Heidelberg von oben

„Irgendwann wird man leichtsinnig“  – der Alltag eines Glas- und Fassadenbauers

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Fantastischer Ausblick auf Heidelberg aus 47 Metern Höhe

Heidelberg-Bergheim: 12 Stunden Arbeitstag, hundert Meter Höhe und internationale Aufträge. Der Alltag eines Glas- und Fassadenbauers:

Während einige jeden Tag im Büro, am Fließband und der Werkstatt arbeiten, haben Glas- und Fassadenbauers einen eher außergewöhnlichen Arbeitsplatz: Viele Meter über den Boden! 

Kilometerweiter Ausblick auf Heidelberg von oben

Absolutes Tabu: Höhenangst!

Als Glas- und Fassadenbauer muss Stephan S. regelmäßig Gebäude und die dort eingebauten Glasscheiben überprüfen. In der luftigen Höhe von 47 Metern arbeitet er gerade in Heidelberg am Gebäude der Print Media Academy. Vor allem eins ist in seinem Beruf sehr wichtig: „Hier muss man schwindelfrei sein und darf keine Höhenangst haben!“, berichtet er. 

Seit über 20 Jahren arbeitet er bereits in dem Beruf und kann sich nichts Schöneres vorstellen: „Es ist mein absoluter Traumberuf! Leider ist er einfach nicht mehr attraktiv für Auszubildende - die meisten wollen pünktlich zum Feierabend zu Hause sein.“ 

12 Stunden Arbeiten anstatt im Hotelzimmer liegen

‚Pünktlich‘ und ‚Zu Hause‘ ist in diesem Bereich nicht möglich. Da seine Firma internationale Aufträge erhält, ist er sehr viel unterwegs. Arbeiten von 9-5? Nicht mit Stephan! 

„Was sollen wir, wenn wir um 7 Uhr morgens anfangen und um 16 Uhr dann fertig sind, im Hotelzimmer sitzen? Wir arbeiten so lange, wie wir können. Und das sind im Durchschnitt dann schon mal 12 Stunden.“ 

Allerdings wird nur im Hellen gearbeitet, alles andere ist zu gefährlich. Das angenehmste Arbeitswetter sind trockene 20 Grad, zu kalt, zu heiß, Regen und Schnee sind sehr unangenehm.

Routine macht leichtsinnig

Doch nicht nur das Wetter spielt eine wichtige Rolle bei der Sicherheit. Wer in dieser Höhe arbeitet, muss wissen was er tut, damit er nicht fällt. „Das Problem ist, dass man irgendwann eine Routine drin hat. Man hat das alles schon so oft getan - irgendwann wird man leichtsinnig!“, gibt er zu. „Man verliert den Respekt vor der Höhe und geht schneller Risiken ein.“

Ob er froh ist, wenn er nicht mehr an der Fassade arbeitet und festen Boden unter den Füßen hat? Stephan S. schüttelt lachend den Kopf. „Nein. Dieser Aufzug mit dem wir an der Fassade arbeiten, hat ja schließlich auch festen Boden.“

Den wunderschönen Ausblick auf Heidelberg von der Print Media Academy während seiner Arbeit haben wir in unserer Fotostrecke festgehalten.

cet

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