Nach 11 Tagen Stillstand 

Heidelberg: Corona-Testcenter in Kirchheim – wie viel getestet wird

Heidelberg-Kirchheim - Mehrere Tage lang stand der Betrieb im Test-Center still. Seit Montag können nun wieder Corona-Tests durchgeführt werden. Der Grund für die Pause:

  • Seit März gibt es ein Drive-In-Test-Center in Heidelberg.
  • Dort kann ein Patient auf das Coronavirus getestet werden.
  • Die Stadt Heidelberg übernimmt die Zuständigkeit des Test-Centers und eröffnet eine Fieberambulanz.
  • Nur mit telefonischem Termin ist ein Corona-Test möglich. 

Update vom 14. Mai: Das Corona-Testzentrum auf dem Kirchheimer Messplatz und die direkt angrenzende Fieberambulanz werden gut angenommen. Im Testzentrum sind in den ersten drei Tagen rund 60 Abstriche genommen worden. Das Test-Center kann bis zu 80 Tests am Tag durchführen. Die Fieberambulanz wurde bislang von 67 erwachsenen Patienten und von 26 im Kinder- und Jugendalter besucht.

Ein Test ist nur nach telefonischer Absprache und mit einem Termin möglich. Termine werden über die Hotline des Gesundheitsamts (☎ 06221/(522-1881) vermittelt.

Heidelberg: Corona-Testcenter in Kirchheim wieder offen – das hat sich geändert

Meldung vom 12. Mai: Wer sich in Heidelberg auf das Coronavirus testen lassen will, der muss nach Kirchheim fahren. Denn dort befindet sich das einzige Test-Center der Stadt. Allerdings war dort seit dem 29. April der Betrieb eingestellt worden. Grund: Die Stadt Heidelberg hat die Zuständigkeit des Test-Centers vom Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis übernommen. Warum dies entschieden wurde, ist allerdings unklar.

Nach elf Tagen ist die Vorbereitung beendet und das Test-Center in Heidelberg kann wieder an den Start gehen. Seit Montag (11. Mai) sind also wieder Corona-Tests möglich. Neu hinzugekommen ist außerdem die sogenannte Fieberambulanz – ein Projekt der kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg, das bereits am 6. Mai den Betrieb aufgenommen hat. Es dient als zentrale Anlaufstelle für Menschen, bei denen der Verdacht besteht, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Auf diese Weise können Ansteckungsgefahren in allen anderen Arztpraxen reduziert werden.

Die Übernahme des Testcenters und die Einrichtung der Fieberambulanz sind ein kleiner Teil der zusätzlichen Ausgaben, die Heidelberg durch die Corona-Krise hat. Wie die Verwaltung miteilt, muss ein Nachtragshaushalt für 2020 aufgestellt werden: ausbleibende Einnahmen und gestiegene Ausgaben -

Corona hat ein Millionenloch in den Heidelberger Stadtsäckel gefressen

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Heidelberg: Kampf gegen Coronavirus – Test-Center in Kirchheim wieder geöffnet

Es war mir sehr wichtig, dass wir hier in Heidelberg die Testkapazitäten behalten. Das Zentrum hat sich bewährt – von fast 2.000 Personen wurde hier seit Inbetriebnahme Ende März ein Abstrich genommen. Wir werden zur Eindämmung und Beherrschung der Pandemie auch weiterhin intensiv testen müssen. Mit der neuen Fieberambulanz kommt jetzt auch noch ein ärztliches Untersuchungsangebot für Corona-Verdachtspatienten hinzu. Das ist eine sehr gute Paketlösung. Wir bündeln an einem zentralen Ort wichtige Dienstleistungen für Patienten – minimieren aber gleichzeitig das Risiko, dass diese Menschen in Kontakt zu nicht-infizierten Menschen kommen“, erklärt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und bedankt sich beim DRK und der Ärzteschaft für die gute Zusammenarbeit. 

Corona-Krise in Heidelberg: 80 Tests pro Tag im Drive-in-Testzentrum 

Der Betrieb im Testzentrum wird künftig vom DRK wahrgenommen. Es ist vorrangig ein Drive-in-Zentrum, Patienten bleiben also in ihren Autos sitzen. Fußgänger können aber ebenso die Teststraße nutzen. Alle Patienten müssen aber grundsätzlich einen Termin haben. Termine werden über die Hotline des Gesundheitsamts (06221/522 1881) vermittelt. Auf keinen Fall sollten Personen ohne Termin direkt zum Testzentrum kommen. 

Wir sind Montag bis Freitag von 10 bis 14 Uhr mit fünf Mitarbeitern vor Ort. Wir rechnen damit, dass wir bei voller Kapazität bis zu 80 Abstriche am Tag nehmen können“, erklärt Jürgen Wiesbeck, Präsident des DRK-Kreisverbands Heidelberg/Rhein-Neckar. Die Proben werden dann anschließend zur Auswertung von einem Labor in der Region abgeholt und dort untersucht. Wenn einPatient positiv auf das Coronavirus getestet wurde, erfährt er dies vom Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist.

Corona in Heidelberg: Auch in der Fieberambulanz können Abstriche genommen werden

Die zentrale Fieberambulanz wird von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) organisiert. Sie ist künftig von Montag bis Freitag, 10 bis 14 Uhr, für Erwachsene und von 16 bis 18 Uhr für Kinder und Jugendliche geöffnet. In der Fieberambulanz untersuchen Ärzte die Patienten mit Fieber und Atemwegsinfekten oder Corona-Infizierte mit einer Verschlechterung des Zustands. Bei Bedarf wird ein Abstrich vorgenommen. 

Das Test-Center in Heidelberg.

Der Weg für die Patienten in die Fieberambulanz führt in erster Linie über eine telefonische Absprache mit den Hausärzten und Kinderärzten. Falls die Patienten ihren Hausarzt nicht erreichen oder keinen Hausarzt haben, können sie über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) oder die Corona-Hotline des Gesundheitsamtes Rhein-Neckar (06221 522 1881) gehen. Auf keinen Fall sollen Patienten direkt ohne vorherige Anmeldung in die Fieberambulanz kommen. 

Durch die Einrichtung der Fieberambulanz für Kinder und Erwachsene können wir unser ärztliches Personal effektiv einsetzen. Gleichzeitig sparen wir auf diese Weise auch Schutzausrüstung“, erklärt drs./NL Albertus Arends, stellvertretender Vorsitzender der Ärzteschaft in Heidelberg. „Wer Symptome wie Fieber oder Husten aufweist, sollte telefonisch Kontakt mit seinem Haus- oder Kinderarzt aufnehmen. Dort muss geklärt werden, ob eine Vorstellung in der Fieberambulanz erforderlich ist“, verdeutlicht Arends. Mehr zur Corona-Krise in Heidelberg erfährst Du in unserem News-Ticker

Übrigens: Um Betriebe, Selbstständige, Vereine und Clubs zu unterstützen, weitet die Stadt die "Wirtschaftsoffensive" aus. Was das genau bedeutet.

pm/jol

Rubriklistenbild: © HEIDELBERG24/Nils Wollenschläger

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