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Corona in Heidelberg: Impfstoffe – Biontech jetzt auch für Ü30-Jährige

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Von: Josefine Lenz

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Heidelberg - Corona hat auch die Uni-Stadt weiterhin fest im Griff. Die aktuellen Regeln, Zahlen und Entwicklungen in der Corona-Pandemie im News-Ticker:

Update vom 2. Februar: Unseren aktuellen Ticker zum Pandemiegeschehen findet Ihr jetzt hier.

Update vom 1. Februar: Bei den vom Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis organisierten und koordinierten Impfaktionen sowie an den Impfstützpunkten können sich ab sofort auch wieder Bürgerinnen und Bürger über 30 Jahre mit dem BioNTech-Impfstoff impfen lassen, wenn sie das möchten. „BioNTech ist inzwischen wieder in ausreichender Menge vorhanden und wir wollen einen Verwurf natürlich vermeiden“, erklärt der ärztliche Leiter Impfen im Landratsamt, Christoph Schulze.

Seit der Kontingentierung des Impfstoffs Ende November vergangenen Jahres konnte BioNTech nur noch an bestimmte Personengruppen verimpft werden. Nun hat das Sozialministerium des Landes Baden-Württemberg dem Vorgehen des Rhein-Neckar-Kreises zugestimmt, dass das Vakzin wieder ohne Altersbeschränkung verimpft werden kann. Die neue Regelung wird bereits seit dem 27. Januar in allen Impfstützpunkten und Standorten von dauerhaften Impfaktionen (DIA) umgesetzt.

Corona in Heidelberg: Angst vor Ansteckung – Immer weniger Menschen nutzen Krebs-Vorsorge

Update vom 31. Januar: Die Corona-Pandemie bremst aktuell nicht nur die Krebs-Behandlung, sondern auch die Früherkennung und Nachsorge aus. Das meint Susanne Weg-Remers vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). „Da werden wir in ein, zwei Jahren noch eine schwierige Situation erleben“, so die Expertin. Aus Angst vor einer Corona-Ansteckung würden viele Patienten die Vorsorge nicht wahrnehmen. „Wir werden es in den kommenden Jahren mit mehr fortgeschrittenen Krebserkrankungen zu tun haben“, sagt sie weiter. Laut einer Forsa-Umfrage gab im Mai jeder Fünfte an, dass er wegen Corona nicht zu einem oder zu mehreren Krebs-Vorsorgeuntersuchungen gehen konnte oder wollte. Laut AOK sind dieser Rückgang bereits seit 2020 zu erkennen. So sind fast 20 Prozent weniger Früherkennungen von Hautkrebs verzeichnet worden. Der Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG), Thomas Seufferlein, versucht deshalb die Ängste der Menschen zu nehmen: „Die Mehrzahl der Corona-Infektionen passiert nicht in Kliniken und Praxen, sondern im privaten Bereich, weil man dort eher auf Schutzmaßnahmen verzichtet.“

Corona in Heidelberg: Technische Probleme – Sind die Zahlen noch aktuell?

Update vom 29. Januar: Mehrere Städte und Kreise melden seit Tagen Probleme bei der Ermittlung der Corona-Fallzahlen an das RKI. Auch im Rhein-Neckar-Kreis gibt aktuell solche Schwierigkeiten. „Probleme bei der Übermittlung bestehen in dem Sinne, dass die Meldesoftware SurvNet nicht stabil läuft und es zum Beispiel bei der Eingabe zu Abbrüchen kommt. Die durch das stark erhöhte Fallzahlaufkommen zu übermittelnde Datenmenge führt teilweise zu Verzögerungen beim Webserver des RKI“, erklärt Ralph Adameit, Sprecher des Landratsamts auf Nachfrage von HEIDELBERG24. Das wirkt sich auch auf den Corona-Lagebericht des Landesgesundheitsamts für Heidelberg aus – denn neue Corona-Fälle könnten laut Adameit nicht tagesaktuell erfasst und gemeldet werden.

