Infoveranstaltung für Bürger

Diskussion um Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes

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Heidelberger besprechen ihre Anliegen bezüglich der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes. 

Heidelberg-Bergheim - Dass der Heidelberger Bahnhofsvorplatz neu gestaltet werden soll, ist beschlossene Sache. Wie er am Ende aussehen soll, ist aktuell jedoch noch in der Diskussion:

Am Dienstagabend, 20. Oktober, versammeln sich rund 70 Bürger in der Kantine der Stadtwerke Heidelberg. Der Grund: Die Vorgaben für die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatz werden bekanntgegeben und stehen zur Diskussion bereit.  

Der Heidelberger Bahnhof wurde seit der Eröffnung 1955 so gut wie gar nicht verändert. Im wesentlichen sind nur Läden, die Hochbeete und die Touristen Information hinzugekommen. 

Mittlerweile ist nicht nur die Optik des Bahnhofs und dessen dazugehörigen Vorplatzes in der Kritik, sondern insbesondere das Thema Radwege und Parkmöglichkeiten für die zahlreichen Fahrräder. 

In vier Interessengruppen wird am Dienstagabend lebhaft diskutiert. Die Schwerpunkte: 1. Auto, Parken, Taxi und Fußgänger, 2. Radverkehr und Parken, 3. Stadtgestaltung und Ästhetik, 4. Freiraumgestaltung. 

Schnell wird deutlich, dass insbesondere die Themen Ästhetik und Fahrräder nicht nur von hohem Interesse sondern auch hochemotional sind. 

Radverkehr und Parken

Das zentrale Problem des Themenbereichs Radverkehr und Parken ist die große Zahl an Rädern, die regelmäßig am Bahnhof abgestellt werden. Eine Zählung hatte 2015 ergeben, dass insgesamt 1.695 Räder am Bahnhof abgestellt wurden – und das während der Semesterferien. Schätzungen zufolge sollen es im Jahr 2030 etwa 3.900 Räder sein, die am Bahnhof untergebracht werden wollen. Betrachtet man die aktuelle Situation am Heidelberger Hauptbahnhof wird deutlich – das wird für Komplikationen sorgen.  

In der Diskussionsrunde werden mehrere Möglichkeiten der künftigen Fahrradunterbringung diskutiert. Möglich wäre eine Nutzung des zweiten Untergeschosses des Hauptbahnhofs. Dort wäre jedoch höchstens für 600 Räder Platz – und vermutlich wäre diese Lösung auch nicht als kostenloses Angebot möglich. Denkbar wäre auch ein anderes, neu gestaltetes unterirdisches Parksystem. Das wäre jedoch nur mit umfangreichen und aufwändigen Arbeiten am Hauptbahnhof zu bewerkstelligen und natürlich kostspielig. 

Für Stellplätze an der Oberfläche bleibt nur wenig Platz. Die Haltestelle der öffentlichen Verkehrsmittel soll an den Bahnhof herangerückt werden und natürlich müssen auch die Kurzzeit-Parkplätze und Taxi-Stellplätze bleiben.

Eine Lösung kann also nur einZusammenspiel aus ober- und unterirdischen Stellplätzen sein, darin sind sich alle Teilnehmer einig. 

Stadtgestaltung und Ästhetik

Auch die Ästhetik des Bahnhofsvorplatzes wird heiß diskutiert. Fest steht: Der 50er-Jahre Charme des Bahnhofsvorplatzes kommt nicht so gut an. Was sich die Bürger dagegen wünschen sind mehr Grünflächen und Bepflanzung für ein positives Klima. 

Zwei konkrete Ideen zur Neugestaltung finden besonderen Anklang bei den Bürgern: Die Installation von k ünstlerisch gestalteten Modellen, die die Universitätsstadt Heidelberg repräsentieren und quasi spielerisch erlebbar machen und eine ‚Blickachse‘, die bei Ankunft am Heidelberger Hauptbahnhof direkt den Blick auf die berühmte Altstadt und das Heidelberger Schloss lenken. 

Parken, Taxi und Fußgänger

Für die Fußgänger ist insbesondere eine Entzerrung von Rad-, Fuß- und Autoverkehr und eine bessere Orientierung im Bahnhofsbereich wichtig. 

Ein Kernthema ist auch die Gestaltung von Wartezonen beispielsweise für die Taxifahrer und -Nutzer. Hier wünschen sich die Teilnehmer insbesondere eine Überdachung als Wetterschutz.

Kritisch gesehen wird ebenfalls der Bereich zwischen der Touristen Information und der Bushaltestelle. Hier wird es für Fußgänger und Fahrradfahrer regelmäßig eng. 

Planung und Gestaltung

Insgesamt sollen fünf Büros mit der Gestaltung eines Entwurfes beauftragt werden. Der oder die besten Entwürfe sollen dann künftig umgesetzt werden. Die Anregungen der Bürger sollen in die Planungen mit einfließen. 

Im Mai 2016 sollen vermutlich die Entwürfe ausgestellt werden. Im Juni oder Juli 2016 soll dann der Sieger-Entwurft gekürt werden. 

Wer nicht selbst bei dem Termin dabei sein konnte, hat noch bis zum 23. Oktober 2015 die Möglichkeit, an der Online-Befragung zur Neugestaltung der Bahnhofsvorplätze teilzunehmen. 

>>> Wie soll der neue Bahnhofsvorplatz aussehen?

mk

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