1. Heidelberg24
  2. Heidelberg

Heidelberg: Betriebshof hat neuen Standort ‒ wo Bus und Bahn jetzt hinkommen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Florian Römer

Blick auf den maroden RNV-Betriebshof in der Bergheimer Straße in Heidelberg. Er soll am Altstandort neu gebaut werden.
Blick auf den RNV-Betriebshof in Heidelberg. © HEIDELBERG24/Florian Römer

Heidelberg - Über mehrere Jahrzehnte wurde ein neuer Standort für den RNV-Betriebshof gesucht. Jetzt steht fest: Der Betriebshof wird am Altstandort in Bergheim neu gebaut.

Finden die Diskussionen um den Standort des RNV-Betriebshofs in Heidelberg damit ein Ende? Im Mai vertagte der Heidelberger Gemeinderat noch eine Standort-Entscheidung. Am Donnerstag (22. Juli) beschloss das Stadtparlament mit großer Mehrheit, dass der Betriebshof auf dem bestehenden Areal neu gebaut werden soll. Zudem werden Straßenbahnen an zwei zusätzlichen Orten im Stadtgebiet geparkt. 30 Stadträte stimmten für einen entsprechenden Antrag von CDU, Grüne und „Heidelberger“. Einen begehbaren Park auf dem Gebäude-Dach wird es hingegen nicht geben.

StadtHeidelberg
BundeslandBaden-Württemberg
Bevölkerungszahl161.485 (2020)
Fläche108,8 km²
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Heidelberg: Betriebshof-Neubau am Altstandort

Nach Wunsch von CDU, Grüne und „Heidelberger“ soll der neue Betriebshof so klein wie möglich werden. Stadtverwaltung und RNV hatten ein größeres Konzept für einen Neubau am Altstandort in Bergheim vorgelegt. Neben dem neuen Betriebsgebäude sollten aus Sicht von Stadt Heidelberg und RNV auf dem Areal zwischen Bergheimer Straße, Karl-Metz-Straße, Alte Eppelheimer Straße und Emil-Maier-Straße Abstellplatz für 32 Bahnen und 30 Busse geschaffen werden. Zunächst waren zum Abstellen von 18 Straßenbahnen dezentrale Ausweichflächen in Rohrbach-Süd angedacht.

Übrigens: Unser HEIDELBERG24-Newsletter informiert Dich regelmäßig über alles Wichtige, was in Deiner Stadt passiert.

Mit dem neuen Beschluss können in Rohrbach-Süd künftig acht Bahnen abgestellt werden. Weitere 18 sollen auf einer Fläche bei der Berufsschule in Wieblingen Platz finden. Damit wäre mehr Platz in Bergheim. Rechnerisch müssten in Bergheim nur noch 14 Bahnen untergebracht werden. Zudem soll geprüft werden, ob auf dem ehemaligen Eternit-Gelände eine Abstellanlage errichtet werden kann.

Heidelberg: Stadtpark zwischen Betriebshof und Dezernat 16 geplant

Am Altstandort sollen die „Nutzungen auf die absolut notwendigen Funktionen minimiert“ werden, „um städtebaulich ein urbanes Quartier mit einer Durchlässigkeit und Vernetzung mit dem Landfried-Areal und dem Dezernat 16 zu ermöglichen“, heißt es im Antrag. Angedacht ist ein Rückbau der Emil-Maier-Straße und eine Umwandlung in eine Grünfläche. Ziel ist ein „Innerstädtischer Park“. Falls möglich soll an dessen Ostseite ein Gebäude entstehen, dass in den oberen Stockwerken preisgünstiges Wohnen schafft. Das Erdgeschoss könnte „adäquat bespielt“ ein „gutes Gegenüber zum Dezernat 16“ bilden. Die SPD scheiterte im Gemeinderat hingegen mit einem Antrag, auf dem neuen Betriebshofgebäude einen begehbaren Park zu integrieren.

Wie sich die Planänderungen auf die Kosten für das Neubauprojekt auswirken ist noch unklar. RNV und Stadt hatten für ihr Konzept mit Kosten von 65 Millionen Euro für Bergheim geplant. Eine optionale Zufahrt zum Betriebshof über die Alte Eppelheimer Straße würde zusätzlich 6 Millionen Euro kosten. Zusätzliche Aufwendungen würden für die dezentralen Abstellflächen in Wieblingen (20 Millionen) und Rohrbach-Süd (13 Millionen) anfallen. Grunderwerbskosten waren hierfür noch nicht eingerechnet. Nach aktuellen Planungen wird mit einem Baubeginn im Jahr 2025 gerechnet. (rmx)

Auch interessant

Kommentare