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Corona in Heidelberg: Sternsinger unterwegs? Das bedeutet Pandemie für uralte Tradition

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Von: Florian Römer

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Heidelberg – Aktuelle Fallzahlen und Inzidenzen. Der tägliche Corona-Ticker von HEIDELBERG24 hält Dich über die Lage in der Universitäts-Stadt auf dem Laufenden:

Update vom 30. Dezember, 7:57 Uhr: Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sollen in diesem Jahr wieder Sternsinger im Südwesten unterwegs sein. Die gewohnten Hausbesuche sollen in den meisten Pfarreien wieder möglich sein, teilte der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Baden-Württemberg mit. Zudem soll es an verschiedenen Orten auch andere Segensangebote gebe. Die Gemeinden setzen dazu auf Hygienekonzepte. Der BDKJ hat die Sternsinger-Gruppen den Angaben zufolge bei einem Online-Treffen über Möglichkeiten für ein sicheres Sternsingen informiert.

Die Sternsinger-Eröffnungsfeier der Diözese Rottenburg-Stuttgart an diesem Donnerstag wurde wegen der aktuellen Corona-Lage jedoch abgesagt. Bischof Gebhard Fürst begrüßt eine Gruppe von Sternsingern bei einem Empfang am 6. Januar im Haus Stella Maris in Stuttgart.

Im Januar 2022 sollen trotz Corona wieder Sternsinger an die Türen in Baden-Württemberg klopfen. (Symbolfoto)
Im Januar 2022 sollen trotz Corona wieder Sternsinger an die Türen in Baden-Württemberg klopfen. (Symbolfoto) © Friso Gentsch/picture alliance/dpa

Auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) heißt am 10. Januar wieder eine Reihe von Sternsingern im Neuen Schloss in Stuttgart willkommen. Die Erzdiözese Freiburg zeigt ihre Wertschätzung für die Sternsinger bei einem Danktag am 5. Februar, der 2022 für die Sternsinger in der Region Bodensee-Hohenzollern organisiert wird.

Corona in Heidelberg: Impfung für 5- bis 11-Jährige – Kinderärzte beantworten Fragen

Update vom 29. Dezember, 13:39 Uhr: Wie schütze ich mein Kind am besten vor dem Coronavirus? Wie läuft die Impfung ab? Womit genau wird geimpft? Was ist über mögliche Nebenwirkungen bekannt? In welchem Abstand werden Erst- und Zweitimpfung verabreicht? Solche Fragen bewegen viele Eltern nicht nur in Heidelberg. Seit dem 16. Dezember können auch Kinder zwischen 5 und 11 Jahren geimpft werden. Um Eltern bei ihren Fragen zur Impfung zu unterstützen, hat die Stadt Heidelberger Kinderärzte, die selbst impfen und neben fachlicher Meinung auch Erfahrungen einbringen können, zu einer Gesprächsrunde gebeten. Eine Aufzeichnung des Gesprächs ist auf dem Youtube-Kanal der Stadt Heidelberg zu finden: www.youtube.com/user/StadtHeidelberg.

Ein Kinderarzt impft ein 7-jähriges Mädchen gegen das Coronavirus.
Ein Kinderarzt impft ein 7-jähriges Mädchen gegen das Coronavirus. © dpa/Jan Woitas

Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut hat zuletzt eine Impfempfehlung für Kinder mit Vorerkrankungen im Alter von fünf bis elf Jahren ausgesprochen. Bei individuellem Wunsch können aber auch Kinder ohne Vorerkrankung geimpft werden. Zusätzlich empfiehlt die STIKO die Impfung für Kinder, die zum Beispiel mit Hochbetagten oder Menschen mit schwachem Immunsystem zusammenleben. Bereits jetzt können sich Kinder und Jugendliche mit Zustimmung der Personensorgeberechtigten bei Kinder- und Jugendärzten impfen lassen. Der „Impfstützpunkt Rhein-Neckar“ im Patrick-Henry-Village (PHV) bietet nach ärztlicher Aufklärung ebenfalls Impfungen für Kinder ab fünf Jahren an.