Corona in Heidelberg: Keine Ausgangssperre mehr, aber Clubs zu ‒ Was jetzt gilt

Update vom 28. Januar: In Baden-Württemberg steigen die Corona-Fallzahlen dramatisch. Mit einer Inzidenz von knapp unter 800 hat Heidelberg landesweit den niedrigsten Wert. Um den geänderten Pandemie-Bedingungen Rechnung zu tragen, hat die Landesregierung die Corona-Verordnung angepasst. Die Verordnung ist am heutigen Freitag (28. Januar) in Kraft getreten. Damit fällt Baden-Württemberg aus der Alarmstufe II heraus. Im Südwesten gilt jetzt die Alarmstufe I. Damit fallen auch in Heidelberg die nächtlichen Ausgangssperren weg. Discos und Clubs bleiben geschlossen. Veranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfen mit maximal 1.500 Teilnehmern unter 2G-Regeln stattfinden. FFP2-Masken sollen stufenweise auch im ÖPNV getragen werden.

Die wichtigsten Regeln für Heidelberg:

Corona in Heidelberg: Zum Jubiläum ‒ 200.000 Anrufe bei Corona-Hotline

Update vom 27. Januar: Am heutigen Donnerstag (27. Januar) vor zwei Jahren richtete das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises die Corona-Hotline ein. „Leider (k)ein Grund zum Feiern“ , kommentiert der Kreis zum Jubiläum des Infotelefons für Bürger aus dem Rhein-Neckar-Kreis und der Stadt Heidelberg. Mittlerweile wurden unter der Nummer 06221/522-1881 knapp 200.000 Anrufe entgegengenommen.

Der Höchstwert an bearbeiteten Anrufen lag in der ersten Welle am 19. März 2020 bei 1.917 Anrufen. Zum Vergleich: Das waren an einem Tag mehr Anrufe als im gesamten Monat Juli 2021 (1.865). „Die Schicht- und Personalplanung ist oft sehr anspruchsvoll, um schnell mit genügend Personal für ausreichend Kapazitäten zu sorgen“, erklärt Dr. Marcus Steinemann, der zusammen mit Dr. Daniela Bauke für den Betrieb und die fachliche Leitung der Corona-Hotline verantwortlich ist. Ein Beispiel: Am 13. Oktober 2020 waren es etwa 320 Anrufe, doch nur acht Tage später plötzlich 3.673 Anrufe, also über elfmal so viele an einem Tag.

Corona-Hotline mit vielfältigen Themen konfrontiert

Mit zunehmender Dauer der Pandemie wuchsen auch die Aufgaben für das große Team, das zeitweise im Zwei-Schicht-Betrieb in den Räumen des Landratsamtes und (aus Platzgründen) in der Alten Chirurgie der Uniklinik an den Telefonen saß. Informationen rund um das Virus, Fragen zur Testung, Quarantäne oder die aktuelle Corona-Verordnung – die Themenpalette ist sehr vielfältig. „Aus allen Teilen der Bevölkerung und aus nahezu allen Berufsgruppen erreichen uns Fragen zu speziellen Situationen, die wir entweder selbst beantworten oder an die zuständigen Stellen weiterleiten“, klärt Dr. Daniela Bauke über die anspruchsvolle und oft stressige Arbeit der Hotline-Mitarbeitenden auf. Denn hinter vielen Anrufen verstecken sich menschliche Schicksale oder manchmal auch kleine persönliche Dramen, sodass seitens der Mitarbeitenden der Corona-Hotline oft das gewisse Fingerspitzengefühl nötig ist.

