1. Heidelberg24
  2. Heidelberg

Corona-Impfstoff: Hier in Heidelberg produziert CureVac schon bald sein Vakzin

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Josefine Lenz

In Heidelberg wird künftig Corona-Impfstoff von CureVac hergestellt. Das teilt das Unternehmen aus Tübingen am Dienstag mit:

CureVac war eines der ersten Unternehmen in Deutschland, das sich zu Beginn der Corona-Pandemie auf die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffes gestürzt hat. Doch während das Unternehmen aus Tübingen noch mit Tests zu tun hatte, konnten andere Firmen wie BioNTech und Pfizer sowie Moderna, Johnson & Johnson und AstraZeneca ihre Vakzine zulassen und verteilen. Doch nun macht auch CureVac einen großen Schritt in Richtung Zulassung.

FirmaCureVac
SitzTübingen
Gründung2000

CureVac will Impfstoff in Heidelberg herstellen lassen

Das Unternehmen will mehr als 100 Millionen Corona-Impfdosen in Heidelberg herstellen lassen. Mehr als 50 Millionen Dosen sollen noch in diesem Jahr produziert werden, wie CureVac am Dienstag (30. März) auf seiner Homepage mitteilt. Die Tübinger Firma und der Schweizer Pharma-Auftragsfertiger Celonic schlossen dazu eine Kooperation ab. Celonic hat neben dem Hauptquartier in Basel einen Standort in Heidelberg. Dieser befindet sich im Czernyring.

Heidelberg wird Standort für CureVac-Impfstoff – Zulassung im Sommer?

Die Wirksamkeit des Corona-Impfstoffes von CureVac wird derzeit in fortgeschrittenen Studien in Europa und Lateinamerika mit rund 35.000 Teilnehmern untersucht. Die Firma bekräftigt, dass die Zulassung des Impfstoffes im zweiten Quartal 2021 beantragt werden soll. Mit einer Genehmigung rechnet CureVac Ende Juni. Curevac hatte im Herbst 2020 damit begonnen, ein europäisches Netzwerk zur Impfstoff-Herstellung mit mehreren Dienstleistungspartnern aufzubauen. Bislang hat Curevac Vereinbarungen mit Bayer, Fareva, Wacker, Rentschler und anderen geschlossen.

Das Unternehmen Celonic in Heidelberg
Das Unternehmen Celonic in Heidelberg stellt Corona-Impfstoffe von CureVac her. © HEIDELBERG24/Florian Römer

Der Curevac-Impfstoff basiert wie der Impfstoff von Biontech und seines US-Partners Pfizer auf dem Botenmolekül mRNA, das im Körper die Bildung eines Virus-Eiweißes anregt. Dies löst eine Immunreaktion aus, die den Menschen vor dem Virus schützen soll. Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hatte das schnelle Prüfverfahren für den Curevac-Impfstoff im Februar gestartet.

Während es gute Nachrichten vom Coronavirus-Impfstoff von CureVac gibt, steht aktuell das Vakzin von AstraZeneca gar nicht gut da. Nachdem mehrere Fälle von Thrombose-Erkrankten bekannt wurden, stoppten mehrere Bundesländer die Impfung für Menschen unter 60 Jahren. Nun ändert die Ständige Impfkommission ihre Alterbegrenzung ebenfalls auf über 60-Jährige. (dpa/jol)

Auch interessant