Erleichterung für Menschen mit Behinderungen

Barrierefreier Routenplaner: Messfahrzeug in den Stadtteilen unterwegs!

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Heidelberg - Wie komme ich als Rollstuhlfahrer am besten vom Marktplatz zur Stadthalle? Welche Wege bieten sich für Eltern mit Kinderwagen an? Ein neuer Routenplaner soll künftig barrierefreie Wege aufzeigen.

Seit Dezember 2017 arbeitet die Stadt in Kooperation mit dem Bereich Geoinformatik (GIScience) des Geographischen Instituts der Universität Heidelberg und weiteren Partnern an der Umsetzung des Projekts. Systematisch erfasst wurden im Februar bereits die Straßen und Bordsteine in der Altstadt und in Bergheim, nun sollen auch die Straßen in den übrigen Stadtteilen folgen.

Dafür wird in den kommenden Wochen wieder ein spezielles Fahrzeug in den Stadtteilen unterwegs sein. Die von der Stadt beauftragte Firma Streetguard wird mit einem gelben VW-Kleinbus Bilder von den Straßen und Gassen machen. Dafür ist er mit entsprechender Messtechnik auf dem Dach ausgestattet. Aus den so erfassten Daten und Bildern können künftig die für die Routenplanung erforderlichen Informationen zur Barrierefreiheit generiert werden.

Ein Messfahrzeug wird für den barrierefreien Routenplaner die Daten von Straßen und Gassen in der Altstadt und in Bergheim erfassen.

Die Bilder dienen allein dem internen städtischen Gebrauch und werden nicht weitergegeben oder veröffentlicht. Der Anbieter wurde außerdem dazu verpflichtet, Gesichter und Autokennzeichen bei der Erfassung automatisch zu verpixeln und damit unkenntlich zu machen.

Straßensperrungen sind nicht notwendig, allerdings kann es aufgrund der geringen Geschwindigkeit des Messfahrzeugs zu punktuellen Verkehrsbehinderungen kommen. Da die Datenerfassung von guten Wetterbedingungen abhängig ist, erfolgt diese kurzfristig. Die Befahrungstermine können daher nicht benannt werden.

Erleichterung für Menschen mit Behinderungen und viele mehr

Das Projekt „Routenplanung für Barrierefreiheit“ soll das bestehende digitale Serviceangebot der Stadt wie „Heidelberg hürdenlos“ und den Inklusionsatlas ergänzen: Mit dem Routenplaner können sich künftig Menschen mit Behinderung, aber auch Eltern mit Kinderwagen oder Touristen mit Koffern auf ihren Smartphones eine barrierefreie Route von einem Start- zu einem Zielpunkt anzeigen lassen

Dadurch wird Menschen mit Behinderung nicht nur die Bewegung im öffentlichen Raum erleichtert, sondern auch eine noch stärkere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht. Das Projekt wird als eines von 19 wegweisenden kommunalen Digitalisierungsprojekten im Rahmen des Programms „Städte und Gemeinden 4.0 – Future Communities“ vom Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg gefördert. Das Land unterstützt das Vorhaben mit knapp 42.000 Euro.

pm/kp

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