Ergebnis der Sicherheitspartnerschaft

Sinkt die Kriminalität in Heidelberg? OB Würzner stellt Polizei-Bilanz vor

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Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (li.) und Polizeipräsident Thomas Köber stellten am Montag, 19. November 2018, gemeinsam die erste Bilanz der Heidelberger Sicherheitspartnerschaft vor.

Heidelberg - Bei einer Pressekonferenz stellt Oberbürgermeister Würzner die Polizeibilanz vor. Das Fazit: Die Kriminalität sinkt, die Bürger fühlen sich sicherer:

Im Rahmen der Sicherheitspartnerschaft zwischen Heidelberg, Mannheim und dem Land Baden-Württemberg verkündet Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner die erste Bilanz. Seit Februar arbeiten die Städte und die Behörden enger zusammen, um gegen Kriminalität vorzugehen. Bereits im März wurde eine kleine Bilanz gezogen.

Im Rahmen einer Pressekonferenz am Montag (19. November) erklären Würzner und der Polizeipräsident Thomas Köber die Erfolge, die der Partnerschaft „Sicherheit in Heidelberg“ zu verdanken sind. So sind Kriminalität und Ordnungsstörungen in vielen Bereichen teils stark gesunken. Die Polizei habe in den vergangenen Monaten auch viel positive Rückmeldung von Bürgern bekommen, die sich sicherer fühlen würden.

Mehr Beamte und Projekte

Das Konzept der Sicherheitspartnerschaft ist voll aufgegangen. Es sind jetzt sehr viel mehr Polizistinnen und Polizisten im Heidelberger Stadtgebiet unterwegs. Ich danke dem Land und den Polizeikräften für die gute und enge Zusammenarbeit mit der Stadt – der Erfolg ist spür- und messbar“, sagt Oberbürgermeister Würzner „Wir treten Kriminalität und Ordnungswidrigkeiten gemeinsam mit Entschlossenheit entgegen, damit unsere Stadt sicher und lebenswert bleibt.

Um das zu erreichen, werden seit Anfang des Jahres mehr Polizisten und Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes auf der Straße eingesetzt, mehr Kontrollen und Schwerpunkt-Einsätze durchgeführt und Projekte wie die Neckarwiesen-Beleuchtung installiert.

Über 9.000 Einsätze für Polizei

Auch Schulungen und Beratungen, der Einsatz einer Polizei-Radgruppe und der Reiterstaffel haben zur dem positiven Ergebnis der Bilanz geführt. Zudem führt die Polizei am Bismarckplatz, in der Altstadt, am Seegarten/Busshuttle Petrick-Henry-Village, in der Schwanenteichanlage, am Hauptbahnhof und an der Neckarwiese Schwerpunkteinsätze durch.

Dafür sind insgesamt 1.057 Beamte des Polizeipräsidium Mannheim und 3.302 Polizisten der Bereitschaftspolizei Bruchsal im Einsatz. Der Ordnungsdienst ist mit 17 Mitarbeitern im Einsatz.

So konnten in den letzten neun Monaten 9.566 Personenkontrollen mit 3.855 Durchsuchungen und 1.019 Fahrzeugkontrollen durchgeführt werden. Dabei werden 185 Personen festgenommen und 291 Platzverweise erteilt. 

Im gleichen Zeitraum kommt der Kommunale Ordnungsdienst auf 6.885 Einsätze. Darunter 1.017 Personenfeststellungen, 1.159 Verwarnungsgelder, 1.762 Anzeigen, 512 Platzverweise, 483 Durchsuchungen und 35 Beschlagnahmungen. Die Einsätze haben sich um 39 Prozent zum Vorjahr erhöht, die Maßnahmen um 64 Prozent!

Weniger Autoaufbrüche, mehr Körperverletzungen

Trotzdem nimmt die Kriminalität überwiegend ab. So gibt es weniger Straßenkriminalität und „Rohheitsdelikte“ wie Körperverletzungen auf dem Neckarvorland. Auch der Drogenhandel ist dort zurück gegangen. Während die Anzahl der Autoaufbrüche stark rückläufig ist, steigen generell die Körperverletzungsdelikte an

Besorgniserregend ist die Tatsache, dass es mehr Angriffe auf Beamte und den Ordnungsdienst gibt, bei denen auch Personen verletzt werden. Immer öfter verbünden sich auch Außenstehende mit den Tätern und greifen an.

In Zukunft sollen zudem intelligente Überwachungskameras an den Standorten Hauptbahnhof und Bismarckplatz installiert werden. Zudem werden rund 540.000 Euro für die Kriminalprävention eingesetzt. 

pm/dh

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