In den Räumlichkeiten der Alten Chirurgie der Uniklinik Heidelberg geben Mitarbeitende der Corona-Hotline des Landratsamtes Rhein-Neckar-Kreis Informationen rund um das Virus und beantworten Fragen zur Testung, Quarantäne oder die Corona-Verordnung. Auch Impftermine können über die 06221/522-1881 gebucht werden.
Mitarbeitende der Corona-Hotline des Rhein-Neckar-Kreis im Einsatz. © Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

Eine große Neuerung war Anfang Juli 2021 die Installation des digitalen Sprachassistenten CovBot. Anrufer erhalten hier in natürlicher Sprache Basisinformationen und Handlungsempfehlungen zu den gängigsten Anfragen, unabhängig von den Betriebszeiten der Hotline. Gerade bei Fragen, die häufig gestellt werden, aber sehr einfach und schnell beantwortet werden können, kommt der CovBot zum Einsatz und entlastet die Hotline-Mitarbeitenden. Das war im Spätherbst vergangenen Jahres sehr wichtig, denn mit Beginn der vom Land gewünschten dezentralen Impfangebote konnten auch Impftermine über die 06221/522-1881 gebucht werden. Das zeigte sich natürlich wiederum beim Anrufaufkommen: Mit 25.486 Anrufen alleine im November und Dezember 2021 verzeichnete die Corona-Hotline des Gesundheitsamtes deutlich mehr Anrufe als im halben Jahr davor (Mai bis Oktober: 18.805). Omikron, Impftermine und die Debatte um die Impfpflicht sorgen bei den derzeit insgesamt 31 Hotline-Mitarbeitenden weiter für ständig klingelnde Telefone. „Doch eins ist sicher: Auf ein dreijähriges Bestehen der Corona-Hotline verzichten wir gerne!“, sagen Dr. Bauke und Dr. Steinemann unisono.

Corona in Heidelberg: „Nutzen Sie die Impfangebote“ – OB Würzner mit dringendem Appell

Update vom 26. Januar, 15:45 Uhr: In der aktuell um sich greifenden Omikron-Welle mit hohen und immer noch rasant weiter steigenden Infektionszahlen appelliert Oberbürgermeister Eckart Würzner an die Heidelbergerinnen und Heidelberger, sich impfen beziehungsweise die bisherigen Impfungen durch eine Booster-Impfung auffrischen zu lassen. Insbesondere ältere Menschen, die noch nicht mit einer Drittimpfung geboostert sind, bittet Würzner, schnell aktiv zu werden: „Nutzen Sie die zahlreichen vorhandenen temporären Impfangebote in unserer Stadt oder lassen Sie sich bei Ihrem Haus- oder Facharzt impfen. Wenn Sie Hilfe bei der Vereinbarung eines Impftermins benötigen, bekommen Sie immer auch Unterstützung durch unsere Seniorenzentren in den Stadtteilen.“ (mko/PM)

Corona in Heidelberg: Ab heute wieder nächtliche Ausgangssperre für Ungeimpfte

Update vom 25. Januar, 18:20 Uhr: Ab Mittwoch (26. Januar) gilt für Ungeimpfte im Rhein-Neckar-Kreis und in Heidelberg erneut eine nächtliche Ausgangssperre. Das teilt das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis am Abend mit. Demnach darf die eigene Wohnung zwischen 21 und 5 Uhr nur noch mit triftigem Grund verlassen werden. Darunter gelten medizinische Leistungen, Ausführung des Berufes, der Besuch von Ehepartner oder Lebensgefährte, körperliche Bewegung (wenn sie alleine stattfindet) und Besuch von Veranstaltungen wie Gottesdienste oder Gemeinderatssitzungen. Die nächtliche Ausgangssperre endet erst dann, wenn die 7-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen wieder auf unter 500 sinkt.

Corona in Heidelberg: Inzidenz-Explosion – Bald wieder Ausgangssperre für Ungeimpfte?

