In Wildnis bereits ausgerottet

Bedrohte Vogelart! Zoo Heidelberg bekommt Tauben-Babys

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Socorrotaube mit den beiden Jungtieren im Nest

Heidelberg - Im Zoo gibt es derzeit ganz besonderen Nachwuchs. Die hochbedrohten ,Socorrotauben' haben zwei Junge bekommen, die bereits ihre ersten Flugversuche starten:

Gesund und munter piepsen die zwei jungen ,Socorrotauben' seit Ende Januar im Heidelberger Zoo. „Es ist das erste Mal, dass es im Zoo Heidelberg Nachwuchs bei dieser hochbedrohten Vogelart gab“, schreibt der Tiergarten am Donnerstag (22. Februar) in einer Mitteilung. In freier Natur seien die Tauben bereits ausgerottet und auch in Zoos leben nur noch wenige der gefiederten Freunde.

Am 25. Januar haben die Baby-Tauben das Licht der Welt erblickt. Ihre Eltern kümmern sich seitdem vorbildlich um ihre Kinder und die Tierpfleger im Zoo lassen den neuen Familien ausreichend Zeit und Raum für die Erziehung. 

Mittlerweile haben sich die zwei kleinen Socorrotauben sehr gut entwickelt. Vor kurzem sind sie flügge geworden – haben also das elterliche Nest verlassen – und fressen selbstständig“, so der Zoo. Auch die ersten Flugversuche haben die zwei Täubchen schon unternommen. 

Übrigens: Das Geschlecht der beiden ist aktuell noch unklar. Denn vom Aussehen lassen sich Männchen und Weibchen kaum unterscheiden. Lediglich das Gefieder der Männer ist etwas glänzender als das der Mädels.

Mehr über die ,Socorrotauben‘

Die Vögel lebten ausschließlich auf der Pazifikinsel Socorro vor der Küste Mexikos. Jedoch wurde der Bestand der Tauben durch Jagden und verwilderte Katzen stark verkleinert. Seit den 70ern gelten die Tiere als ausgerottet. „Erfolgreiche Nachzuchten der letzten überlebenden Individuen in menschlicher Obhut sind daher sehr wertvoll für den Erhalt dieser Vogelart“, erklärt der Heidelberger Zoo. Die Vögel können bis zu 25 Zentimeter groß werden und haben ein rötlich bis zimtbraunes Gefieder.

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pm/jol

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