Corona in Heidelberg: Traurige Marke geknackt! Jetzt über eine Million Infizierte in BW

Update vom 29. Dezember, 8:28 Uhr: Traurige neue Höchstmarke in Baden-Württemberg: Im Ländle hat die Zahl der nachweislichen Corona-Infektionen die Marke von einer Million überschritten. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwochfrüh (29. Dezember) mitteilt, haben sich 1.006.005 Menschen im Südwesten nachweislich mit Corona infiziert. Das sind 6.080 Infektionen mehr als am Vortag.

Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus ist um 61 auf 12.911 seit Pandemie-Beginn gestiegen. Auf den Intensivstationen im Land werden derzeit 560 Covid-Patientinnen und -Patienten behandelt – zwei weniger als am Vortag. Die Hospitalisierungsinzidenz blieb unverändert bei 3,2. Die landesweite 7-Tage-Inzidenz ist weiter leicht gesunken – um 1,9 auf den Wert von 210,5.

Auch in Baden-Württemberg: Omikron-Variante breitet sich rasant aus

Die Ausbreitung der Omikron-Variante nimmt im Südwesten weiter zu. Die Zahl der ans Landesgesundheitsamt übermittelten Fälle kletterte am Dienstag um 294 auf nun 1.274. Dabei handelt es sich sowohl um Verdachtsfälle als auch um Infektionen, die per Vollgenom-Analyse bestätigt wurden. Zum Anteil der aktuellen Verdachtsfälle macht die Behörde keine Angaben.

Alarmierend: Von rund 4.500 in der vorigen Woche (20. bis 26. Dezember) per Vollgenom-Analyse untersuchten Proben wurde bereits bei 6 Prozent die Omikron-Variante festgestellt. Bei den restlichen Proben handelte es sich um die Delta-Variante. In der Woche zuvor hatte der Omikron-Anteil bei den auf diese Weise untersuchten Proben noch bei 0,9 Prozent gelegen.

Corona in Heidelberg: Immer mehr Omikron-Infizierte – die aktuellen Zahlen

Update vom 28. Dezember, 8:47 Uhr: Die besorgniserregende Omikron-Variante ist endgültig auch in Heidelberg und Umland angekommen: Dem Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises sind insgesamt bereits 12 Fälle mit nachgewiesener Omikron-Variante bekannt – davon 5 Fälle in Heidelberg und 7 Fälle im RN-Kreis (Stand 27. Dezember, 11 Uhr). Dazu kommen noch 34 (in Heidelberg) bzw. 51 (RNK) Verdachtsfälle – hier sei die Sequenzierung laut Gesundheitsamt jeweils noch nicht abgeschlossen.

Corona in Heidelberg: In nur einer Woche! Omikron-Alarm – 6 Mal so viele Fälle in BW

Update vom 27. Dezember, 9:39 Uhr: Die Zahl der an das Landesgesundheitsamt (LGA) übermittelten Omikron-Fälle ist im Südwesten binnen einer Woche auf mehr als das Sechsfache gestiegen. Wie das LGA am Sonntag (26. Dezember) in Stuttgart mitgeteilt hat, sind bisher 855 Fälle der Omikron-Variante (B.1.1.529) aus Baden-Württemberg an die Behörde übermittelt worden – 57 Fälle mehr als am Vortag. Vor einer Woche sind es 136 Fälle gewesen. Bei den vom LGA täglich ausgewiesenen Omikron-Fällen handelt es sich sowohl um Verdachtsfälle als auch um Infektionen, die per Vollgenom-Analyse bestätigt wurden. Zum Anteil der aktuellen Verdachtsfälle macht die Behörde keine Angaben.

Die 7-Tage-Inzidenz ging über die Weihnachtsfeiertage im Südwesten kontinuierlich zurück. Der Wert lag am Sonntag bei 222 pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am Vortag hatte er noch bei 228,4 gelegen – vor einer Woche bei 345,6. Die Zahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie stieg im Vortagesvergleich um 1.949 auf nun 997.932. Es wurden 11 weitere Todesfälle gemeldet. Somit sind insgesamt in BaWü 12.795 Menschen an oder mit Corona gestorben.