Update vom 25. Januar, 09:50 Uhr: Nach einem erneuten Anstieg der 7-Tage-Inzidenz auf einen Wert von heute 567,0 droht in Heidelberg wieder eine Ausgangssperre für nicht-immunisierte Personen. Eine solche Maßnahme wird laut gültiger Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg verhängt, wenn die Inzidenz an zwei aufeinanderfolgenden Tagen die Marke von 500 überschreitet. Die letzte Ausgangssperre war erst am vergangenen Samstag aufgehoben worden, seitdem stieg die Inzidenz aber wieder um über 200 Punkte an – eine neuerliche könnte so schon ab kommendem Donnerstag gelten.

Corona in Heidelberg: Nach Software-Panne – Endlich wieder verlässliche Zahlen

Update vom 24. Januar, 09:30 Uhr: Seit vergangenem Freitag (21. Januar) kann das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, wieder verlässliche Zahlen über das Infektionsgeschehen in seinem Zuständigkeitsbereich veröffentlichen. Nach einem Update der Meldesoftware SurvNet des Robert-Koch-Instituts Anfang vergangener Woche hatte es erhebliche Probleme bei der Eintragung neuer Corona-Fälle gegeben. Dies hat zu einem deutlichen Meldeverzug geführt, sodass die während der Woche an das Landesgesundheitsamt (LGA) übermittelten Fälle und die daraus resultierende 7-Tages-Inzidenz zu niedrig waren und nicht dem tatsächlichen Infektionsgeschehen entsprachen, wie das Gesundheitsamt in einer Pressemitteilung bekannt gab.

Erst durch ein erneutes Update konnte das Problem gelöst werden. „Wir haben nun innerhalb des Gesundheitsamts zwei Teams für die DEMIS-Voreingabe gebildet: Das eine arbeitet tagesaktuell, das andere arbeitet die alten Meldungen auf“, erklärt die Gesundheitsdezernentin des Rhein-Neckar-Kreises, Doreen Kuss. Die im Programm DEMIS (Deutsches Elektronisches Melde- und Informationssystem für den Infektionsschutz) eingehenden Meldungen sind verschlüsselt und können erst in der Software SurvNet umgewandelt werden – erst dann kann ein Fall angelegt werden. (mko/PM)

Corona in Heidelberg: In Minuten fertig – Hier gibt‘s das Impfzertifikat auf Check-Karte

Update vom 22. Januar, 9:48 Uhr: Wegen der großen Nachfrage und der stetig laufenden Nachimpfungen bietet die Akademie für Ältere Heidelberg am Mittwoch (26. Januar) von 10 bis 15 Uhr nochmal eine Ausstell-Aktion für Impfzertifikate auf Checkkarte zum sofortigen Mitnehmen an. Damit lässt sich der digital geforderte Impfnachweis leicht und unkompliziert bei jeder Einlasskontrolle erbringen. Die Kosten betragen 9 Euro pro Karte. Mitzubringen sind die aktuelle Papier-Impfbescheinigung mit QR-Code oder ein digitaler QR-Code im Smartphone sowie ein gültiger Personalausweis. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Aktion findet am Hof-Eingang der Akademie für Ältere Heidelberg in der Bluntschlistraße 2 statt.

Corona in Heidelberg: Ab heute! Nächtliche Ausgangsbeschränkungen aufgehoben

Update vom 22. Januar, 8:20 Uhr: Mindestens die Hälfte der Bevölkerung hat eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Knapp 41,7 Millionen Menschen (50,1 Prozent) seien inzwischen geboostert, teilte das Robert Koch-Institut am Samstag (21. Januar) mit. Das ist wichtig für einen wirksamen Schutz vor der besonders ansteckenden Virusvariante Omikron. Mindestens 75,4 Prozent der Bevölkerung (62,7 Millionen Menschen) sind bislang einmal geimpft. Die Bundesregierung strebt 80 Prozent Erstgeimpfte bis Ende Januar an.

