Fiese Masche

Trickbetrüger ruft Heidelbergerin Jutta an: „Das ist ein Notfall“

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Heidelbergerin Jutta wird von Trickbetrüger angerufen

Heidelberg-Bergheim - Immer wieder werden Menschen in der Metropolregion Rhein-Neckar von Trickbetrügern angerufen, so auch Jutta. Wie sie mit dem falschen Anruf umgegangen ist:

Es ist ein Problem, das nicht nur die Telefone unschuldiger Bürger sondern auch der Polizei unablässig klingeln lässt: Die fiesen Maschen der Trickbetrüger. Dabei fallen den Tätern auch allerhand Ideen ein, um an die Wertgegenstände der Betroffenen zu gelangen. Ob als ReparateurPolizeibeamter oder Freund eines Nachbarn – mit einigen dieser gemeinen Methoden erbeuten Trickbetrüger oftmals eine Beute von mehreren tausend Euro. 

Allein am Sonntag (19. Februar) registriert die Polizei über ein Dutzend falscher Telefonanrufe. „Bürger der Altstadt, Handschuhsheim, Neuenheim sowie Ziegelhausen wurden von Polizeibeamten kontaktiert, die vorgaben, eine rumänische Einbrecherbande festgenommen zu haben, die eine Liste mit persönlichen Daten mitgeführt hätte“, so das Mannheimer Polizeipräsidium am Montag.

Auch bei Heidelbergerin Jutta klingelt am Sonntag das Telefon

Dabei nutzt der unbekannte Anrufer den Trick einer vermeintlich echt wirkenden Telefonnummer. „Auf meinem Festnetztelefon stand die Telefonnummer der Polizei mit der Vorwahl von Heidelberg und der 110“, erzählt Jutta am Sonntagabend im Gespräch mit HEIDELBERG24 – nur wenige Minuten nach dem Trickbetrüger-Vorfall.

Gegen 20 Uhr hat ihr Telefon geklingelt. „Ich meldete mich mit "Ja" und am anderen Ende der Leitung sagte eine männliche Stimme: "Frau S. dies ist ein Notfall“, so die Heidelbergerin weiter. 

Laut dem Unbekannten solle sie sofort alle Türen und Fenster schließen. Dabei weiß der Täter genau, wo sie wohnt. „Ich vermute, dass der Anrufer meine Telefonnummer aus dem Telefonbuch oder aus dem Internet bekommen hat“, schätzt Jutta ein. Doch die 60-Jährige lässt sich nicht beirren und sagt zu ihrem Gegenüber wörtlich: „Sie wollen mich wohl verarschen" und legt auf. 

Zwar lebt Jutta alleine in ihrer Wohnung in der Wörthstraße, doch zum Zeitpunkt des Anrufs verspürt sie keine Angst. „Wenn er gemerkt hätte, dass ich ängstlich geworden bin, hätte er mich vielleicht nach Bargeld oder Kontonummer gefragt, die er als "Polizist" hätte sichern können“, vermutet die Heidelbergerin. Außerdem könne sich die Berufstätige nicht vorstellen, dass wirklich Gefahr im Verzug sei, sonst „wären die Polizisten persönlich an meiner Haustüre gestanden

Jutta meldet den Vorfall der Polizei

Nachdem die 60-Jährige den Hörer aufgelegt hat, warnt sie sofort ihren Nachbarn vor dem Vorfall und verständigt anschließend die Polizei. „Diese wusste von nichts.

Für die Heidelbergerin ist es besonders wichtig, dass nun ihre Mitbürger von solchen „Spielchen“ erfahren, „nur um diese berauben zu können“, so Jutta. 

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jol

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