Corona in Heidelberg: Alarmierend! So viele Omikron-Fälle gibt‘s schon in BaWü

Update vom 24. Dezember, 8:49 Uhr: Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg sinkt weiter. Wie das Landesgesundheitsamt am Donnerstag in Stuttgart mitgeteilt hat, lag der Wert bei 274,1 pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche (Stand 23. Dezember, 16 Uhr). In der Vorwoche hatte der Wert noch bei 370,2 gelegen. Im Vergleich zum Vortag verzeichnete die Behörde mit Sitz in
Stuttgart 4.984 neue Infektionen und 28 weitere Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 991.853 Menschen nachweislich angesteckt. Die Zahl der registrierten Todesfälle stieg auf 12.754.

Coronavirus - Virusvariante Omikron
Die WHO warnt vor der neuen Mutation Omikron. © Andre M. Chang/dpa

Bislang wurden 493 Fälle der Omikron-Variante (B.1.1.529) aus Baden-Württemberg an das Landesgesundheitsamt übermittelt – das sind 147 Fälle mehr als am Vortag. Bei den vom LGA täglich ausgewiesenen Omikron-Fällen handelt es sich sowohl um Verdachtsfälle als auch um Fälle, die per Vollgenom-Analyse bestätigt wurden. Zum Anteil der aktuellen Verdachtsfälle macht die Behörde keine Angaben. Die Zahl der Covid-Patientinnen und -Patienten auf baden-württembergischen Intensivstationen liegt bei 583, davon werden 351 künstlich beatmet (Stand: 12.30 Uhr).

Corona in Heidelberg: So schützt Du dich an Weihnachten vor Infektion – Epidemiologe gibt Tipps

Update vom 23. Dezember, 9:29 Uhr: Bei Zusammenkünften an den Feiertagen ist eine Corona-Impfung aus Sicht des Epidemiologen Stefan Brockmann die beste Vorkehrung, die man treffen kann. Dennoch sollte auch die Gruppe, in der man zusammenkommt, möglichst klein sein, mahnt der Leiter des Referats für Gesundheitsschutz und Epidemiologie beim Landesgesundheitsamt in Stuttgart gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Wer sich zudem mit Menschen außerhalb des eigenen Haushalts treffe, sollte vorher einen Selbsttests machen, um sicherzustellen, nicht Virusträger zu sein. Bei Geimpften sei die Empfindlichkeit des Selbsttests zwar geringer, sagte Brockmann. „Aber getestet ist immer besser als nicht getestet.“ Auch für die Omikron-Variante seien die Selbsttests nach derzeitigem Wissen gut geeignet.

Mit Blick auf die derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen sagte Brockmann, er sei sich nicht sicher, ob es über die Feiertage wirklich mehr Kontakte geben werde, als man sonst auch im Alltag habe. „Wir sind inzwischen alle müde von der Pandemie. Doch gerade deshalb ist es jetzt auch zu den Feiertagen wichtig, sich an die Vorgaben zu halten.“ Dazu gehöre, nicht zu viele Menschen zu treffen, Maske zu tragen und vor Treffen einen Selbsttest zu machen. „Ich bin überzeugt, dass Appelle manchmal wirkungsvoller sind als reine Verbote.“

Corona in Heidelberg: Besser als Bundesschnitt – So viele Bürger sind vollständig geimpft

Update vom 22. Dezember, 11:43 Uhr: Es geht im Kampf gegen Corona voran, wenn auch nur schleppend. Laut Sozialministerium BaWü haben 73,3 Prozent der Bürger in Heidelberg zumindest ihre Erstimpfung erhalten. Etwas weniger (70,5) haben bereits den vollständigen Impfschutz – 35,4 Prozent haben bereits ihren Booster intus, wie die RNZ berichtet. Im angrenzenden Rhein-Neckar-Kreis sind die Zahlen fast identisch: 70,6 Prozent vollständig geimpft, 33,4 Prozent mit Auffrischungsimpfung. Beim großen Nachbarn Mannheim sind es übrigens deutlich weniger: In der Quadratestadt sind lediglich 68,6 Prozent der Menschen vollständig geimpft und 24,8 Prozent geboostert.

Zum Vergleich: Bundesweit sind 70,3 Prozent bzw. 58,5 Millionen Menschen vollständig geimpft (Stand 20. Dezember). Geboostert sind 32,6 Prozent – dies entspricht 27,1 Millionen in Deutschland lebenden Personen.

