Siegerentwürfe präsentiert

Das Tor zur (Bahn)Stadt: So könnte der neue Bahnhofsvorplatz Süd aussehen

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Der Siegerentwurf vom Berliner Planungsbüro „Pola Landschaftsarchitekten“ – der Blick vom Czernyring in Richtung Bahnhof.

Heidelberg-Bahnstadt - Alles neu macht der Mai! Am Dienstag (15. Mai) wurden drei Siegerentwürfe des Wettbewerbs zur Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes Süd präsentiert. 

Er soll die Visitenkarte der Bahnstadt werden, sich vom bloßen Durchgangsort in ein bel(i)ebtes Stadtquartier verwandeln – der neue Bahnhofsvorplatz-Süd!

Im Januar 2018 hatte der Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderats – nachdem bereits 2017 ein Wettbewerb zur Gestaltung des Gebäudeensembles stattgefunden hatte – einen Wettbewerb zur Gestaltung der rund 11.000 Quadratmeter großen Fläche beschlossen, der von der Stadt gemeinsam mit der Gustav-Zech-Stiftung als Bauherr ausgelobt wurde. 

Die Voraussetzungen: „Wir möchten einen Platz schaffen, der Reisenden und Pendlern einen guten Zugang zum Hauptbahnhof und zu den Abstellplätzen für Fahrräder in der Tiefgarage ermöglicht. Zugleich soll der Platz ganztägig belebt sein, durch seine Gestaltung eine hohe Aufenthaltsqualität bieten und die Menschen zum Verweilen und Einkaufen einladen“, so Erster Bürgermeister und Baudezernent Jürgen Odszuck.

So viel zur Theorie – am besten in die Praxis umgesetzt hat dies in Augen des aus rund 40 Jurymitgliedern bestehenden Preisgerichts der Beitrag der „POLA  Landschaftsarchitekten“.

Der Siegerentwurf vom Berliner Planungsbüro „Pola Landschaftsarchitekten“ – der Blick vom Czernyring in Richtung Bahnhof.

Der Einreichung des Berliner Planungsbüros (insgesamt 24) wurde am Mittwoch (16. Mai) von Vertretern des Stadtteilvereins Bahnstadt, der Stadt, des Gemeinderats und der Gustav-Zech-Stiftung als Siegerentwurf präsentiert – und darf sich somit neben den Architekten von capattistbaubach (3. Preis, Berlin) und A24 Landschaft (2. Preis, Berlin) Hoffnung auf den Zuschlag machen.

Die Jury war überrascht, dass so viele unterschiedliche Ideen eingereicht wurden. Wir haben intensiv darüber diskutiert, was der ,Geist des Ortes‘ sein kann und welche Stärken der Platz hinsichtlich urbaner Stadtqualität leisten muss. Letztlich soll er den Nutzern eine Bühne bieten. Denn sie tragen dazu bei, dass der Stadtteil Bahnstadt hier als lebendiger Ort wahrgenommen werden kann“, sagte Landschaftsarchitektin Prof. Cornelia Bott, Mitglied des Preisgerichts.

Der Siegerentwurf zeichnet sich vor allem durch sein klares Konzept vom Bahnhofsvorplatz als multifunktionalen, grünen Stadtplatz aus, der die Jury aufgrund seiner Leichtigkeit und Offenheit überzeugte.

Der Siegerentwurf aus der Vogelperspektive.

Der Bahnhofsvorplatz wird demnach durch die Stadtloggia - ein zum Platz hin geöffneter überdachter Durchgang - an der östlichen und locker angeordneten Großbäumen, runden Schmuckbeeten und Rasenkissen, die auch als Sitzgelegenheit genutzt werden können, an der westlichen Kante räumlich gefasst.

>>> Der Siegerentwurf zum neuen Konferenzzentrum in der Bahnstadt

Dazwischen bietet sich eine einladende, offene Fläche, die Raum für Veranstaltungen und Events bietet, während im nordwestlichen Abschnitt auf dem Foyerplatz ausreichend Platz für eine Außengastronomie geboten wird. Hier sieht der Siegerentwurf von „Pola“ außerdem ein Wasserspiel vor, die bündig in den Bodenbelag eingelassen sind.

Für Passanten bietet der Siegerentwurf von POLA Landschaftsarchitekten vom Querbahnsteig des Hauptbahnhofs kommend einen direkten Weg über den Bahnhofsplatz Süd zum neuen Konferenzzentrum.

Wie geht‘s weiter?

In den kommenden Tagen werden Verhandlungen mit den drei Preisträgern aufgenommen, ehe der Gemeinderat den Zuschlag für eines der Projekte erteilt. Diese Entscheidung soll Ende des Jahres gefällt werden. Im Frühjahr 2019 sollen dann die Bauarbeiten für den neuen Bahnhofsvorplatz beginnen und rund drei Jahre dauern.

Wettbewerbsentwürfe im Dezernat 16 ausgestellt

Noch bis Mittwoch (23. Mai) haben Interessierte die Möglichkeit, sämtliche Entwürfe im Dezernat 16 (Emil-Maier-Straße 16, 69115 Heidelberg) zu begutachten.

  • Montags bis freitags von 16 Uhr bis 19 Uhr
  • Samstags und sonntags von 11 Uhr bis 17 Uhr
  • Am Freitag (18. Mai) wird um 15 Uhr eine kostenlose Führung angeboten.
rob

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