Mindestens 73,3 Prozent der Bevölkerung (60,9 Millionen) haben nach RKI-Angaben einen vollständigen Grundschutz erhalten. Dafür sind in der Regel zwei Impfdosen nötig. Noch zählt das RKI auch Menschen, die nur eine Dosis des Johnson-&-Johnson-Präparats erhalten haben, mit - allerdings wird das gerade umgestellt. Künftig sollen Johnson-&-Johnson Geimpfte nur noch nach einer zweiten Impfdosis - möglichst mit einem mRNA-Impfstoff wie dem von Biontech/Pfizer oder Moderna - von den 2G-Regeln profitieren. Nicht geimpft sind derzeit 24,6 Prozent der Bevölkerung (20,5 Millionen Menschen). Für 4,8 Prozent (vier Millionen) dieser Menschen im Alter von 0 bis 4 Jahren steht bisher kein zugelassener Impfstoff zur Verfügung.

Corona in Heidelberg: Ab Samstag! Nächtliche Ausgangsbeschränkungen aufgehoben

Update vom 21. Januar: Die 7-Tage-Inzidenz in Heidelberg liegt nach Angaben des Landesgesundheitsamtes am Freitag bei 355,9. Damit hat die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen in Heidelberg den Grenzwert von 500 Infektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen unterschritten – das hat das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises offiziell bestätigt. Vor allem für Ungeimpfte hat dieser Umstand weitreichende Konsequenzen. Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen für nicht-immunisierte Personen wird ab dem morgigen Samstag (22. Januar) aufgehoben. 

Corona in Heidelberg: Wieder Impfaktion sabotiert – Über 300 Termine verfallen

Update vom 20. Januar: Erneut sind in Heidelberg hunderte Impftermine sabotiert worden. Wie die RNZ berichtet, haben ein oder mehrere Unbekannte eine Impfaktion im Eiscafe „Ok kool“ torpediert, indem über 300 freie Termine reserviert und dann nicht genutzt wurden. Einen ähnlichen Vorfall hat es letzte Woche in der HNO-Praxis Dr. Horn und Dr. Choudhry gegeben. Die Schuldigen dahinter haben mit Fantasienamen, falschen Kontaktdaten und sogar Fake-Accounts auf dem Planungstool „Calendly“ gearbeitet, um die Ärzte zu täuschen. Eine Anzeige werden die Betroffenen aber nicht erstatten. Am Mittwoch (19. Januar) habe es zudem keine Fake-Termine mehr gegeben.

Corona in Heidelberg: Am Samstag – Königin Silvia wird zum Impfschiff

Update vom 19. Januar: Die Inzidenz in Heidelberg ist weiter rückläufig. Das RKI meldet am Mittwochmorgen (19. Januar) 103 Neuinfektionen im Stadtgebiet. Der 7-Tage-Inzidenzwert liegt bei 426,5. Indes ist der Rhein-Neckar-Kreis weiter Spitzenreiter in Sachen Inzidenz. Als einziger Stadt- oder Landkreis liegt der 7-Tage-Wert im Rhein-Neckar-Kreis unter 400 (364,1).

Corona in Heidelberg: Königin Silvia wird am Samstag zum Impfschiff

Eine besonderes Ambiente bietet am Samstag (22. Januar) eine Impfaktion der Weißen Flotte Heidelberg. Auf dem Flaggschiff, der Königin Silvia, wird von 10 bis 14 Uhr ohne Termin geimpft. Das „Impfschiff“ liegt unterhalb der Stadthalle am Neckarstaden. verabreicht wird das mRNA-Vakzin von Moderna. Die Impfung wird durch Fachärzte und geschultes Personal durchgeführt. Mitzubringen sind die Versichertenkarte, ein Ausweis sowie der Impfpass.