Corona-Impfungen in Heidelberg (Fotomontage)
Corona-Impfungen in Heidelberg. (Fotomontage) © dpa-Ronald Wittek,Bodo Schackow/Montage HEADLINE24

Corona in Heidelberg: Zusätzliche Flächen für Außen-Gastro auch in 2022

Update vom 21. Dezember: Wegen der Corona-Krise können Gastro-Betriebe auch 2022 erweiterte Flächen für die Außenbewirtschaftung nutzen. Das hat der Gemeinderat Heidelberg entschieden. Zudem zahlen Betriebe für Außenbewirtschaftungsflächen, Werbeaufsteller, Warenständer, Dekorationsgegenstände und ähnlichem für das Jahr 2022 lediglich 25 Prozent der Gebühren, die vor der Pandemie angefallen waren.

Seit 2020 müssen Betriebe keine Sondernutzungsgebühr für Außengastronomieflächen zahlen. Dadurch entgingen der Stadtkasse rund 400.000 Euro. Kommendes Jahr werden rund 300.000 Euro an Fehlbetrag hinzukommen. Insgesamt nutzten bislang 123 Betriebe in Heidelberg die Erweiterung der Außenbewirtschaftungsflächen.

Corona in HD: Ende für 2G-Regel? Landesregierung nach Einzelhandel-Brief gefordert!

Update vom 20. Dezember, 10:58 Uhr: Der Einzelhandel im Südwesten fordert von der grün-schwarzen Landesregierung, die 2G-Regel für die Branche aufzuheben. Wirtschaftsbereiche, die keine Treiber der Corona-Pandemie seien, sollten von „ständigen Regelverschärfungen verschont bleiben“, teilte der Handelsverband Baden Württemberg am Montag (20. Dezember) in Stuttgart mit. Wie hoch das Infektionsrisiko in Geschäften ist, lasse sich nur schwer sagen, weil die Kontaktverfolgung gerade in solchen Bereichen schwierig ist.

Der Verband hatte die Regel bereits heftig kritisiert. Er verwies in einem offenen Brief an die Landesregierung und die Landesparlamentarier nun auf das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg. Das Gericht hatte in der vergangenen Woche überraschend die 2G-Regel für den Einzelhandel in Niedersachsen gekippt. In anderen Bundesländern, wie Baden-Württemberg, dürfen dagegen nur Geimpfte und Genesene in viele Geschäfte. Der Südwest-Verband berichtete von erheblichen Umsatzeinbußen.

2G-Regelung im Einzelhandel
Ein Schild weist an einem Ladengeschäft auf die 2G-Regel hin. © Julia Cebella/dpa

Ungeachtet der Hemmnisse habe der Handel in der Pandemiebekämpfung aber an der Seite der Stuttgarter Landesregierung gestanden. In Niedersachsen soll nach ergänzenden Angaben von diesem Dienstag an eine FFP2-Maskenpflicht im gesamten Einzelhandel gelten. Das hatte die Landesregierung als Reaktion auf das Lüneburger Urteil angekündigt. Die Änderung soll für alle Geschäfte gelten – somit auch für Supermärkte. Eine medizinische Maske reicht dann nicht mehr.

Corona in HD: Erster Omikron-Fall in der Stadt – Über 30 Neuinfektionen in Altenheim

Update vom 18. Dezember, 10:20 Uhr: Am Donnerstag meldet das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis 117 Neuinfektionen. Auf Anfrage von HEIDELBERG24 erklärt ein Sprecher, dass es ein größeres Cluster in einem Alten- und Pflegeheim mit 34 Fällen gebe. Zudem gebe es 148 aktive Fälle an Schulen und 43 in Kindergärten und Tagesstätten.

Auch ist mittlerweile die Omikron-Variante in der Region angekommen. Von den insgesamt 71 Fällen in Baden-Württemberg wurde einer in Heidelberg registriert. Bei einem weiteren Verdachtsfall im Stadtgebiet steht noch das Ergebnis der Sequenzierung aus. Zudem gibt es im Rhein-Neckar-Kreis zwei bestätigte Omikron-Fälle und zwei Verdachtsfälle.

