Aktion von Extinction Rebellion

Heidelberg: Aktivisten stoppen Verkehr – Polizei muss einschreiten

Heidelberg: Eine Extinction-Rebellion-Aktivistin blockiert den Verkehr am Römerkreis.
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Heidelberg: Eine Extinction-Rebellion-Aktivistin blockiert den Verkehr am Römerkreis.

Heidelberg - Sechs Aktivist*innen von Extinction Rebellion haben am Samstagmittag, 27. März, den Verkehr an sechs Punkten zum Erliegen gebracht. Was sie damit erreichen wollen:

Am Samstagmittag haben sich 6 Aktivist*innen von Extinction Rebellion Heidelberg an vielen Orten der Stadt alleine auf die Straße gesetzt und so den Verkehr zum Erliegen gebracht, um ihre Angst vor der Klimakrise und dem kommenden Ende der natürlichen Lebensgrundlagen auszudrücken. Die Protestaktion unter dem Namen „Rebellion of One“, Rebellion der Einzelnen hat zeitgleich in 44 Städten in Deutschland und in der Schweiz stattgefunden, unter anderem in Mannheim, Hamburg, Berlin, Freiburg, München und Düsseldorf.

Heidelberg: Aktivisten tragen Schilder mit ihren Ängsten um den Hals

„Die Regierung hat bis jetzt versagt im Angesicht von Klimakrise und ökologischen Kollaps zu handeln. Wir sind verzweifelt, wenn wir auf unsere Zukunft blicken und hoffen, mit dieser Kombination von Mut, Angst, Verletzlichkeit und Verzweiflung Menschen auf besondere und eindrucksvolle Art zu erreichen.“ so Judith Notbohm von Extinction Rebellion Heidelberg.

Die Teilnehmenden haben Schilder getragen, auf denen sie sich zu ihren Ängsten bekannt haben: „Ich habe Angst, dass die Welt von Kriegen und Zerstörung geprägt sein wird wegen der Klimakrise“ oder „Ich habe Angst, dass meine Kinder hungern müssen wegen der Klimakrise“.

Heidelberg: Eine Extinction-Rebellion-Aktivistin blockiert den Verkehr am Römerkreis.

„Die Wälder sterben, die Meere sterben, die Tiere sterben, das Klima wird heißer, das Wetter wird aggressiver. Ich habe Angst dass meine Kinder in einer zerstörten Welt leben müssen“ so der Kunst- und Physiklehrer Clemens. „Das alles, weil Leben ausgebeutet wird für den Profit einiger weniger, sehr reicher Menschen.“

Heidelberg: Polizei löst Protestaktion nach einer halben Stunde auf

Nach einer halben Stunde wird die letzte der sechs Blockaden von der Polizei geräumt. Die Beamten nehmen die Personalien aller Aktivist*innen auf und verteilen Platzverweise. Zu Zwischenfällen kommt es nicht. Viele Passant*innen versammeln sich um die Blockaden, vor allem in der Innenstadt, an und zeigen sich interessiert an den dort sitzenden Personen. Wie die Polizei mitteilt, löst die Aktion kein Verkehrschaos aus. Die Autofahrer können auf andere Fahrbahnen ausweichen und die Demonstranten umfahren. Alle Aktivisten seien den Anweisungen der Beamten sofort gefolgt und hätten die Fahrbahn verlassen.

Die Bewegung fordert die Politik auf, den Klimanotfall anzuerkennen und Klimaneutralität bis 2025 zu erreichen. Sie wurde 2018 in UK gegründet und ist mittlerweile in über 70 Ländern auf sechs Kontinenten vertreten. In Deutschland gibt es circa 130 aktive Ortsgruppen. (pm/kp)

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