Die Königin Silvia ist das Flaggschiff der Weißen Flotte Heidelberg.
Die Königin Silvia ist das Flaggschiff der Weißen Flotte. © Weiße Flotte Heidelberg

Corona in Heidelberg: Neue Regeln – Genesenen-Status endet nach 3 Monate

Update vom 18. Januar: Aufgrund der Störung im Meldesystem des Gesundheitsamts gehen die Inzidenzen in Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis stark zurück: Die 7-Tage-Inzidenz fiel in der Universitätsstadt um 68,7 Punkte auf nunmehr 471,8. Eine „erfreuliche“ Auswirkung hat die technische Panne auch auf den Rhein-Neckar-Kreis: Mit 380,7 hat der bevölkerungsreichste Landkreis in Baden-Württemberg sogar die landesweit niedrigste Inzidenz. Neben den Landkreisen Ostalbkreis und Ludwigsburg liegt die 7-Tage-Inzidenz nur noch im Rhein-Neckar-Kreis unter einem Wert von 400. „Spitzenreiter“ ist der Stadtkreis Baden-Baden mit 827,8.

Nach Infektion: RKI ändert Zeitraum, in dem man als „genesen“ gilt

Indes hat das Robert-Koch-Institut (RKI) die Dauer des Genesenenstatus nach eigener Infektion von sechs auf drei Monate reduziert. Diese Festlegung des RKI sei aus wissenschaftlicher Sicht erfolgt, erläuterte das Bundesgesundheitsministerium am Montag (17. Januar) in Berlin. Hintergrund sei, dass wegen Omikron ein sehr viel größeres Risiko bestehe, dann bereits erneut zu erkranken oder Überträger zu sein.

Je mehr Menschen sich mit der ansteckenderen Omikron-Variante infizieren, desto mehr Genesene dürfte es bald auch geben. Festgelegt wurde nun eine kürzere Zeitspanne dafür, wie lange man als genesen gilt. „Die Dauer des Genesenenstatus wurde von sechs Monate auf 90 Tage reduziert, da die bisherige wissenschaftliche Evidenz darauf hindeutet, dass Ungeimpfte nach einer durchgemachten Infektion einen im Vergleich zur Deltavariante herabgesetzten und zeitlich noch stärker begrenzten Schutz vor einer erneuten Infektion mit der Omikronvariante haben“, schrieb das RKI. In Kraft trat die neue Vorgabe am Samstag (15. Januar).

Wie setzen Länder neuen Genesenenstatus um?

Genesennachweise gelten also seitdem nur noch für maximal drei Monate ‒ laut Ministerium formal auch schon bestehende Nachweise. Wie dies jetzt konkret zum Beispiel bei 2G- und 3G-Zugangsregeln zu bestimmten Einrichtungen vor Ort gehandhabt wird, liegt demnach aber bei den Ländern. Unklar ist noch, wie die Änderung in den Apps zur Anzeige der Impfnachweise technisch umgesetzt wird. In den Apps können Genesenenzertifikate angezeigt werden ‒ bislang mit dem Gültigkeitszeitraum sechs Monate. Die Änderung knüpft an eine vom Bundesrat am Freitag (14. Januar) besiegelte Verordnung an, die auch den Rahmen für Quarantäneregeln neu fasste.

Genesenennachweise müssen demnach Kriterien entsprechen, die das RKI auf einer Internetseite bekannt macht. Dazu gehört: „Das Datum der Abnahme des positiven Tests muss mindestens 28 Tage zurückliegen“. Und: „Das Datum der Abnahme des positiven Tests darf höchstens 90 Tage zurückliegen.“ Das RKI erläuterte zugleich: „Diese Vorgaben werden regelmäßig überprüft und können sich gemäß Stand der Wissenschaft ändern.“ Zuvor hatte in der Verordnung als feste generelle Regelung gestanden, dass der Test „mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt“.

