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Heidelberg: Mobile Corona-Impfteams im Dauereinsatz – Aufklärung gegen Impfmythen

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Von: Daniel Hagen

Dr. Gerhard Veits impft in der ASB-Senioreneinrichtung in Wieblingen die Einrichtungsleiterin Arifah Genthner.
Dr. Gerhard Veits impft in der ASB-Senioreneinrichtung in Wieblingen die Einrichtungsleiterin Arifah Genthner. © TOBIAS DITTMER

Heidelberg - Um die Corona-Pandemie bald hinter uns lassen zu können, müssen so viele Menschen wie möglich geimpft werden. In Heimen sind dafür mobile Impfteams im Dauereinsatz.

Die Corona-Pandemie bestimmt seit Monaten unser aller Leben – wann das enden wird, steht noch in den Sternen. Hoffnung machen aktuell die Impfstoffe, wie der des Unternehmens BioNTech aus Mainz. Damit das Coronavirus aber keine Gefahr mehr darstellt, müssen sich genug Menschen im ganzen Land immunisieren lassen. Aus diesem Grund sind zahlreiche Zentrale Impfzentren (ZIZ) und Kreisimpfzentren (KIZ) in allen Bundesländern errichten worden. Die genaue Übersicht für Baden-Württemberg findest Du hier. Seit dem 22. Januar wird auch im Pfaffengrunder Gesellschaftshaus in Heidelberg geimpft. Weil aber nicht alle Menschen in die Zentren kommen können, sind auch mobile Impfteams im Einsatz.

StadtHeidelberg
BundeslandBaden-Württemberg
Bewohner160.355 (2019)
OberbürgermeisterEckart Würzner (Parteilos)

Heidelberg: Zwei mobile Impfteams im Dauereinsatz

Aufgrund der knappen Impfstoffvorräte geht die Immunisierung des Landes unterdessen schleppender voran, als erwartet. Wann Du einen Impftermin bekommen könntest, verrät Dir diese Internetseite. Denn der Plan der Ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts sieht vor, dass das Vakzin in vier Phasen verteilt werden soll. Zuerst sind Menschen über 80 Jahren sowie Bewohner eines Pflege- oder Altenheims dran – denn diese Personen sind am Meisten gefährdet.

Rund die Hälfte aller bislang in Heidelberg im Zusammenhang mit dem Coronavirus gezählten Todesfälle waren in Pflegeheimen zu beklagen“, schreibt die Stadt Heidelberg. Aktuell (3. Februar) gibt es im gesamten Stadtgebiete 53 Tote, die im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind. Um die Bewohner der Heime effektiv zu schützen sind zwei mobile Impfteams im Dauereinsatz. Diese werden aus dem Kreisimpfzentrum im Pfaffengrunder Gesellschaftshaus gesteuert.

Heidelberg: Knapp 1.400 Heimbewohner geimpft

Durch die mobilen Impfteams sind bislang fast 1.400 Personen in elf Heimen geimpft worden. Bis Ende dieser Woche sollen dann in allen Heidelberger Pflegeheimen die Erstimpfungen abgeschlossen sein. Laut der Stadt Heidelberg liege die Impfbereitschaft der Bewohner bei knapp 90 Prozent – anders sehe es bei den Pflegekräften der Einrichtungen aus.

Viele der Pflegekräfte fühlen sich unter Druck gesetzt anstatt wertgeschätzt – das kann man aber ändern, wenn man sich Zeit nimmt, um sie zu informieren und Fragen zu beantworten“, sagt der Kinderarzt Dr. Gerhard Veits. Neben seiner Praxis in Wiesloch klärt der Mediziner ehrenamtlich die Pflegekräfte auf den Stationen auf. Auch Dagmar Hartmann, Intensivkrankenschwester auf einer Covid-19-Station in Heidelberg, setzt sich bei Aufklärungsabenden gegen Impfmythen ein.

Heidelberg: Ehrenamtliche klären über Impfmythen auf

Die Impfstoffe sind wirksam und sicher. Die Nebenwirkungen sind harmlos und von anderen Impfungen bekannt. Organschäden, Langzeitfolgen oder gar Unfruchtbarkeit – was ja von Impfgegnern gerne behauptet wird – sind definitiv keine Folgen einer Impfung. Das ist alles Unsinn“, erklärt Veits.

Dr. Veits berichtet unterdessen, dass die gemeinsamen Abende auf großes Interesse stoßen und den gewünschten Erfolg haben: „Im ASB-Heim im Wieblingen haben wir zum Beispiel 48 von 51 Mitarbeitenden impfen können. So ist dann ein Heim wirklich geschützt.“ (pm/dh)

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