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Heidelberg: Verbotene „Querdenker“-Demo gegen Corona-Maßnahmen – Polizei greift durch

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Von: Peter Kiefer

Heidelberg - Weil eine verbotene Versammlung der Gegner der Corona-Maßnahmen am Samstag (17. April) dennoch stattfand, musste die Polizei durchgreifen. Die Bilanz des Einsatzes:

Alle Hände voll zu tun für die Polizei am Samstagnachmittag (17. April) in der Heidelberg-Bergheim: Denn trotz eines Verbots von der Versammlungsbehörde der Stadt Heidelberg verhängten Verbots haben sich rund 80 Personen auf der Schwanenteichanlage an der Kurfürsten-Anlage versammelt, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren. Wie die Polizei am Sonntag mitteilt, sind die meisten Demo-Teilnehmer erst nach mehrfacher polizeilicher Ansage der Aufforderung nachgekommen, den Platz zu verlassen.

StadtHeidelberg
BundeslandBaden-Württemberg
Fläche108,84 km²
Einwohnerzahl161.485 (Stand: Dez. 2019)
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Insgesamt wurden 28 Platzverweise erteilt. Zudem sind gegen 32 Personen Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden – davon 19 wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. Weitere zwölf Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung sowie in einem Fall wegen der Verweigerung der Namensangabe bei der Personalienfeststellung durch einen Polizeibeamten. Darüber hinaus ist auch eine Lautsprecheranlage beschlagnahmt worden.

Heidelberg: Polizei am Wochenende wegen Corona im Dauereinsatz

Erst gegen 13:45 Uhr war der Schwanenteich zur Nutzung der beliebten Freizeitanlage wieder frei für alle Bürger verfügbar. Überhaupt blickt das Polizeipräsidium Mannheim auf ein Corona-bedingt ereignisreiches Wochenende zurück, wie HEIDELBERG24 berichtet. Gleich zu mehreren illegalen Corona-Partys müssen Einsatzkräfte verschiedener Revier ausrücken – davon allein drei Einsätze in Heidelberg.

Übrigens: Die letzte große Demo der Gegner der Corona-Maßnahmen in der Region ist am 28. März in Sinsheim über die Bühne gegangen, als mehr als 800 Teilnehmer unter anderem dem live aus Afrika zugeschalteten „Querdenker-Arzt“ Bodo Schiffmann (53) gebannt lauschten. Schiffmann hatte im Vorfeld von Sinsheims OB Jörg Albrecht (parteilos) gefordert, er solle sich als erster Bürgermeister gegen die Bundesregierung und die Pandemie-Lüge Farbe bekennen. (pol/pek)

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