Kriminalitätsstatistik 2014

Weniger Kriminalität in Heidelberg

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Heidelberg-Altstadt – Polizeipräsident Thomas Köber nutzt seinen ersten Auftritt vor dem Gemeinderat, um die Polizeiliche Kriminalstatistik 2014 vorzustellen. Ein Überblick.

Die gute Nachricht vorneweg: Die Polizei verzeichnete in Heidelberg im Kalenderjahr 2014 weniger Delikte als im Vorjahr.

Das gab Polizeipräsident Thomas Köber bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2014 vor dem Heidelberger Gemeinderat am Donnerstagabend bekannt. Demnach verzeichnete die Polizei in der Universitätsstadt 13.085 Delikte, sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Heidelberg liegt damit ungefähr im Mittel der letzten zehn Jahre.

Erfreulich: Mittlere oder schwerkriminelle Delikte sind im letzten Jahr zurückgegangen. Bei der Gewaltkriminalität wurden in 2014 18,9 % weniger Straftaten erfasst. Köber zeigte sich besonders über den Rückgang bei jugendlichen und heranwachsenden Tatverdächtigen erfreut. Das zeige, dass die Gewaltprävention in Schulen fruchte, so der Polizeipräsident.

Zudem sei die Zahl der Delikte im Segment„Raub oder räuberische Erpressung“ in Heidelberg zurückgegangen: Fast 17 % weniger als im Vorjahr. Besonders rückläufig sind die Straftaten in Bezug auf gefährliche Körperverletzung. Hier verzeichnete die Polizei ein Drittel weniger Delikte als in 2013.

Grund zur Sorge bereitet dem Polizeipräsidenten allerdings die Zahl der grundlosen Angriffe auf Polizeibeamte. In dieser Statistik werden Attacken auf Beamte bei Verhaftungen nicht eingerechnet. Hier verzeichnete die Polizei im vergangenen Jahr 77 Delikte. „Eine Tendenz, die mir ernsthaft Sorgen bereitet“, sagte Köber.

Zunahme bei Eigentumsdelikten 

Statistisch zugelegt haben in Heidelberg Delikte wie Ladendiebstahl (+ 41,8 %) und Taschendiebstahl (+ 67,9 %). Die Zunahme sei im Wesentlichen auf Armutsmigration zurückzuführen, erklärte Köber.

Besonders für Aufregung sorgte im zweiten Halbjahr letzten Jahres in Heidelberg eine Reihe von Wohnungseinbrüchen. Die Polizei registrierte 389 versuchte und vollendete Wohnungseinbrüche. „Wir haben die Sorgen der Bürger ernst genommen“, erklärte der Polizeipräsident,„und eine Sonderkommission eingesetzt.“ Inzwischen sei die Zahl der Einbrüche bereits aber wieder um ein Drittel rückläufig, da durch die verstärkte Polizeiarbeit eine Art„Verdrängungseffekt“ eingesetzt habe.

Tatverdächtige nach Alter 

Interessant auch die Statistik in Bezug auf das Alter der Tatverdächtigen. Besonders das Alterssegment der Jugendlichen (14 bis 18 Jahre) sei einen Blick wert: Dies wird in knapp 11 Prozent der Fälle als tatverdächtig angesehen, obwohl es lediglich drei Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht.

Erstaunlich auch die Tatsache, dass in dieser Altersgruppe weniger als 50 % der Tatverdächtigen, die Delikte in Heidelberg verüben, selbst auch in Heidelberg wohnen. In der Regel sind das 75 % der Tatverdächtigen. Köber spricht in diesem Fall von „importierter Kriminalität“ und verweist eindringlich auf die Wichtigkeit von Präventionskonzepten:„So kann schon früh verhindert werden, dass Jugendliche in die Schwerkriminalität abrutschen.“ 

rmx

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