Corona in HD: SRH-Chef hält Teil-Impfpflicht für „falsch“ – über 100 Neuinfektionen

Erstmeldung vom 17. Dezember: Bundesweit gehen die Corona-Fallzahlen und Inzidenzen zurück. Auch in Baden-Württemberg fällt die Kurve seit Anfang Dezember. Experten gehen aber davon aus, dass die sinkenden Zahlen nur eine kurze Verschnaufpause vor der nächsten Welle sein werden. Bereits Mitte Januar dürfte die neu entdeckte und hochansteckende Omikron-Variante das Infektionsgeschehen auch bei uns dominieren, so die Prognose. Aktuell hat das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg 71 Omikron-Fälle erfasst (Stand: 16. Dezember, 16 Uhr). Vor einer Woche waren es noch 23.

Die drohende fünfte Welle soll nach Ansicht von Politikern durch massives „Gegenimpfen“ so klein wie möglich gehalten werden. Eine drastische Erhöhung der Impfraten sollen eine Überlastung der Kliniken verhindern. Um besonders vulnerable Menschen vor einer Ansteckung zu schützen, haben Bundestag und Bundesrat vergangene Woche eine einrichtungsbezogene Impfpflicht beschlossen. Bis 15. März 2022 müssen Beschäftigte in Kliniken oder Pflegeheimen einen Nachweis über eine vollständige Impfung vorlegen.

Corona in HD: SRH-Chef hält Teil-Impfpflicht für „unsolidarisch und falsch“

Prof. Dr. Christof Hettich, Chef des Heidelberger Gesundheits- und Bildungsunternehmens SRH hält indes wenig von einer Teil-Impfpflicht: „Ich glaube nicht, dass eine Impfpflicht für lediglich eine Teilgruppe der Bevölkerung eine gesellschaftliche Akzeptanz finden wird.“ Es sei schwierig, „diese Pflichterfüllung nur einer Personengruppe abzuverlangen, die auch noch in besonderer Weise exponiert ist.“ In den Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen der SRH sind derzeit rund 17.000 Menschen beschäftigt. Gerade die Mitarbeiter in der Pflege müssten mit Menschen umgehen, die sich nicht impfen lassen müssten. „Eine Impfpflicht nur für den Pflegebereich halte ich deshalb für ungerecht, unsolidarisch und falsch“, erklärt Hettich in einer Unternehmens-Mitteilung.

Ärzte und Pfleger untersuchen einen Patienten auf der Covid-19 Intensivstation im SRH Waldklinikum. Hier werden derzeit 13 an Covid-19 erkrankte Menschen intensivmedizinisch versorgt.
Ärzte und Pfleger untersuchen einen Patienten auf der Covid-19 Intensivstation im SRH Waldklinikum. © Bodo Schackow/dpa

Dem SRH-Chef fehlt es „an gesellschaftlicher Solidarität“. Zum Eindämmen der Pandemie müssten auch andere Teile der Gesellschaft beitragen, findet Hettich und fordert ein konsequenteres Handeln der Politik. Ein Großteil der Covid-Patienten, die in den Kliniken und Versorgungszentren der SRH bundesweit behandelt werden, ist ungeimpft. Der Großteil seiner Belegschaft habe sich hingegen impfen lassen. „Letzteres macht mich stolz, denn wir können diese Pandemie nur gemeinsam beenden.“ Nach Angaben von Hettich liegt die Impfquote der SRH-Belegschaft bei rund 80 Prozent.

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Corona in Heidelberg: Die aktuellen Fallzahlen

Laut Landesgesundheitsamt wurden am Donnerstag (16. Dezember) in Heidelberg 117 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Sieben Tage zuvor waren es 56 neue Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz steigt um 43,4 auf derzeit 297,3. 809 Corona-Fälle gelten als aktiv.

StadtHeidelberg
Einwohnerzahl161.485 (Stand: 31. Dez. 2019)
Fläche108,84 km²
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Nach Angaben des Gesundheitsamts des Rhein-Neckar-Kreis ist die Zahl der Covid-19-Toten in Heidelberg um zwei auf nunmehr 74 gestiegen. Bei den Toten handelt es sich um einen Mann zwischen 70 und 80 Jahren sowie eine über 90-jährige Frau. (dpa/rmx)

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