Deutsches Krebsforschungszentrum

Heidelberger Forscher machen Sensationsfund: Alzheimer viel früher erkennbar!

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Bis jetzt ließ sich Alzheimer erst viel zu spät diagnostizieren. (Symbolbild)

Heidelberg-Neuenheim - Was Wissenschaftler des DKFZ herausgefunden haben, ist bahnbrechend für die Alzheimer-Forschung. Eine neue Diagnose-Methode könnte der erste Schritt zur Heilung sein:

Bis heute gibt es keine wirksame Therapie gegen Alzheimer. Das liegt vor allem auch daran, dass die Krankheit erst erkannt wird, wenn sich bereits Symptome wie Vergesslichkeit, Verwirrung oder Sprechprobleme zeigen.

Wissenschaftler des DKFZ Heidelberg (Deutsches Krebsforschungszentrum) entwickeln gemeinsam mit der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und dem Krebsregister Saarland eine neue Diagnose-Methode mit der man Alzheimer weit früher erkennt.

Der neue Bluttest

Denn der verhängnisvolle Verlauf der Krankheit, bei dem es zu einer Fehlfaltung gewisser Proteine (Amyloid-β) kommt, beginnt bereits 15 bis 20 Jahre (!) bevor erste Erscheinungen auftreten. 

Der neue Bluttest erkennt diese Erscheinung und „kann die Erkrankung bereits in einem noch symptomlosen Stadium aufspüren und Personen identifizieren, die ein besonders hohes Risiko haben, Alzheimer zu entwickeln", sagt Prof. Dr. Klaus Gerwert von der RUB.

Das gelingt ihnen, indem sie die das Verhältnis von gesunden zu krankhaften Formen der Amyloid-β-Proteine bestimmen.

pm/gs

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