Unvorhergesehene Kosten

Risikoanlage Bahnstadt: Fast 40 Millionen Euro Minus!

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Hat sich Heidelberg bei der Gesamtmaßnahme Bahnstadt verkalkuliert?

Heidelberg-Bahnstadt - Hat man sich bei der Bahnstadt verkalkuliert – oder schlichtweg übernommen? Die Bilanz 2017 sieht mit einem Defizit im achtstelligen Bereich jedenfalls düster aus: 

Zugegeben: Im letzten Jahr tut sich Einiges in der Bahnstadt. Eine neue Straßenbahnlinie nimmt ihren Betrieb auf, es entstehen schmucke Hochbauten sowie eine Schule und eine Kindertagesstätte

Die Frage ist aber, ob man sich nicht vielleicht übernommen hat? Denn der Kontostand des Treuhandvermögens lädt nicht gerade zum Jubeln ein. 

Auf diesem verzeichnet man nämlich ein sattes Minus von exakt 38.416.642 Euro! Das steht in der Beschlussvorlage, die dem Gemeinderat am Donnerstag vorgelegt wird.

Ein Lichtblick stellt die Prognose der Stadt dar –  die prophezeit nämlich bis 2022 (Abschluss der Gesamtmaßnahme) ein Defizit von nur‘ noch rund 17 Mio. Euro.

Stadt legt drauf

Ein wesentlicher Grund für die Senkung des Gesamtdefizits ist die Zahlung aus dem städtischen Haushalt zur Stärkung des Treuhandvermögens“, schreibt Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck in der Beschlussvorlage. Außerdem wolle man Einnahmen durch den Verkauf städtischer Grundstücke erzielen.

In der Bahnstadt hat sich einiges getan. Das zeigt sich aber auch in dem finanziellen Defizit.

Dennoch gibt er zu, dass die Entwicklung der Gesamtmaßnahme Bahnstadt unter finanziellen Gesichtspunkten „angesichts des Umfangs und der Komplexität nach wie vor risikobehaftet“ bleibe.

Dabei nennt er die „konjunkturell bedingten Preissteigerungen für Baumaßnahmen“ sowie die „weitere Erschließung von Baufeldern in den Randbereichen der Bahnstadt“. 

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Es ist bereits absehbar, dass für die Vermarktung von Baufeldern Erschließungsmaßnahmen erforderlich sein werden, die in der bisherigen Rahmenplanung und somit auch in der Kosten- und Finanzierungsübersicht nicht vorgesehen waren“, so Odszuck weiter.

gs

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