Ohne Eltern in einem fremden Land

So klappt die Integration von minderjährigen Flüchtlingen in Heidelberg!

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Bilanz über Aufnahme und Integration von minderjährigen Flüchtlingen in Heidelberg (Symbolfoto)

Heidelberg - Der Jugendhilfeausschuss zieht eine positive und stabile Bilanz zu Aufnahme und Integration von minderjährigen Flüchtlingen. Derzeit werden mehr als 100 von ihnen betreut:

Seit der Einrichtung des Ankunftszentrums für Flüchtlinge auf dem Patrick-Henry-Village stieg die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Ausländer (UMA) enorm an. „Während das Kinder- und Jugendamt vor 2015 im Schnitt jährlich etwa zehn UMA in Obhut genommen hatte, waren es im Zeitraum von November 2015 bis September 2017 mehr als 500“, heißt es am Mittwoch (7. März) in einer Mitteilung der Stadt Heidelberg. 

>>> Patrick-Henry-Village bleibt bis auf weiteres Ankunftszentrum

Heute ist die Zahl der UMA jedoch deutlich rückläufig 

113 Jugendliche leben derzeit in betreuten Wohnformen, Heimen und Pflegefamilien in und um Heidelberg. Um genau zu sein wohnen 60 UMA in der Stadt, die anderen überwiegend im Rhein-Neckar-Kreis. „Dass wir auch im Bereich der UMA auf dezentrale Unterbringung setzen, hat sich bewährt“, sagt Jugendamtsleiterin Myriam Lasso. Soll seien Probleme, die in zentralen Großunterkünften entstünden, vermieden worden.

Die Minderjährigen, die ohne ihre Eltern nach Heidelberg kommen, werden derzeit dauerhaft betreut. Einige von ihnen haben bereits ein Praktikum absolviert oder sogar eine Ausbildung bekommen. Ansonsten bestehe die Schulpflicht für die Jugendlichen.

Mehr als die Hälfte der jungen Flüchtlinge kommt aus Afghanistan, die übrigen vor allem aus Syrien und aus afrikanischen Ländern wie Äthiopien, Eritrea, Gambia und Somalia.

Prognose bis 2021

Etwa 60 UMA sollen zwischen 2019 und 2021 volljährig werden. Damit benötigen sie keine Betreuung der Jugendhilfe mehr. Da Heidelberg die vom die vom Land vorgegebene Aufnahmequote erreicht hat, werden die meisten der regelmäßig neu ankommenden Jugendlichen nach der Altersfeststellung und vorläufigen Inobhutnahme im Rahmen der bundesweiten Verteilung weitergeleitet.

Übrigens: Die Betreuungs- und Unterbringungskosten in den Jahren 2015 bis 2017 liegt bei 14 Millionen Euro.

pm/jol

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