Stadt hat große Pläne

Diese 5 Umwelt-Projekte sollen Heidelberg sauberer machen! 

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(Archivfoto)

Heidelberg - E-Busse, mehr Carsharing und Öko-Strom sind nur drei der vielen Punkte, die sich die Stadt auf ihre Liste für ein umweltfreundlicheres Heidelberg notiert hat:

Da hat sich Heidelberg einiges auf die Agenda genommen!

Am Donnerstag (1. März) beschließt der Gemeinderat einstimmig den schrittweisen Umstieg auf emissionsfreie Mobilität. Die Stadt will damit den Schadstoffausstoß deutlich senken und die Luftqualität verbessert.

1. E-Busse

Die Neckarstadt hält 2017 flächendeckend die Stickstoffdioxid-Grenzwerte ein. Die höchste Belastung ist in der Mittermaierstraße in Bergheim mit 39 Mikrogramm gemessen worden. „Das aktuelle Messergebnis zeigt, dass die Anstrengungen der Stadt Heidelberg zur Luftreinhaltung greifen. Der eingeschlagene Weg ist demnach erfolgreich, muss aber zwingend verstetigt werden, damit die Erfolge auch nachhaltig sind“, heißt es am Freitag in einer Mitteilung der Stadt. Drum plant sie ihren Fuhrpark mit insgesamt 320 Fahrzeugen mit teilweise emissionsfreien Antrieben auszustatten beziehungsweise zu ersetzen. 

Dieselbusse sollen schrittweise verschwinden und fürs Erste mit batteriebetrieben E-Bussen ausgetauscht werden. Langfristig plant die Stadt wasserstoffbetriebe E-Busse, die allerdings aktuell noch nicht serienreif sind.

Übrigens: Die ersten drei modernen Busse sollen zwischen Hauptbahnhof und S-Bahnhof Altstadt rollen.

Damit diese Fahrzeuge auch noch in diesem Jahr zum Einsatz kommen, hat Heidelberg außerplanmäßig 600.000 Euro zur Verfügung gestellt.

2. Ladestationen

Eine besondere Herausforderung ist der Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur. Hier will die Stadt ein Standort- und Ausbaukonzept von E-Ladestationen erarbeiten. Sie hat bewirbt zudem bei ,H2Mobility‘, um eine Wasserstoff-Tankstelle zu bekommen.

3. Carsharing

Heidelberg gehört deutschlandweit zu den Top-Fünf-Städten mit den meisten Carsharing-Fahrzeugen pro 1.000 Einwohnern“, darauf weist die Stadt hin. Deshalb will sie auch in Zukunft das Thema Carsharing ausbauen. Insgesamt seien dafür zwölf neue Stellplätze in fünf Stadtteilen vorgesehen.

4. Strom

Klimaneutraler Strom aus erneuerbaren Energien ist natürlich ein MUSS für Umweltschutz. Deswegen bauen die Stadtwerke Heidelberg ihr Angebot an Ökostrom aus. Sie will die derzeit zwölf Ladepunkte auf 150 Ladepunkte bis 2020 aufstocken.  

5. Hand in Hand

Damit der Umweltschutz auch tatsächlich funktioniert, ist es notwendig, dass auch die Nachbarn mitmachen. Im Fall von Heidelberg bedeutet dass, mit Ludwigshafen und Mannheim an einem gemeinsamen Strang zu ziehen. Zusammen mit den zwei Städten hat sie bereits fünf Schwerpunkte festgelegt: 

  • Digitalisierung des Verkehrs
  • Vernetzung im Öffentlichen Personenverkehr
  • Radverkehr
  • Elektrifizierung des Verkehrs
  • urbane Logistik

>>> Fix von Heidelberg nach Mannheim! Das kann die neue ,Radschnellverbindung‘

Es wird also spannend bleiben, wie sich die Stadt und die gesamte Metropolregion Rhein-Neckar verändern werden. Der Heidelberger Gemeinderat hat auf jeden Fall schon einmal die Vision bis 2050 die CO2-Emissionen um 95 Prozent zu reduzieren – dafür kann auch eine „Umstellung des motorisierten Verkehrs“ eine mögliche Maßnahme sein.

>>> Stadt will Adenauerplatz für Radfahrer ‚entwirren‘

pm/jol

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