren zuvor.

Hitzesommer 2022 in Heidelberg: Raupe und Pilze lassen Bäume absterben

Und auch wenn Heidelberg zum Ziel hat, die Vielfältigkeit der Landschaft und der Arten zu erhalten, so sind manche Schädlinge doch nicht erwünscht: Der Eichenprozessionsspinner ist ein bekannter Parasit, der die geschwächten Bäume befällt und absterben lässt, genau wie der Massariapilz. Die Asiatische Tigermücke kann für den Menschen sehr gefährlich werden.

Zwei spezielle Pilze machen sich erst seit zwei Jahren in Heidelbergs Bäumen breit. Der Rußrindenpilz befällt Ahornbäume, der Hainbuchenrindenkrebs lässt Hainbuchen erkranken. Um den Befall mit Schädlingen zu verhindern und ein grünes Stadtbild zu erhalten, muss auch in 2022 besondere Aufmerksamkeit auf die Bäume Heidelbergs gerichtet werden. (resa)

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