"Wir würden uns eine Woche Landregen wünschen"

Seit 30 Tagen im Dauereinsatz! Stadt kämpft gegen Trockenheit

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Städtische Bewässerungs-Aktion unter dem Motto „Die Natur hat Durst"

Heidelberg - Für die Mitarbeiter des Landschafts- und Forstamtes heißt es derzeit Dauer-Einsatz! Denn wegen der extremen Trockenheit leiden die Pflanzen und Bäume in der Neckarstadt:

„Wir würden uns über eine Woche Landregen freuen!“ Für Martin Geißler, Mitarbeiter beim Landschafts- und Forstamt Heidelberg, und seine Kollegen gibt es alle Hände voll zu tun – und dass schon seit etwa vier Wochen. Denn die extreme Hitze und Trockenheit kostet den Sträuchern, Bäumen und Pflanzen sehr viel Kraft.

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Darum sind Geißler und Co. mit Schläuchen und Tankwagen im Dauereinsatz. Unter dem Motto „Die Natur hat Durst“ sagen die Arbeiter im Zwei-Schicht-Betrieb von 5 Uhr bis 21 Uhr der Trockenheit den Kampf an

Martin Geißler, Mitarbeiter beim Landschafts- und Forstamt Heidelberg und seine Kollegen sind seit einem Monat im Dauereinsatz.

Die zwölf Kämpfer des Landschafts- und Forstamts werden zusätzlich durch zwei externe Unternehmen unterstützt. Auch deren Teams sind mit Tankwagen unterwegs. „Wir benötigen etwa 200.000 Liter Wasser pro Tag“, erklärt Geißler – das sind sieben volle Tankzüge!

200.00 Liter pro Tag brauchen die Heidelberger Pflanzen!

Bäume könnten sterben!

Unter der Hitze leiden besonders die Straßenbäume, da diese sich besonders stark aufheizen - insbesondere betroffen sind frisch gepflanzte Bäume, da ihnen noch das ausgedehnte Wurzelsystem fehlt. „Das müssen wir durch Bewässerung ausgleichen, sonst würden die Bäume im Stadtgebiet absterben“, so Geißler weiter.

Städtische Bewässerungs-Aktion unter dem Motto „Die Natur hat Durst"


Andere Arbeiten werden hinten angestellt

Derzeit hat die Bewässerung für die städtischen Arbeiter absolute Priorität und andere Arbeiten, wie Hecken schneiden und Pflegearbeiten, werden deshalb eventuell zurückgestellt. „Das ist für die Bürger manchmal schwer zu verstehen, aber wir bitten um Verständnis,“ sagt Geißler weiter.

Städtische Bewässerungs-Aktion unter dem Motto „Die Natur hat Durst"

Die Arbeiten schauen immer eine Woche im Voraus, wie das Wetter werden soll. Allerdings sind die Vorhersagen oftmals unsicher.Für die kommende Woche ist es aber noch warm und trocken gemeldet. Wir haben schon einen Schichtplan erstellt“, so Geißler.

Und der nächste Wasserschlauch läuft...

pri/jol

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