Unterstützung von Entwicklungsländern

Weltwirtschaftsforum in Davos: OB Würzner treibt nachhaltige Investments voran!

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Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner sprach in Davos unter anderem mit dem Präsidenten von Botswana, Mokgweetsi Masisi.

Wie gelingt ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum in bevölkerungsstarken Entwicklungsländern? Das ist die Kernfrage, mit der sich die Städte-Arbeitsgruppe „25+5“ UNO intensiv beschäftigte.

Der Zusammenschluss der Städte-Arbeitsgruppe „25+5“ entstand durch eine gemeinsame Initiative von Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und dem Generaldirektor der Vereinen Nationen

in Genf, Michael Møller. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos, das am Freitag (25. Januar) beendet wurde, stellten Würzner und Møller die Ziele von „25+5“ vor:

„Wir wollen Vorbilder sein für nachhaltige Stadtentwicklung und uns international besser austauschen und unterstützen. Unser Ziel ist, dass große Investitionen in den Wachstumsregionen unserer Erde nachhaltig wirken, vor allem in Afrika, Asien und Südamerika. Einfach gesagt: Wir bohren nicht mehr nur den Brunnen, sondern wir unterstützen beim Aufbau ganzer Wasserversorgungssysteme

Die Grundlagen für einen funktionierenden Wirtschaftskreislauf müssen vor Ort geschaffen werden. Und auch die Renditen müssen vor Ort bleiben. Mit diesem Weg fördert man eine gute Infrastruktur, stabilisiert Verwaltungen, bekämpft Korruption und auch die wichtigsten Fluchtursachen“, erklärt Oberbürgermeister Würzner, der auch Präsident des europäischen Städtenetzwerks Energy Cities ist.

Grundlage: 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen

Die Ideen von „25+5“ seien beim Weltwirtschaftsforum mit großem Interesse aufgenommen worden, berichtet Prof. Würzner. Bei Treffen mit dem Präsidenten von Botswana, Mokgweetsi Masisi, Regierungsvertretern von Ghana aber auch internationalen Finanzinvestoren wurden Kooperationsmöglichkeiten besprochen. 

Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (rechts) und der Generaldirektor der Vereinen Nationen in Genf, Michael Møller, beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

„25+5“ möchte künftig mithilfe einer Datenplattform konkrete Instrumente entwickeln, um in Entwicklungsländern wachsende Städte zu unterstützen. Handlungsgrundlage sind die 17 Nachhaltigkeitsziele(„Sustainable development goals“) der UN. Dazu gehören unter anderem die Bekämpfung von Armut und Hunger sowie die Förderung von Bildung und interaktivem Lernen, Gesundheit, Chancengleichheit und erneuerbaren Energien. Für die tatsächliche Durchführung der Maßnahmen vor Ort haben die Vereinten Nationen eine eigene Einheit: United Nations Office for Project Services, kurz UNOPS.

Städte als handelnde Akteure vor Ort hätten die meisten Optionen, um die Nachhaltigkeitsziele umzusetzen, ist Würzner überzeugt. Schließlich leben rund 3,5 Milliarden Menschen – die Hälfte der gesamten Weltbevölkerung – in Städten und die Tendenz steigt. Zur „25+5“-Initiative gehören kleinere Universitätsstädte (neben Heidelberg zum Beispiel Aarhus, Cambridge und Oxford) sowie Großstädte, die zwischen 500.000 und mehrere Millionen Einwohner zählen. Dabei sind unter anderem Oslo, Barcelona, Tunis, Mexico City, San Francisco und Hangzhou. 

„Das Know-how unserer Stadt, unserer Verwaltung, unserer Gesellschaften wie Stadtwerke oder GGH aber auch unserer Bürgerschaft hat sehr viel Potenzial, um in diesem Netzwerk Impulse zu setzen“, bekräftigt Würzner, „und gleichzeitig profitieren auch wir von dem Austausch mit diesen Metropolen“.

pm/chh

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