Heidelberg: Corona-Zahlen viel zu niedrig? Meldesystem massiv gestört

Erstmeldung vom 17. Januar: Seit Tagen steigt die Zahl der Corona-Fälle in Heidelberg rasant an. Mittlerweile ist die Neckarstadt nicht mehr die Stadt mit der niedrigsten, sondern mit einer der höchsten Inzidenz im Bundesland. Allerdings: Die Lage könnte sogar noch dramatischer sein, als angenommen. Grund: Das Gesundheitsamt, das sowohl für den Rhein-Neckar-Kreis als auch für Heidelberg zuständig ist, spricht von massiven Meldeproblemen bei den Corona-Fallzahlen.

Stadt\t\tHeidelberg
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohnerzahl148.038
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

In einer Pressemitteilung vom Montag (17. Januar) berichtet das Gesundheitsamt, dass aktuell „leider keine verlässlichen Zahlen über das Infektionsgeschehen in seinem Zuständigkeitsbereich“ veröffentlicht werden können. Grund seien massive EDV-Probleme nach einem Update der Meldesoftware SurvNet. Über die Software meldet das Gesundheitsamt die aktuellen Corona-Fallzahlen vom Landkreis und Heidelberg an das Landesgesundheitsamt (LGA). Anschließend werden die Zahlen weiter an das RKI gemeldet. „Durch fehlende Erreichbarkeit des technischen Supports seitens des RKI am Wochenende hat sich das Problem vergrößert“, heißt es in der Mitteilung weiter. Bereits in den letzten Tagen mussten die Zahlen für Baden-Württemberg angepasst werden.

Seit Freitag sei SurvNet „sehr instabil“. Doch was bedeutet das genau für Heidelberg und die gemeldeten Fallzahlen? Gesundheitsdezernentin des Rhein-Neckar-Kreises, Doreen Kuss, erklärt: „Wir ermitteln derzeit, wie groß der Meldeverzug tatsächlich ist, befürchten aber, dass er bereits im vierstelligen Bereich liegt. Ein Problem ist derzeit auch, dass die im Programm DEMIS (Deutsches Elektronisches Melde- und Informationssystem für den Infektionsschutz) eingehenden Meldungen erst in der Software SurvNet umgewandelt werden müssen, bis wir sie in unserer eigenen Datenbank C-19 nutzen können. Solange das Problem nicht behoben wurde, kann es dazu kommen, dass Personen erst mit zeitlichem Versatz durch das Gesundheitsamt kontaktiert werden.“ Auch andere Gesundheitsämter seien von den EDV-Problemen betroffen.

Heidelberg: Corona-Tests an Schulen und Kitas – Neue Regel seit wenigen Tagen

Unterdessen zieht die Stadt Heidelberg ein positives Fazit, was die Corona-Tests in Schulen und Kitas angeht. Schüler müssen seit Montag drei Mal die Woche Schnelltests oder zwei Mal PCR-Tests machen (ausgenommen sind genesene oder geboosterte Kinder und Jugendliche). Insgesamt werden in Heidelberg rund 80.000 Tests pro Woche durchgeführt. „An den Schulen gibt es, was die Testungen anbelangt, mittlerweile eine eingeübte Routine. Uns hat keine Nachricht erreicht, dass es irgendwo zu größeren Beeinträchtigungen gekommen ist“, erklärt Stephan Brühl, Leiter des Amtes für Schule und Bildung der Stadt Heidelberg.

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Seit vergangener Woche gilt außerdem in Kitas eine Testpflicht, die genauso geregelt ist, wie an Schulen. Kinder, die das erste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind ausgenommen. Die Testung erfolgt in der Regel durch die Eltern zu Hause per Schnelltest. Die meisten Eltern seien mit dem Testverfahren vertraut gewesen, sodass sich die neue Corona-Regelung in den letzten Tagen gut eingespielt habe. Wöchentlich werden rund 21.500 Test-Kits für Kita-Kinder benötigt. Aktuell werden Nasaltests aus dem Bestand genutzt und die Bestellung für einen von einigen Eltern favorisierten kombinierten Nasal-/Speichel-Test soll mit der nächsten Beauftragung erfolgen. (pm/jol)

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