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Heidelberg: „Notbremse“ gekippt – Diese Lockerungen gelten ab heute

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Von: Robin Eichelsheimer

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Heidelberg – Ab 1. Mai tritt aufgrund des niedrigen Infektionsgeschehens die Bundesnotbremse außer Kraft. Doch was ist dann eigentlich wieder erlaubt? Alle Lockerungen auf einen Blick:

Nächste Runde im ständigen Hin und Her zwischen Regelverschärfungen und Lockerungen! Erst am 23. April stellte das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, fest, dass die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über dem kritischen Wert von 100 lag. In der Folge griff die neue „Bundesnotbremse“ samt verschärften Regelungen, um dem grassierenden Coronavirus effektiv(er) Einhalt gebieten zu können.

In den folgenden Tagen sinkt die Inzidenz in Heidelberg jedoch glücklicherweise direkt wieder unter den Wert von 100, liegt schon am Dienstag (27. April) den dritten Tag in Folge darunter. Folglich verkündet das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, dass die Notbremse schon am übernächsten Tag - also am Donnerstag (29. April) - wieder außer Kraft tritt. Doch schon kurz darauf muss die Behörde diese Aussage korrigieren, denn im Paragraf 28b des Infektionsschutzgesetzes des Bundes heißt es, dass die Inzidenz in einem Kreis nicht an drei, sondern an fünf Werktagen hintereinander unter den Wert von 100 fallen muss, damit die Notbremse am übernächsten Tag außer Kraft treten kann. Wann kann in Heidelberg also mit Lockerungen gerechnet werden – und wie sehen diese konkret aus? HEIDELBERG24 klärt auf:

StadtHeidelberg
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohner160.355 (2019, Eurostat)
Fläche108,84 Quadratkilometer
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Corona in Heidelberg: Notbremse ab Samstag (1. Mai) außer Kraft – diese Lockerungen kommen

Am heutigen Donnerstag meldete das Robert-Koch-Institut, dessen Zahlen entscheidend für die inzidenzabhängigen Maßnahmen sind, für Heidelberg einen Wert von 62,5. Nach Samstag, (Sonntag ist kein Werktag und wird bei der Zahlung somit nicht berücksichtigt), Montag, Dienstag, Mittwoch und heute blieb der Wert der 7-Tage-Inzidenz somit unter der 100er-Marke – heißt also, dass in zwei Tagen - sprich am Samstag (1. Mai) - in Heidelberg die Corona-Regeln wieder gelockert werden. Dies muss zwar noch offiziell vom Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises bekannt gemacht werden, gilt jedoch lediglich als Formsache.

Diese Corona-Regeln gelten ab dem 1. Mai in Heidelberg:

Corona in Heidelberg: Bundesnotbremse ab Samstag außer Kraft – Shopping jedoch erst wieder ab Montag möglich

Mit dem Unterschreiten der 100er-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen ist rein theoretisch also ab dem 1. Mai im Rahmen von „Click & Meet“ wieder Shoppen in den Läden und Geschäften vor Ort möglich, doch da der Samstag aber ein gesetzlicher Feiertag ist, verschieben sich die Öffnungen auf Montag (3. Mai).

Die Bundesregelung sorgt für reichlich Unmut beim Citymarketingverein „Pro Heidelberg“: „Nicht nachvollziehbar ist jedoch, warum die „Zählweise“ der notwendigen 5 Tage bei den Regelungen der Bundesnotbremse anders ist, als die bisherige „Zählweise“ in der Landesverordnung. Die wechselnden Regelungen und teilweise komplizierten Formulierungen können oftmals nur schwer nachvollzogen werden und das verursacht Unverständnis und Unmut. Die verschiedenen Auslegungen sorgen zudem nicht nur bei Händlern, sondern auch bei Bürgern/Kunden für große Verwirrung.“ 

Viele Händler hätten mit einer erneuten Öffnung ihrer Läden am Donnerstag gerechnet, jetzt müssten sie ihre Planung von Personal, Ware und Werbung kurzfristig wieder ändern. Dies sorge nicht nur für zusätzliche Kosten, sondern vor allem auch für „Missstimmung bei den Mitarbeitern“, so eine Sprecherin von „Pro Heidelberg“ gegenüber HEIDELBERG24.

Auch IHK-Präsident Manfred Schnabel stößt der Umstand sauer auf: „Für große Teile des Einzelhandels in Heidelberg gilt mit Ende der Notbremse wieder Click-&-Meet. Es ist bedauerlich, dass aus Verfahrensgründen die Betriebe erst kommende Woche öffnen dürfen und es ist zu hoffen, dass sie dann dauerhaft geöffnet bleiben dürfen.“ Das Hin und Her stelle für die betroffenen Unternehmen eine enorme Belastung dar, so Schnabel weiter – und fügt hinzu: „Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass laut RKI der Einzelhandel ein nur geringes Infektionsrisiko darstellt.“ (rob)

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